Der Juwelen-Regenbogenfisch (Melanotaenia trifasciata) ist ein aktiver Schwarmfisch mit gestrecktem, seitlich abgeflachtem Körperbau und einer Größe von bis zu 15 cm. Die Tiere entwickeln mit zunehmendem Alter eine deutliche Körpervertiefung und ausgeprägte Dorsal- und Analflossen, wobei Männchen kräftigere Färbungen zeigen.
Schwierigkeit: Einfach
Schwarm
Friedlich
15 cmEndgröße
5–8 JahreLebenserwartung
24-29 °CTemperatur
6,5-8pH-Wert
8-20 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Die Farbpalette variiert stark populationsabhängig; Populationen aus den Queensland-Flüssen Pascoe, Claudie und McIvor entwickeln nicht die für andere Populationen typische starke Körpervertiefung. Jungtiere wirken deutlich farbloser; die volle Farbausprägung kann über 12 Monate in Anspruch nehmen. Im Aquarium bewegen sich die Tiere vorzugsweise in der mittleren Schwimmzone und zeigen ein lebhaftes, aktives Schwarmverhalten. In einer gut eingewöhnten Gruppe wirken sie friedlich, können aber durch ihre raschen Bewegungen und Körpergröße langsam schwimmende Fische kurzfristig stören. Rangordnungen werden über Balzverhalten und Flossenschwenken etabliert. Verschiedene geographische Populationen von Melanotaenia trifasciata hybridisieren frei – in einem Becken sollte stets nur eine einzige geographische Form gepflegt werden.
Haltung und Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24–29 °C, pH 6,5–8,0, GH 8–20 °dGH. Mindestbeckengröße: 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter). Die Länge des Beckens ist entscheidender als das Volumen, da die Art ein aktiver Schwimmer ist. Das Becken sollte offenes Schwimmfeld mit dicht bepflanzten Bereichen kombinieren. Feinblättrige Pflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzeln bieten Rückzugsmöglichkeiten. Feiner Kies oder Sand als Substrat ist unproblematisch. Eine moderate bis leicht erhöhte Strömung ist vorteilhaft. Abdeckungen sind empfehlenswert. Regelmäßige Wasserwechsel und zuverlässige Filterung sind wichtig. Der Juwelen-Regenbogenfisch ist eine geeignete Art für Einsteiger und erfahrene Aquarianer. Verschiedene geographische Populationen hybridisieren frei – nur eine Form pro Becken halten. Bei Vergesellschaftung auf friedliche, bioregional passende Beifische achten.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Melanotaenia trifasciata ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6, besser 8–10 Tieren gehalten werden. In ausreichend großen Gruppen zeigen die Tiere ein friedfertiges, ausgeglichenes Temperament. Männchen treten besonders während der Paarungsbereitschaft aktiver und dominanter auf. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen können in vielen Fällen toleriert werden. Nicht mit sehr langsamen oder winzigen Fischen zusammen halten. Geeignete Beifische sind andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten, Salmler, Bärblinge und friedliche Schwarmfische aus der Bioregion Australien/Ozeanien.
Ernährung
Melanotaenia trifasciata ist ein vielseitiger Allesfresser. Hochwertige Flocken- und Granulatfutter bilden die Basis. Zur Farb- und Vitalitätsförderung sind gefrostete oder frische Artemia, Mückenlarven, Daphnien oder Cyclops empfehlenswert. Pflanzliche Komponenten wie Spirulina-Flocken runden die Ernährung ab. Lebendfutter steigert Aktivität und Balzfreudigkeit.
Zucht
Fortpflanzungstyp: Freilaicher
Zuchtschwierigkeit: einfach Die Art legt Eier an feinblättrigen Pflanzen, Laichmops oder anderen geeigneten Substraten ab. Nach dem Ablaichen Laichsubstrat separieren oder Elterntiere entfernen, um Eierfraß zu verhindern. Frisch geschlüpfte Larven benötigen zunächst Infusorien, nach etwa einer Woche können Artemia-Nauplien und fein zerkleinerte Flocken angeboten werden. Sorgfältige Hygiene und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig für die Aufzucht.
Natürlicher Lebensraum
Melanotaenia trifasciata besiedelt eine Vielzahl von Süßwasserbiotopen in Nordaustralien und ist an saisonal variierende Habitate angepasst. Die Art kommt in Sümpfen, Lagunen, Seen und Flussläufen vor, besonders häufig in fließenden Bächen und Nebenarmen. Innerhalb dieser Gewässer hält sich die Art unter der Deckung von Wasserpflanzen, versunkenem Holz oder Laub auf und bevorzugt die mittleren Wasserschichten.
Geschlechtsunterschiede
Männchen erreichen die größere Körperlänge und zeigen intensivere Farben sowie eine kräftigere, tiefere Körperform mit längeren Dorsal- und Analflossen. Weibchen bleiben deutlich kleiner mit flacherer Körperkontur und zurückhaltenderer Färbung. Populationen aus Queensland zeigen bei den Männchen nicht die typische starke Körpervertiefung.
Gut zu wissen
Lebhafter Schwarmfisch, bevorzugt die mittlere Schwimmzone
Männchen deutlich farbintensiver und tiefer gebaut als Weibchen
Starke populationsbedingte Variabilität in Körperform und Farbe
Verschiedene geographische Formen hybridisieren frei – nur eine Form pro Becken
Jungtiere können über 12 Monate brauchen, bis sich die volle Färbung zeigt
Welche Wasserwerte braucht der Juwelen-Regenbogenfisch?
Melanotaenia trifasciata bevorzugt Temperaturen von 24–29 °C, einen pH-Wert von 6,5–8,0 und eine Gesamthärte von 8–20 °dGH. Die Art toleriert ein breites Wertespektrum.
Welche Fische passen zum Juwelen-Regenbogenfisch?
Geeignete Beifische sind andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und friedliche Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Verschiedene Populationen hybridisieren frei – nur eine Form pro Becken halten.
Kann man den Juwelen-Regenbogenfisch züchten?
Die Zucht gilt als einfach. Die Art legt Eier an feinblättrigen Pflanzen oder Laichmops ab. Jungfische benötigen zunächst Infusorien, danach Artemia-Nauplien.
Was frisst der Juwelen-Regenbogenfisch?
Melanotaenia trifasciata ist ein vielseitiger Allesfresser. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter als Basis, ergänzt durch Artemia, Mückenlarven und Spirulina-Flocken.
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 24. Oktober 2013Lesen und mitredenZuklappen
Dirk Godlinski
Moin,
leider zeigt das Foto (Quelle G. Höner) keinen Melanotaenia trifasciata. Die Art kommt auch nur in Australien (und nicht auf Neuguinea) vor. M. trifasciata ist je nach Fluss/Fangort anders gefärbt, ein paar Beispiele: http://www.irg-nord.de/regenbogenfische/42-melanotaenia-trifasciata.
Das Pendant zu M. trifasciata auf Neuguinea ist Melanotaenia goldiei.
Matthias WiesenseeRedaktion
Hallo Dirk, hast du für uns ein passendes Bild? Wir ersetzen dies gern! Die Informationen habe ich bereits übernommen!