
Salmler
Silberdollar
Metynnis argenteus
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 450 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Serrasalmidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Scheibensalmler aus der Gattung Metynnis zeigt den typischen lateral stark abgeflachten, scheibenförmigen Körperbau, der diesen Fischen den englischen Namen „Silver Dollar“ eingebracht hat. Individuen erreichen eine maximale Standardlänge von etwa 14–15 cm (SL). Die Grundfärbung ist silbrig; bei manchen Vertretern der Gattung treten rötliche Einsprengseln oder Rottönungen an den Flossen auf.

~14–15 cm SLEndgröße
10 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-7pH-Wert
0-10 °dGHGesamthärte
ab 265 lAquariengröße
Punktmuster auf Körper oder Flossen können je nach Art und Population variieren und sind namensgebend für M. sp. aff. maculatus. Die Art ähnelt stark Metynnis hypsauchen, der sich durch je einen schwarzen Fleck knapp hinter und über dem Auge unterscheiden lässt, den M. argenteus und nahverwandte Formen nicht aufweisen. Verwechslungen mit anderen „Silberdollar“-Arten im Handel sind häufig. Im Aquarium bewegen sich Metynnis-Arten typischerweise in den mittleren bis oberen Wasserschichten. Sie bilden kleine Schwärme und schwimmen synchron in offenen Bereichen, was sie zu attraktiven Blickfängen macht. Sehr viel kleinere Fische können als Beute angesehen werden; die Haltung mit kleinen Beifischen ist daher nicht empfehlenswert.
Wasserwerte
– Temperatur: 24–28 °C
– pH-Wert: 6,0–7,0
– GH: 0–10 °dGH Beckenanforderungen
Metynnis benötigt ein großes Aquarium mit weitläufigen, offenen Schwimmbereichen. Die Mindestgröße für eine Gruppe von fünf oder mehr Tieren beträgt etwa 265 Liter, wobei ein Becken mit mindestens 180 cm Länge empfohlen wird, um dem aktiven Schwarmverhalten gerecht zu werden. Beim Einrichten sollten großzügige Schwimmzonen mit vereinzelten Pflanzengruppen, Holzdekor und Wurzeln kombiniert werden, die Rückzugsmöglichkeiten bieten, ohne die offene Wasserfläche zu stark einzuschränken. Ein leicht gedämpftes Licht ist von Vorteil. Filterung und Sauerstoffversorgung
Eine stabile biologische und mechanische Filterung ist wichtig. Metynnis bevorzugt klare, gut durchströmte Wassermassen; eine moderate bis kräftige Umwälzung kombiniert mit ausreichender Sauerstoffversorgung unterstützt das Wohlbefinden der Tiere. Einrichtung und Bodengrund
Als Bodengrund eignen sich feine Substrate oder sandige Kiesmischungen. Robuste breitblättrige Pflanzen oder Stängelpflanzen dienen als Strukturelemente, jedoch ist zu beachten, dass Metynnis pflanzenfressend ist und weiche Pflanzen abweiden kann – robuste Arten wie Anubias oder Vallisnerien sind besser geeignet. Hölzer und Wurzeln schaffen zusätzliche Strukturen. Fütterung und Pflegeaufwand
Metynnis nimmt bei regelmäßiger, abwechslungsreicher Fütterung gut zu. Der Futterschwerpunkt sollte auf pflanzlichen Komponenten liegen (blanchierter Salat, Zucchini, Spirulina-Flocken, spezielle Salmler-Pellets mit hohem Pflanzenanteil, Erbsen). Als Ergänzung sind gelegentliche proteinreiche Lebend- oder Frostfuttergaben (Bloodworm, Artemia) sinnvoll, besonders für Jungfische und in Wachstumsphasen. Die tägliche Pflege umfasst Sichtkontrolle des Schwarms, regelmäßige Wasserwechsel und Überprüfung der Filterleistung. Sprungrisiko und Sicherheit
Das Sprungrisiko gilt als niedrig, dennoch empfiehlt sich ein gut schließender Deckel.
Metynnis ist eine ausgeprägt soziale Gattung und sollte in Gruppen von mindestens fünf Tieren gehalten werden. Gruppen fördern das natürliche Schwarmverhalten, reduzieren Stress und ermöglichen synchrone Schwimmbewegungen als artspezifisches Ausdrucksverhalten. In Gemeinschaftsaquarien gilt die Art als friedlich gegenüber gleichgroßen oder größeren, ruhigen Mitbewohnern. Während der Fortpflanzungszeit können territoriale Phasen auftreten, sind jedoch nicht umfangreich dokumentiert. Gegenüber Wirbellosen ist Vorsicht geboten: Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen werden meist toleriert; adulte Schnecken werden in der Regel nicht angegangen. Bei der Auswahl von Mitbewohnern ist auf bioregionale Kompatibilität zu achten: Empfohlen werden andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und friedliche größere Buntbarsche aus Südamerika. Robuste Bodenbewohner wie Doradiden-Welse oder Plecostomus-Arten ergänzen das verfügbare Platzangebot sinnvoll.
Metynnis ist überwiegend pflanzenfressend. Die Art nimmt natürlicherweise Früchte, weiches Pflanzenmaterial und Algen auf. Im Aquarium bewährt sich folgende Fütterung: – Hauptkomponenten: pflanzliche Nahrung – blanchierter Salat, Zucchini, Erbsen, Spirulina-Flocken, Gurke, Frühlingszwiebeln.
– Ergänzungen: Algenwafern, Spirulina-Pellets und gelegentlich proteinreiche Zukost (Bloodworm, Artemia) in Maßen, besonders für Jungfische.
– Futterformen: Spezielle Salmler-Pellets mit hohem Pflanzenanteil, Gemüsebeilagen und hochwertige pflanzenbetonte Flocken. In Aquarien mit Bepflanzung ist zu beachten, dass Metynnis weiche Pflanzenteile abweidet; robuste Hartblättler oder Kunstpflanzen sind im Zweifelsfall vorzuziehen.
Status: mäßig anspruchsvoll Metynnis ist ein Freilaicher (Eierleger ohne Brutpflege). Die Zucht gilt als mäßig anspruchsvoll. Zur Fortpflanzung empfiehlt sich die Haltung im kleinen Schwarm oder als Paar in einem separaten Zuchtbecken. Zuchtbereite Männchen zeigen eine deutlich dunklere Färbung an Flossen und Bauch. Ein Weibchen kann bis zu 2.000 Eier pro Laichakt abgeben; die Eier schlüpfen nach etwa drei Tagen. Jungfische benötigen zunächst Infusorien, später frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Konkrete Zucht-Wasserwerte für die Wildform sind nicht ausreichend dokumentiert; Aquarianer sollten die allgemeinen Haltungsparameter als Ausgangspunkt verwenden.
Metynnis argenteus (als Referenzart) ist wahrscheinlich endemisch für das Einzugsgebiet des Rio Tapajós in Brasilien. Für M. sp. aff. maculatus liegen keine gesicherten, eigenständigen Verbreitungsangaben vor; eine Herkunft aus demselben oder einem nahegelegenen südamerikanischen Einzugsgebiet ist plausibel. Metynnis maculatus (der eigentliche „Spotted Metynnis“) bewohnt Überschwemmungsgebiete und bepflanzte Uferzonen, in denen die Tiere in der freien Schwimmzone der mittleren Wasserschichten anzutreffen sind.
Männchen weisen eine deutlich verlängerte Afterflosse auf, die ein verlässliches Erkennungsmerkmal bei adulten Tieren darstellt. Laichbereite Männchen zeigen zudem eine dunklere Färbung im Bereich der After-, Schwanz- und Rückenflosse sowie eine intensivere Rotfärbung am Bauch. Weibchen sind in der Regel etwas gedrungener gebaut. Über eindeutige Unterschiede in der Endgröße liegen keine gesicherten artspezifischen Angaben vor.
Punktierter Rotflossen-Scheibensalmler erreicht ~14–15 cm SL. Aquarientiere bleiben oft etwas kleiner als Wildfänge.
Empfohlen wird ab 265 L / 180 cm Länge. Größere Becken sind immer besser.
Die optimale Temperatur liegt zwischen 24 und 28 °C.
Metynnis ist überwiegend pflanzenfressend.
Bei der Auswahl von Mitbewohnern ist auf bioregionale Kompatibilität zu achten: Empfohlen werden andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und friedliche größere Buntbarsche aus Südamerika.
Die Art eignet sich für erfahrene Einsteiger mit etwas Aquaristikpraxis.
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