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Zierfische, Familie Anabantidae

Oranger Buschfisch Microctenopoma ansorgii

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Orange Buschfisch (Microctenopoma ansorgii) ist ein kleiner Labyrinthfisch aus der Familie Anabantidae mit einer Größe von bis zu 7 cm. Der Körper ist kompakt und seitlich leicht abgeflacht. Männchen zeigen eine intensive orangefarbene bis rötliche Grundfärbung mit dunklen Querstreifen, die dem Tier seinen deutschen Trivialnamen geben. Weibchen sind farblich zurückhaltender.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 7 cmEndgröße

  • 3–5 JahreLebenserwartung

  • 20-27 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 5-20 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt Microctenopoma ansorgii ein eher ruhiges, bedächtiges Schwimmverhalten und bevorzugt mittlere bis obere Schwimmzonen nahe der Vegetation. Die Art ist dämmerungsaktiv und wirkt in halbdunklen Becken besonders lebhaft. Männchen sind während der Paarungszeit territorial und verteidigen ihre Schaumnester aktiv. Als Labyrinthfisch besitzt die Art ein Labyrinthorgan, das die Aufnahme von atmosphärischem Sauerstoff ermöglicht. Eine Abdeckung des Beckens ist nötig, damit die Luftschicht über der Wasseroberfläche warm bleibt – kalte Luft kann für Labyrinthfische gesundheitsschädlich sein. Die Art stammt aus dem Kongobecken in Zentralafrika.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 20–27 °C, pH 5,5–7,5, GH 5–20 °dGH. Für eine artgerechte Haltung empfiehlt sich ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge und ca. 112 Liter. Dichte Vegetation, Schwimmpflanzen und überhängende Pflanzen bieten Verstecke und Ankerplätze für Schaumnester. Gedämpfte Beleuchtung fördert das Wohlbefinden. Als Labyrinthfisch besitzt die Art ein Labyrinthorgan – die Abdeckung des Beckens ist wichtig, damit die Luftschicht über der Wasseroberfläche warm bleibt. Kalte Luft kann für Labyrinthfische gesundheitsschädlich sein. Ruhige bis langsame Strömung, da die Art Uferzonen mit geringer Strömung bevorzugt. Die Art ist ein Springer – eine lückenlose Abdeckung des Beckens ist nötig.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Microctenopoma ansorgii wird am besten in kleinen Gruppen oder in Harem-Konstellation gehalten. Männchen sind während der Brutzeit territorial und können aggressiv werden. Außerhalb der Fortpflanzungszeit ist das Verhalten eher zurückhaltend und friedlich. Schnecken werden toleriert. Sehr kleine Garnelen können gefährdet sein, da die Art als Fleischfresser eingestuft ist. Geeignete Mitbewohner sind kleine, ruhige westafrikanische Arten wie Pelvicachromis, Phenacogrammus und kleine Panzerwelse. Nicht mit aggressiven oder hektischen Arten vergesellschaften.

Ernährung

Microctenopoma ansorgii ist ein Fleischfresser (Karnivor). Bevorzugt werden kleine lebende tierische Nahrung wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien und mikroskopische Beutetiere. Hochwertiges Frost- und Lebendfutter als Basis. Trockenfutter wird oft nur zögerlich angenommen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Schaumnestbauer
Zuchtschwierigkeit: mittel Das Männchen baut ein Schaumnest an Schwimmpflanzen oder unter breiten Blättern. Zucht-Wasserwerte: Temperatur ca. 27 °C, pH 5,5–6,5, GH max. 10 °dGH. Weicheres, leicht saures Wasser fördert die Laichbereitschaft. Die Paarung erfolgt unter dem Nest. Nach dem Schlupf übernimmt das Männchen zunächst die Brutpflege. Jungfische benötigen zunächst Infusorien, dann frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 27 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 10 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Microctenopoma ansorgii stammt aus dem Kongobecken in Zentralafrika. Die Art besiedelt bevorzugt Uferzonen langsam fließender oder stehender Gewässer mit dichter überhängender Vegetation. Typische Habitate sind Bereiche mit reichlich Schwimmpflanzen, Treib- und Überhangvegetation in huminstoffreichem, weichem Wasser.

Geschlechtsunterschiede

Männchen zeigen intensivere orangefarbene bis rötliche Färbung und können verlängerte Rücken- und Afterflossen entwickeln. Weibchen sind farblich matter und insgesamt etwas kleiner und schlanker.

Gut zu wissen

  • Schaumnestbauer – Männchen bauen Schaumnester an Schwimmpflanzen
  • Labyrinthorgan vorhanden – Abdeckung für warme Luftschicht nötig
  • Kalte Luft über der Wasseroberfläche kann gesundheitsschädlich sein
  • Dämmerungsaktiv – gedämpftes Licht bevorzugt
  • Männchen territorial während der Brutzeit
  • Ausgeprägtes Sprungverhalten – lückenlose Abdeckung nötig

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Orange Buschfisch?

Microctenopoma ansorgii bevorzugt Temperaturen von 20–27 °C, einen pH-Wert von 5,5–7,5 und eine Gesamthärte von 5–20 °dGH. Für die Zucht wird weicheres, leicht saures Wasser empfohlen.

Welche Fische passen zum Orange Buschfisch?

Geeignete Mitbewohner sind kleine, ruhige westafrikanische Arten wie Pelvicachromis, Phenacogrammus und kleine Panzerwelse. Nicht mit aggressiven oder hektischen Arten vergesellschaften.

Kann man den Orangen Buschfisch züchten?

Die Art ist ein Schaumnestbauer mit mittlerer Zuchtschwierigkeit. Das Männchen baut ein Nest und übernimmt die Brutpflege. Zucht gelingt in weichem, leicht saurem Wasser bei ca. 27 °C.

Was frisst der Orange Buschfisch?

Microctenopoma ansorgii ist ein Fleischfresser. Bevorzugt werden Mückenlarven, Artemia, Daphnien und andere kleine Wirbellose. Trockenfutter wird oft nur zögerlich angenommen.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Mittel

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  • pH-Wert: pH 6,2-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

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  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

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  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Einzelgänger, territorial

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