Moenkhausia pittieri

Deutscher Name: Brillantsalmler

Herkunft:
Venezuela
Farben:
blau, gold, grün, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Moenkhausia pittieri
Gattung: Moenkhausia
Familie: Characidae

Beschreibung

Der Brillantsalmler (Moenkhausia pittieri, nach neuerer Systematik Makunaima pittieri) wird etwa 6 cm (SL) gross und gehört zur Familie Acestrorhamphidae. Der kompakte Körper zeigt einen silbrigen Grundton, dessen Schuppen stark irisierend in Grün-, Blau- und Goldtönen schillern. Ein rötlicher Fleck in der oberen Augenhälfte ist ein typisches Artmerkmal. Männchen entwickeln verlängerte, oft sichelförmige Rücken-, After- und Bauchflossen mit violettem Schimmer. Als Jungtier wirkt der Brillantsalmler noch vergleichsweise silbrig-blass. Erst mit zunehmendem Alter und guter Ernährung entfaltet sich das volle Farbenspiel. Im Aquarium zeigt die Art lebhaftes Schwarmverhalten in der mittleren Schwimmzone. Die Tiere bewegen sich in synchronen Schwärmen und wirken sehr präsent, ohne aggressiv aufzutreten. Moenkhausia pittieri ist endemisch im Valencia-See (Lago de Valencia) und seinen Zuflüssen in Venezuela. Da der See heute stark durch Verschmutzung belastet ist, stammen die im Handel erhältlichen Tiere fast ausschliesslich aus kommerzieller Nachzucht.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Stark irisierende Schuppen in Grün-, Blau- und Goldtönen
  • Rötlicher Fleck in der oberen Augenhälfte als Artmerkmal
  • Männchen mit verlängerten, sichelförmigen Flossen und violettem Schimmer
  • Starker Laichräuber, Elterntiere fressen Eier und Jungfische
  • Endemisch im Lago de Valencia, Venezuela, fast nur Nachzuchten im Handel
  • Schwarmfisch, mindestens 8–10 Tiere empfohlen
  • Junggarnelen gefährdet, Schnecken toleriert
  • Springt bei Erschrecken – sichere Abdeckung notwendig
  • Empfindlich gegenüber Kupfer und kupferhaltigen Medikamenten – in weichem Wasser besonders toxisch

Vergesellschaftungshinweise

Moenkhausia pittieri ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden. In großen Gruppen reduziert sich das Stressniveau und das natürliche Schwarmverhalten tritt deutlich hervor. Bei zu kleinen Gruppen unter 6–8 Tieren können Dominanzverhalten und Flossenbeißen auftreten. Das Temperament ist grundsätzlich friedlich. Während der Brutzeit steigt das Imponierverhalten der Männchen mit gespreizten, verlängerten Flossen. Die Art ist ein starker Laichräuber. Schnecken werden toleriert. Adulte Garnelen sind meist sicher, Junggarnelen können gefährdet sein. Geeignete Beifische sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Zwergbuntbarsche. Auch andere ruhige Gemeinschaftsfische aus Weichwasser-Biotopen sind verträglich.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln deutlich verlängerte, oft sichelförmige Rücken-, After- und Bauchflossen mit violettem Schimmer und zeigen intensivere, glänzendere Farben. Weibchen sind kompakter und fülliger im Rumpfbereich mit kürzeren, weitgehend klaren Flossen.
Größe: ca. 6 cm (SL)

Haltungstipps / Pflege

Die empfohlenen Aquariumwerte sind: Temperatur 24–28 °C, pH 5,5–7, GH 5–12 °dGH. Als Beckengröße wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ab 112 Liter) empfohlen. Das Becken sollte dichte Pflanzenbestände mit freien Schwimmbereichen in der Mitte kombinieren. Feinfiedrige Pflanzen, Schwimmpflanzen zur Lichtdämpfung und wurzelartige Dekoration schaffen Rückzugszonen. Feiner Sand als Bodengrund, optional mit Laubschichten aus Seemandelbaum- oder Eichenblättern, bildet naturnahe Verhältnisse nach. Die Strömung sollte ruhig bis schwach fließend sein. Gedämpfte Lichtverhältnisse setzen die irisierenden Farben besonders vorteilhaft in Szene. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel und saubere Wasserqualität sind wichtig. Das Sprungrisiko ist gering, eine Abdeckung aber ratsam. Der Brillantsalmler ist einer der attraktivsten Schwarmfische für Aquarien mit weichem bis mittelhartem Wasser. Bei guter Ernährung und gedämpftem Licht entfalten große Schwärme adulter Tiere ein beachtliches irisierendes Farbspiel.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,5-7
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Moenkhausia pittieri ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zuchtschwierigkeit ist mittel. Zucht-Temperatur: 26–29 °C, Zucht-pH: 5,5–6,5, Zucht-GH: maximal 5 °dGH. Zur Zucht empfiehlt sich ein separates, abgedunkeltes Becken mit sehr weichem, leicht saurem Wasser und feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmops. Die Gelegegröße liegt bei 100–300 Eiern, die Inkubationszeit bei etwa 24–36 Stunden. Jungfische werden nach 3–4 Tagen freischwimmend. Elterntiere sind starke Laichräuber und müssen sofort nach dem Ablaichen entfernt werden. Die Geschlechtsreife wird nach ca. 6 Monaten erreicht. Zur Konditionierung eignen sich schwarze Mückenlarven, Daphnien und Artemia. Als Erstfutter dienen Infusorien, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.

Ernährung/Futterbedarf

Moenkhausia pittieri ist ein Allesfresser mit Neigung zu proteinreichem Futter. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter wird problemlos angenommen. Zur Förderung der Farbpracht und Kondition sollte regelmäßig mit Mückenlarven, Daphnien, Artemia und Cyclops ergänzt werden. Pflanzliche Bestandteile werden ebenfalls akzeptiert. Abwechslungsreiche Fütterung mit Lebend- und Frostfutter wirkt sich positiv auf Vitalität und Farbintensität aus. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Moenkhausia pittieri ist endemisch im Valencia-See (Lago de Valencia) und seinen Zuflüssen in Venezuela. Das natürliche Habitat umfasst stehende bis langsam fließende Gewässer mit dichtem Pflanzenwuchs, sandigem Bodengrund und Falllaub. Der Lago de Valencia ist heute stark durch Verschmutzung und Eutrophierung belastet. Die im Handel erhältlichen Tiere stammen fast ausschließlich aus kommerzieller Nachzucht.

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