
Salmler
Zwergziersalmler
Nannostomus marginatus
- Endgröße: bis 3,5 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 4-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Lebiasinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Dreibindenziersalmler (Nannostomus trifasciatus) wird etwa 3,5 cm (SL) groß und präsentiert sich als zierlicher, schlanker Fisch mit einem silbrig-goldenen Grundton und drei deutlich abgegrenzten, dunklen Längsstreifen entlang der Flanken. Rote Punkte und Farbtöne finden sich an Kiemendeckeln sowie auf Rücken-, Bauch-, After- und Schwanzflossen.

bis 3,5 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
4-7,5pH-Wert
1-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
In der Nacht verändert sich die Färbung deutlich und es treten breite, dunkle Schrägbinden auf den Flanken hervor. Diese Tag- und Nachtfärbung ist ein automatischer Tagesrhythmus, der unabhängig vom Sehvermögen abläuft. Die Fettflosse ist rudimentär oder fehlend. Im Aquarium zeigt Nannostomus trifasciatus typisches Schwarmverhalten in der mittleren bis oberen Wasserschicht. Männchen zeigen gelegentlich Imponierverhalten und territoriale Rangkämpfe; innerhalb einer ausreichend großen Gruppe führen diese selten zu Verletzungen. Die Art gilt als friedlich, ist jedoch etwas aggressiver als viele andere Gattungsvertreter. Populationen aus verschiedenen Herkunftsregionen können in der Färbung variieren; die Super-Red-Form zeigt besonders ausgeprägte rote Streifen.
Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 4,0–7,5 (optimal 5,0–7,0), GH 1–12 °dGH (optimal 1–5 °dGH). Die Art reagiert empfindlich auf Wasserchemie-Änderungen; stabile Parameter und regelmäßige, maßvolle Wasserwechsel sind wichtig. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 cm haben bei einem Volumen von etwa 112 Litern für eine Gruppe von 10–12 Tieren. Dezente, dunklere Gestaltung mit feinem, dunklem Sand, reichlich Totholz, feinfiedrigen Pflanzen und einer Lage Falllaub ist ideal. Schwimmpflanzen an der Oberfläche und moderate bis gedämpfte Beleuchtung fördern natürliches Verhalten. Die Filtration sollte auf niedrige bis moderate Strömung ausgelegt sein. Als Mikroprädator benötigt der Dreibindenziersalmler regelmäßig proteinreiches Futter in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt. Für Aquarianer, die natürliche Schwarzwasseroptik mit dichtem Pflanzenwuchs schätzen, ist Nannostomus trifasciatus eine gut geeignete Art. Entscheidend sind ausreichende Gruppengröße, ruhige Einrichtung und abwechslungsreiche, proteinreiche Fütterung.
Nannostomus trifasciatus ist ein geselliger Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8, besser 10–12 Tieren oder mehr gehalten werden. Innerhalb solcher Gruppen äußert sich Dominanzverhalten in kurzen Imponierdisplays der Männchen, die selten in aggressive Auseinandersetzungen münden. Das Temperament ist grundsätzlich friedlich. Während der Laichzeit können Individuen Eier und sehr kleine Jungfische fressen. Schnecken sind weitgehend unproblematisch; adulte Zwerggarnelen werden toleriert, sehr kleine Junggarnelen können als Futter angenommen werden. N. trifasciatus eignet sich gut zur Vergesellschaftung mit anderen südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen wie Apistogramma-Arten.
Nannostomus trifasciatus ist ein Mikroprädator mit Betonung auf tierischer Kost. Geeignet sind Artemia-Nauplien, Moina, Cyclops, Mückenlarven und Daphnien sowie feinste Granulate und Flockenfutter in geeigneter Partikelgröße. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt kommen dem natürlichen Fressverhalten entgegen.
Nannostomus trifasciatus ist ein Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als weniger anspruchsvoll als bei vielen Gattungsgenossen, erfordert jedoch speziell aufbereitetes weiches Wasser. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–28 °C, GH maximal 3 °dGH, leicht saures Wasser. Ein separates Zuchtbecken mit sehr weichem Wasser, gedämpfter Beleuchtung und einem Schutzgitter oder Javamoos als Laichsubstrat ist ideal. Zur Konditionierung empfiehlt sich proteinreiches Lebendfutter wie schwarze Mückenlarven und Artemia. Gelegegrößen liegen bei 30–70 Eiern. Die Inkubationszeit beträgt etwa 24–72 Stunden bei 25–26 °C. Die Larven ernähren sich zunächst von Infusorien; später können Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen angeboten werden. Elterntiere sollten nach 2–3 Tagen entfernt werden.
Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, bis 3 °dGH
Nannostomus trifasciatus stammt aus Südamerika und ist weit verbreitet in Guyana sowie im westlichen Amazonasbecken in Peru, Bolivien, Brasilien und Kolumbien. Fundgebiete umfassen den Rio Negro, Rio Branco, Rio Madeira, Rio Juruá, Rio Japurá, Rio Ucayali und Rio Napo. Die natürlichen Habitate sind überwiegend langsam fließende bis stehende Gewässer, oft Schwarzwasserbiotope, geprägt von Totholz, Falllaub und dichter Ufervegetation. Das natürliche Substrat besteht meist aus dunklem Sand, bedeckt mit Falllaub. Die Strömung ist sehr gering bis langsam. Die Gewässer sind oft huminreich und klar bis bräunlich gefärbt.
Das Geschlechtsunterscheidungsmerkmal ist nur schwach ausgeprägt. Männchen sind in der Regel etwas schlanker und zeigen intensiver gefärbte rote Flecken auf den Flossen, besonders während der Laichzeit. Weibchen erscheinen insgesamt fülliger, was insbesondere in der Laichzeit aufgrund der Fülle an Eiern deutlich wird. Die Afterflosse ist bei beiden Geschlechtern kurz und ohne spezielle Modifikationen.
Nannostomus trifasciatus benötigt weiches Wasser: Temperatur 24–28 °C, pH 4,0–7,5 und GH 1–12 °dGH. Optimal sind Werte von pH 5,0–7,0 und GH 1–5 °dGH. Stabile Parameter sind besonders wichtig.
Geeignet sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche wie Apistogramma-Arten. Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken werden toleriert.
Die Zucht ist gut dokumentiert und weniger anspruchsvoll als bei vielen Gattungsgenossen. Sehr weiches Zuchwasser (GH max. 3 °dGH), ein Laichrost oder Javamoos und proteinreiches Lebendfutter zur Konditionierung sind die Grundlagen.
Als Mikroprädator bevorzugt er proteinreiches Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Moina und Mückenlarven. Feines Trockenfutter wird ergänzend akzeptiert. Mehrere kleine Portionen über den Tag sind ideal.
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