
Buntbarsche
Zebra-Zwergbuntbarsch
Nanochromis transvestitus
- Endgröße: bis 7 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 24-27 °C
- pH-Wert: pH 4-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Blaue Kongocichlide (Nanochromis parilus) wird bis etwa 8 cm lang, wobei die Weibchen kleiner bleiben, und gehört zu den kleineren, kompakt gebauten Buntbarschen aus dem Kongo-Einzugsgebiet.

bis 8 cmEndgröße
22-25 °CTemperatur
6-7pH-Wert
1-8 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Die Art zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Männchen besitzen kleine Verlängerungen der Rücken- und Afterflossen sowie ein charakteristisches Streifenmuster in der oberen Hälfte der Schwanzflosse, wo sich dunkle und helle Streifen abwechseln. Weibchen sind oft intensiver gefärbt als Männchen und tragen einen ausgeprägten violetten Bauchfleck; ihre untere Schwanzflosse ist ungemustert und blass bis violett gefärbt. Im Aquarium zeigt Nanochromis parilus ein ruhiges, bodennahes Verhalten. Außerhalb der Brutzeit wirken die Tiere zurückhaltend und schwimmen bevorzugt in mittleren bis unteren Wasserschichten. Innerartlich können sie jedoch stark territorial werden, besonders um Höhlen und Brutplätze. Gegenüber artfremden, ähnlich großen Fischen treten sie friedlich auf, solange Revieransprüche nicht provoziert werden. Typisch ist die ausgeprägte Höhlenorientierung beim Ablaichen, das intensive Graben im Sandsubstrat und die violette Bauchfärbung der Weibchen während der Balz. Die Art kann leicht mit dem ähnlichen N. nudiceps verwechselt werden; Nanochromis parilus ist durch das Streifenmuster in der oberen Schwanzflossenhälfte zu unterscheiden.
Wasserwerte: Temperatur 22–25 °C, pH 6,0–7,0, GH 1–8 °dGH. N. parilus bevorzugt weiches bis mäßig hartes, leicht saures Wasser. Schwankungen in pH und Gesamthärte sollten vermieden werden. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 cm haben bei einem Volumen von etwa 112 Litern für ein Paar. Die Einrichtung sollte zahlreiche Höhlen und Verstecke enthalten: flache Steine, Höhlen unter größeren Steinen oder stabil verankerte Wurzelstücke. Sandsubstrat ist wichtig, da die Art häufig gräbt, um geeignete Brutplätze zu schaffen. Eine sanfte bis mäßige Strömung ist passend. Für Zuchtbecken hat sich eine schonende Filterung mittels Schwammfilter bewährt. Dichte Bepflanzung am Randbereich und Schwimmpflanzen schaffen zusätzliche Rückzugsräume. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel und stabile Wasserqualität sind wichtig. Der Blaue Kongocichlide ist eine lohnende Art für erfahrene Aquarianer, die biotopnahe Haltungsbedingungen schaffen können. Stabile Wasserverhältnisse, gut strukturierte Einrichtung mit Sandsubstrat und zahlreichen Höhlen sowie passende westafrikanische Beifische sind die Erfolgsfaktoren.
Nanochromis parilus wird in Paarhaltung gepflegt. Die Art ist innerartlich territorial und aggressiv, besonders um Bruthöhlen. Mehrere Individuen können in großen, gut strukturierten Becken koexistieren, doch in kleineren Becken ist das Risiko andauernder Revierkämpfe erhöht. Paare bilden feste Reviere, wobei das Männchen das äußere Revier verteidigt und das Weibchen die Brutpflege in der Höhle übernimmt. Außerhalb der Fortpflanzungsphase sind die Tiere meist verträglich gegenüber nicht-konkurrierenden Arten. Während der Brutpflege steigt die Aggressivität deutlich an: das Paar zeigt ausgeprägtes Droh- und Abwehrverhalten gegenüber Eindringlingen. Schnecken werden in der Regel toleriert; Zwerggarnelen und deren Jungtiere werden als Nahrung betrachtet und gefressen. Geeignete Beifische sind westafrikanische Arten: Pelvicachromis-Arten, friedliche westafrikanische Salmler wie Phenacogrammus und robuste Synodontis-Arten. Südamerikanische Bodenfische wie Corydoras passen nicht zur Bioregion. Bei Zuchtabsicht sind Panzerwelse allerdings ungünstig: Sie durchsuchen den Bodengrund ohne Rücksicht auf Reviergrenzen und stören das bewachte Gelege, was die Elterntiere dauerhaft in Alarmbereitschaft hält.
Nanochromis parilus ist ein fleischbetonter Fresser. Der Schwerpunkt sollte auf hochwertigem, proteinreichem Futter liegen. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Daphnien und Mysis bilden die beste Grundlage für kräftige Farben und Zuchtbereitschaft. Ergänzend werden hochwertige Granulate und Flocken akzeptiert. Jungfische sollten unmittelbar nach dem Freischwimmen mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien gefüttert werden.
Nanochromis parilus ist ein bi-parentaler Höhlenbrüter. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als anspruchsvoll. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–27 °C, pH 5,0–6,5, GH maximal 5 °dGH. Für die Zucht sind weicheres und saureres Wasser sowie eine leichte Temperaturerhöhung zielführend. Das Weibchen initiiert die Paarung durch intensives Ausstellen des violetten Bauches. Beide Eltern beteiligen sich an der Revierverteidigung, wobei das Männchen die äußere Verteidigung übernimmt und das Weibchen die Eier pflegt. Die Eier schlüpfen bei 25–27 °C nach etwa 2–3 Tagen; die Jungfische werden nach etwa 7 Tagen freischwimmend. Die Larven können unmittelbar nach dem Freischwimmen mit Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien gefüttert werden. Die Eltern kümmern sich intensiv um den Nachwuchs über rund einen Monat. Zur Konditionierung eignen sich schwarze Mückenlarven, Artemia und proteinreiches Frostfutter.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Nanochromis parilus stammt aus dem unteren Kongo in der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo. Häufig ist die Art in langsam fließenden Uferbereichen des Kongo bei Brazzaville und Kinshasa. Sie besiedelt Uferbereiche mit sandigem oder felsigem Bodengrund, oft mit dichter Ufervegetation und reichlich Totholz. Entgegen älteren Annahmen meiden die Fische starke Stromschnellen; sie finden sich in Zonen mit ruhiger bis mäßiger Strömung, wo sie in und um Wurzelwerke, unter Steinen und in verzweigtem Uferbewuchs Rückzugs- und Brutplätze vorfinden. Das Habitat ist geprägt von strukturierten Uferbereichen mit variierendem Substrat, das lokale Grabaktivitäten ermöglicht. Sandflächen werden aktiv genutzt, um Höhlen unter Steinen und Treibholz anzulegen.
Weibchen bleiben etwas kleiner (ca. 7 cm) und sind intensiver gefärbt als Männchen: sie zeigen einen deutlich violetten Bauchfleck und eine blasse bis violette, ungemusterte untere Schwanzflosse. Männchen werden bis 8 cm groß und weisen kleine Verlängerungen der Rücken- und Afterflossen auf; die obere Hälfte der Schwanzflosse ist mit abwechselnden dunklen und hellen Streifen gezeichnet.
Nanochromis parilus benötigt weiches, leicht saures Wasser: Temperatur 22–25 °C, pH 6,0–7,0 und GH 1–8 °dGH. Stabile Wasserwerte sind für diese Art besonders wichtig.
Geeignet sind westafrikanische Arten: Pelvicachromis-Zwergcichliden, friedliche Salmler wie Phenacogrammus und robuste Synodontis-Arten.
Die Zucht ist gut dokumentiert, aber anspruchsvoll. Sehr weiches Zuchtwasser (pH 5–6,5, GH max. 5 °dGH, 25–27 °C) und zahlreiche Höhlen auf Sandsubstrat sind nötig. Beide Eltern beteiligen sich an der Brutpflege.
Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für ein Paar. Das Becken sollte zahlreiche Höhlen, Sandsubstrat zum Graben und Sichtbarrieren für die Revierbildung enthalten.
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