
Buntbarsche
Fünfstreifen-Tanganjikaseebuntbarsch
Neolamprologus tretocephalus
- Endgröße: bis 15 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 7,5-9
- Wasserhärte: weich bis sehr hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, aggressiv
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Neolamprologus sexfasciatus ist ein kräftiger Buntbarsch aus dem Tanganjikasee und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 15 cm. Sechs dunkle, fast schwarze Vertikalstreifen auf den Flanken sind das markante Erkennungsmerkmal. Die Grundfärbung variiert je nach Herkunftspopulation: Goldgelb (Tanzanian Gold), Blau sowie Weiß/Silber sind dokumentierte Farbvarianten. Der Körperbau ist kompakt und seitlich abgeflacht.
15 cmEndgröße
8-10 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
7,5-9pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Im Aquarium zeigt Neolamprologus sexfasciatus ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Die Fische bleiben bevorzugt in Bodennähe und nutzen Höhlen und Felsspalten als Rückzugs- und Fortpflanzungsorte. Reviere werden energisch verteidigt. Die Paarbindung ist schwach und besteht hauptsächlich während der Fortpflanzung. Außerhalb der Brutzeit sind Revierkonflikte zwischen den Geschlechtern nicht ungewöhnlich, Rückzugsmöglichkeiten für das Weibchen sind daher essenziell. Die Art ernährt sich in der Natur vorwiegend piscivor. Ihre Farbvariabilität macht sie bei Sammlern beliebt.
Wassertemperatur 23-27 °C, pH-Wert 7,5-9 und Gesamthärte 8-25 °dGH. Stabile Wasserchemie ist für Riftsee-Cichliden besonders wichtig. Als Mindestbeckengröße empfehlen sich 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für ein einzelnes Paar. Bei Gesellschaftsbecken entsprechend größer. Die Einrichtung sollte die natürliche Fels- und Geröllzone nachbilden: Höhlen, Spalten und verschachtelte Felsformationen. Sandsubstrat, idealerweise Aragonit- oder Korallensand zur pH-Stabilisierung. Offene Bereiche und Sichtbarrieren reduzieren territoriale Konflikte. Moderate bis geringe Strömung. Leistungsfähige Filterung für stabile Wasserqualität. Bei guter Pflege liegt die Lebenserwartung bei ca. 8-10 Jahren.
Neolamprologus sexfasciatus wird als Paar gehalten. Stabile Paare bilden sich am sichersten aus einer aufgezogenen Jungfischgruppe. Überzählige Tiere müssen nach Paarbildung entfernt werden. Ein adultes Männchen und Weibchen einfach zusammenzusetzen endet häufig mit der Tötung des Weibchens. Das Temperament ist sehr territorial. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität deutlich, das Männchen kann extrem ruppig werden. Zwischen den Laichzyklen kann das Männchen das Weibchen stark bedrängen, Rückzugsmöglichkeiten sind daher nötig. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet. Geeignete Mitbewohner: mittelgroße Tanganjikasee-Cichliden wie Cyprichromis, Altolamprologus oder größere Julidochromis. Synodontis-Arten passen ebenfalls. Nicht geeignet: Weichwasserarten, kleine Schwarmfische oder empfindliche Bodenbewohner.
Neolamprologus sexfasciatus ist in der Natur ein Piscivor (Fischfresser). Im Aquarium wird vielseitiges Fleischfutter benötigt: hochwertiges Frostfutter wie Mysis, Krill und gehackte Garnelen, ergänzt durch Cichliden-Granulat. Lebend- und Frostfutter fördert Kondition und Paarbildung. Pflanzliches Futter ist nicht die Hauptnahrung.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit biparentaler Brutpflege. Die Zucht ist dokumentiert, gilt aber als unregelmäßig und mittelschwer. Die Paarfindung ist die größte Herausforderung: Jungfische gemeinsam aufziehen und ein Paar natürlich wählen lassen. Empfohlene Zuchtwerte: Temperatur 25-27 °C, pH 8-9, GH bis 25 °dGH. Konditionierung mit Mysis, Krill und kleinen Fischstücken. Geschlechtsreife nach ca. 12 Monaten. Weibchen legen Eier auf dem Höhlenboden ab. Larven werden nach ca. 2 Wochen freischwimmend. Erstfutter: Artemia-Nauplien und feines Staubfutter. Das Männchen kann nach der Brut intolerant gegenüber dem Weibchen werden, Rückzugsmöglichkeiten bereithalten.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 8 bis 9, bis 25 °dGH
Neolamprologus sexfasciatus ist endemisch im Tanganjikasee in Ostafrika. Die Art besiedelt felsige Küstenbereiche, wo sie Höhlen und Spalten als Rückzugs- und Brutplätze nutzt. Der Bodengrund besteht aus Sand, die Strömung ist mäßig. Verschiedene Populationen unterscheiden sich in der Farbgebung, was die Attraktivität für Aquarianer steigert.
Der Dimorphismus ist schwer zu erkennen. Männchen sind größer und massiger als Weibchen. Weibchen wirken häufig fülliger im Bauchbereich. Eine sichere Unterscheidung gelingt oft nur durch Venting (Untersuchung der Genitalpapille).
Temperatur 23-27 °C, pH 7,5-9 und GH 8-25 °dGH. Hartes, alkalisches Wasser nach Tanganjikasee-Vorbild. Stabile Chemie ist besonders wichtig.
Ja, mit mittelgroßen Tanganjikasee-Cichliden wie Cyprichromis und Altolamprologus sowie Synodontis-Arten. Aufgrund der starken Territorialität sind Höhlenangebot und Sichtbarrieren essenziell. Weichwasserarten sind nicht geeignet.
Die Zucht gilt als mittelschwer. Größte Herausforderung ist die Paarfindung: Jungfische zusammen aufziehen und natürlich paaren lassen. Die Art ist ein Höhlenbrüter. Jungfische werden nach ca. 2 Wochen freischwimmend.
In der Natur ein Piscivor. Im Aquarium vielseitiges Fleischfutter: Mysis, Krill, gehackte Garnelen und hochwertiges Cichliden-Granulat. Rein pflanzliche Kost ist nicht geeignet.
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