
Buntbarsche
Kaiserin von Zambia
Neolamprologus pulcher
- Endgröße: 10 cm
- Aquarium: ab 240 l
- Temperatur: 24-27 °C
- pH-Wert: pH 8-8,6
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Neolamprologus tretocephalus ist ein kräftiger Tanganjikasee-Cichlide und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 15 cm bei Männchen und 10-12 cm bei Weibchen. Der gedrungene, muskulöse Körperbau mit kräftigem Kopf ist typisch. Die Grundfärbung zeigt einen silbrig-blauen Ton, über den fünf breite, deutlich abgegrenzte schwarze Vertikalstreifen verlaufen.

bis 15 cmEndgröße
10-12 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
7,5-9pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Die Flossen sind transparent bis hellblau mit weißen oder leuchtend blauen Säumen. Ein charakteristisches Merkmal ist das spezialisierte Pharyngealgebiss mit kräftigen Zähnen, die das Zerquetschen harter Schneckenschalen ermöglichen. Im Aquarium zeigt Neolamprologus tretocephalus selbstsicheres, kräftiges Schwimmen in den mittleren bis unteren Wasserschichten. Reviere werden in der Nähe von Felsformationen oder Höhlen festgelegt und aggressiv verteidigt. Die Art ist anspruchsvoll und fordert erfahrene Aquarianer. Zur Unterscheidung von der Schwesterart Neolamprologus sexfasciatus: Neolamprologus tretocephalus trägt fünf, Neolamprologus sexfasciatus sechs Vertikalstreifen.
Wassertemperatur 23-27 °C, pH-Wert 7,5-9 und Gesamthärte 8-25 °dGH. Hartes, alkalisches Wasser ist Voraussetzung, stabile Chemie muss gewährleistet sein. Als Mindestbeckengröße empfehlen sich 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für ein Paar. Strukturierte Landschaft aus festen Felsaufbauten, zahlreichen Höhlen und Steinblöcken, kombiniert mit sandigem Substrat. Aragonithaltiges Substrat oder Korallensand puffert den pH. Mäßige Strömung und leistungsfähige Filterung. Bei guter Pflege liegt die Lebenserwartung bei ca. 10-12 Jahren.
Neolamprologus tretocephalus wird paarweise gehalten. Die Art bildet schwache Paarbindungen, die sich am sichersten aus Jungfischgruppen entwickeln. Das Temperament ist generell aggressiv und territorial. Revierpatrouillen und Markieren von Höhleneingängen sind typisch. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität deutlich. Das Männchen verteidigt das Revier vehement, das Weibchen reagiert extrem wehrhaft. Zusätzliche Rückzugsräume für Mitbewohner sind in dieser Phase nötig. Schnecken gehören zum natürlichen Beutespektrum und werden gefressen; für die Pflege von Zierschnecken ist die Art nicht geeignet. Junggarnelen sind gefährdet. Geeignete Mitbewohner: robuste Tanganjikasee-Cichliden ähnlicher Größe und Synodontis-Arten. Nicht geeignet: Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina, Paracheirodon, Apistogramma, Hyphessobrycon oder Nannostomus.
Neolamprologus tretocephalus ist ein spezialisierter Molluskivor. In der Natur zerquetscht er mit seinem Pharyngealgebiss Schneckenschalen und frisst daneben Insektenlarven und Krebstiere. Im Aquarium: proteinreiches Frostfutter wie Artemia, Mysis, Krill und gehackte Garnelen. Schnecken können als natürliche Nahrung dienen. Ergänzend hochwertige Cichliden-Pellets oder Granulate. Rein pflanzliche Kost ist nicht geeignet.
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter (Substratlaicher). Die Zucht ist gut dokumentiert, gilt aber als schwer. Paarbildung aus Jungfischgruppen ist die sicherste Methode. Empfohlene Zuchtwerte: Temperatur 25-27 °C, pH 8,2-9, GH bis 25 °dGH. Konditionierung mit Artemia, Mysis und Schnecken. Kein spezifischer saisonaler Auslöser, häufige Wasserwechsel und Höhlenangebot fördern die Laichbereitschaft. Gelegegrößen variieren. Nach dem Freischwimmen nehmen die Jungfische sofort Artemia-Nauplien an, eine Staubfutterphase ist nicht nötig. Beide Eltern betreiben Brutpflege, das Weibchen bebrütet in der Höhle, das Männchen verteidigt das Revier.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 8,2 bis 9, bis 25 °dGH
Neolamprologus tretocephalus ist endemisch im Tanganjikasee und kommt vorwiegend in der nördlichen Hälfte des Sees vor. Die Art besiedelt flache Gewässerbereiche in Tiefen von 1 bis 10 Metern. Typisch sind felsige Uferzonen und Übergangsbereiche, in denen verstreute Felsen über sandigem Untergrund liegen. Die mosaikartige Struktur aus Felsbändern und Sandflächen bietet Schutzräume und offene Bereiche zur Nahrungssuche. Nachweise aus Burundi liegen nicht vor (Rückmeldung Heinz Büscher).
Die Geschlechter sind äußerlich kaum zu unterscheiden, keine ausgeprägten Unterschiede in Färbung oder Flossenform. Männchen werden mit bis zu 15 cm SL etwas größer als Weibchen mit 10-12 cm. Männchen zeigen häufiger dominantes Revierverhalten, Weibchen sind intensiver in die Brutpflege eingebunden.
Temperatur 23-27 °C, pH 7,5-9 und GH 8-25 °dGH. Hartes, alkalisches Wasser ist Voraussetzung. Stabile Chemie durch regelmäßige Kontrolle.
Nur mit robusten Tanganjikasee-Cichliden ähnlicher Größe und Synodontis-Arten. Die Art ist stark territorial, Höhlenangebot und Sichtbarrieren sind nötig. Weichwasserarten nicht geeignet.
Ein spezialisierter Molluskivor mit kräftigem Pharyngealgebiss zum Zerquetschen von Schneckenschalen. Im Aquarium: Mysis, Artemia, Krill und Schnecken, ergänzt durch Cichliden-Granulat.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für ein Paar. Felsige Strukturen mit vielen Höhlen und Sandsubstrat sind essenziell.
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