Neritina juttingae

Deutscher Name: Stachelige Algenrennschnecke

Bild: Ingo Seidel
Herkunft: Ostasien, Südostasien
Farben: Braun, Creme, Schwarz
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Neritina
Gruppe: Schnecken

Beschreibung

Neritina juttingae ist eine Gastropode aus der Familie Neritidae und wird als stachelige Algenrennschnecke bezeichnet. Die Schnecke hat einen abgeflachten Kegelkörper, der im Durchschnitt etwa 2,5 cm im Durchmesser misst. Ihre Schale enthält kleine, stachelartige Unebenheiten am Rand. Die Augen und Fühler sind kurz und unscheinbar, und diese Maße können in der Natur variieren. Die Art kommt vorwiegend in flachen, langsam fließenden Gewässern tropischer Regionen vor. Dort finden sich kiesige Böden und reichlich Wasserpflanzen, die Schutz und Nahrung bieten. In solch einem Ökosystem spielt Neritina juttingae eine wichtige Rolle beim Abbau von Algen und Pflanzenresten, was zur Reinigung des Wassers beiträgt. Die Schnecke bewegt sich zügig auf einem muskulösen Fuß, was ihr eine effektive Nahrungssuche ermöglicht. Ihre harte Schale bietet einen guten Schutz vor Fressfeinden und ist ein Beispiel für eine physiologische Anpassung an den Lebensraum. Einige Quellen deuten darauf hin, dass die Art bei Belastungen leichte Farbveränderungen zeigt, eine Anpassung, die jedoch noch weiter untersucht wird. Im Aquarium wird diese Schnecke oft als natürlicher Algenfresser eingesetzt. Typische Haltungsbedingungen ähneln ihrem natürlichen Lebensraum. Ideale Bedingungen im Becken sind Wassertemperaturen von 24 bis 28 Grad Celsius und ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert. Zwar stimmen viele Angaben überein, doch bei manchen Verhaltensaspekten gibt es Unsicherheiten, die weiterer Forschung bedürfen.

Besonderheiten

Die Art, Neritina juttingae, hat eine stachelige Schale. Diese Stacheln schützen das Tier vor Fressfeinden. Sie erschweren es Räubern, an den weichen Körper zu gelangen. Zudem frisst die Schnecke Algen und hilft so, das Wasser sauber zu halten. Mehrere Studien belegen die schützende Funktion dieser Schalenstruktur. Es bestehen noch Lücken in der Forschung, was den Einfluss der Umwelt auf den Schalenbau betrifft.

Vergesellschaftungshinweise

Dieses Tier ist ein nützlicher Helfer im Aquarium, der das Algenwachstum reduziert. Es zeigt eine ruhige Natur und verursacht keine Konflikte mit anderen Bewohnern. Neritina juttingae verträgt sich gut mit kleinen, friedlichen Fischen und Wirbellosen wie Zwerggarnelen. Eine artgerechte Haltung gelingt in einer kleinen Gruppe, die Stress vorbeugt. Aggressive oder große Fische können ein Risiko darstellen und sollten nicht zugeführt werden. Eine abwechslungsreiche Becken-Struktur mit Versteckmöglichkeiten unterstützt das Wohlbefinden aller Tiere und stabilisiert das Ökosystem.
Größe: Bis zu 2,5 cm

Erscheinungsbild

Diese Schnecke besitzt eine robuste, leicht bogenförmige Schale mit groben und stachelartigen Erhebungen. Die Stacheln verteilen sich unregelmäßig und betonen die raue Textur der Hülle. Neritina juttingae erreicht im Schnitt eine Schalenlänge von 2 bis 3 cm. Die Farbgebung liegt meist in Braun- und Grüntönen mit einem dezenten Schimmerschein. Die Augen sitzen an kurzen Fühlern, die am vorderen Ende des Körpers hervortreten. Diese Merkmale unterstützen die Anpassung an algenreiche Lebensräume.

Zucht und Fortpflanzung

Die Tiere legen kleine, feste Eikapseln an glatten Oberflächen ab. Diese Eikapseln enthalten bereits die notwendigen Nährstoffe für die Embryonalentwicklung. Es ist unklar, ob sie langfristig einen freien Larvenzustand durchlaufen oder ob die Jungtiere direkt schlüpfen. Die Zucht erfordert stabile Wasserwerte und eine konstante Temperatur zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Ein neutraler pH-Wert und mittlere Wasserhärte fördern das Wachstum. Geeignete Substrate wie glatte Steine und feine Kiesel bieten den jungen Tieren eine gute Basis. Algen, Biofilm und kleine Pflanzenteile dienen als Hauptnahrungsquelle, sodass regelmäßige Futterergänzungen nötig sind. Im Gegensatz zu Krebstieren, die regelmäßig ihre Schale abwerfen, wächst der Körper unter einer stetig erweiterten Kalkhülle. Dieser Prozess erinnert eher an ein kontinuierliches Anpassen der Schale als an ein echtes Häutungsverhalten. Junge und erwachsene Tiere lassen sich deutlich in verschiedene Entwicklungsstadien einteilen. In der frühen Phase ist die Schale zart und anfällig gegenüber mechanischen Einflüssen. Mit zunehmendem Alter verhärtet sie, und das Tier erreicht langsam seine volle Größe. Im Aquarium zeigen sie ein typisches Grase- und Suchverhalten, indem sie mit ruhigen Bewegungen nach Algen und Biofilm suchen. Sie ruhen oft in engen Verstecken oder zwischen Steinen, was ihnen Sicherheit bietet. Ihre natürliche Neugier führt dazu, dass sie auch in höheren Bereichen nach Nahrung Ausschau halten. Die enge Verbindung zwischen Zuchtbedingungen, Wachstumsstadien und Verhalten unterstreicht den Bedarf an einem behutsamen, kontrollierten Lebensraum, um einen artgerechten Alltag im heimischen Aquarium zu gewährleisten.
Beckengröße:
Mindestens 60 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten, ausreichend Schwimmraum und einer moderaten Strömung.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
7,0-8,0
Temperatur:
22-28 °C
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Ernährung/Futterbedarf

Dieses Tier wird mehrmals täglich mit kleinen Portionen gefüttert. Aktuelle Daten von my-fish.org legen nahe, dass nur relativ geringe Mengen angeboten werden sollten. Frisches Gemüse wie Gurke und Zucchini ist oft geeignet. Eine Ergänzung mit Calcium fördert den Schalenbau. Im Aquarium sucht es am Boden nach verstreutem Futter.

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