Neritina sp.

Deutscher Name: O-Ring Rennschnecke

Quelle: www.wirbelloseandmore.de
Herkunft: Afrika
Farben: Braun, Gelb, Schwarz
Schwierig: Anfängerfreundlich
Gattung: Neritina
Gruppe: Schnecken

Beschreibung

Neritina sp. gehört zur Familie Neritidae in der Klasse Gastropoda. Der wissenschaftliche Name lautet oft ungenau und wird je nach Art unterschiedlich geführt. Diese Schnecke besitzt eine kleine, abgerundete Schale. Im Durchschnitt misst die Schale etwa 2,5 bis 3 cm im Durchmesser. Die Oberfläche zeigt markante Ringmuster, die der Art den gebräuchlichen Namen O-Ring Rennschnecke verleihen. Die Schale ist glatt und glänzend, was vor allem jungen Arten in Aquarien auffällt. Im natürlichen Lebensraum finden sich diese Schnecken meist in flachen, lauwarmen Gewässern. Das Wasser hat eine konstante Temperatur von etwa 23 bis 26 °C, was auch im Aquarium nachgeahmt werden sollte. Neritina sp. lebt in Gebieten mit wechselndem Strömungsmuster und bietet so eine abwechslungsreiche Umgebung. Das Vorhandensein von Algen und Pflanzen gibt der Art Nahrung und Schutz. Einige Quellen weisen darauf hin, dass diese Schnecken in Brackwasser vorkommen können, was bisher aber unklar bleibt. Die Art zeigt besondere Verhaltensaspekte. Sie kratzt Algen von Steinen und Pflanzen ab, was ihre ernährungsphysiologische Anpassung darstellt. Zudem zeigt sie ein ausgeprägtes Reaktionsverhalten, wenn sie Erschütterungen oder plötzliche Lichtwechsel wahrnimmt. Diese Verhaltensweisen verbessern ihre Chancen, Fressfeinden zu entgehen. Eine weitere bemerkenswerte Anpassung ist ihre Fähigkeit, kurzzeitig auch bei geringer Sauerstoffversorgung aktiv zu bleiben. Im Aquarium sollten Halter darauf achten, das Wasser sauber und gut durchlüftet zu halten. Pflanzen und Steine bieten Rückzug und Nahrungsquellen. Wissenschaftliche Daten sind oft lückenhaft, weshalb manche Angaben als Durchschnittswerte zu verstehen sind. Die Beobachtungen können je nach Population und Standort leicht variieren.

Besonderheiten

Die Art zeigt einen markanten O-Ring auf der Schale, der zur Unterscheidung von verwandten Gruppen dient. Das Tier ist im Abbau von Algen aktiv und unterstützt so das ökologische Gleichgewicht. Seine Fähigkeit, in variablen Wasserbedingungen zu leben, verschafft ihm einen Überlebensvorteil gegenüber einigen anderen Gattungen. Mehrere Studien bestätigen diese Eigenschaften und verweisen auf genetische Besonderheiten in der Schalenbildung. Dennoch gibt es Forschungsfragen zur genauen Funktionsweise dieser Merkmale und zur weiteren Rolle des Tieres in seinen natürlichen Lebensräumen.

Vergesellschaftungshinweise

Dieses Tier unterstützt die Reinigung des Beckens, indem es Algen abbaut. Es wirkt als natürlicher Helfer und fördert ein gesundes Beckenklima. O-Ring Rennschnecke lebt in Gruppen und bevorzugt eine artgerechte Haltung. Sie verträgt sich gut mit kleinen, friedlichen Fischen und Wirbellosen wie Garnelen. Mehrere Individuen helfen, den natürlichen Kreislauf zu stärken. In Becken mit Raubfischen kann jedoch ein erhöhtes Risiko der Prädation bestehen. Rückzugsmöglichkeiten durch Steine und Pflanzen verhindern Konflikte im Becken.
Größe: Bis zu 2,5 cm

Erscheinungsbild

Die Schale dieser Rennschnecke wirkt rund und leicht abgeflacht, typisch. Sie erreicht im Durchschnitt etwa einen Durchmesser von 20 mm. Ihre Oberfläche zeigt feine Rillen sowie einzelne stachelförmige Erhebungen am Schalenrand, meist vier an der oberen Kante. Die Farbgebung besteht aus hellbraunen und dunklen Mustern, die sich klar abheben. Zwei kurze Fühler mit dunklen Augen und ein robuster Körper unterstreichen das markante Äußere. Neritina sp. – O-Ring Rennschnecke weist damit typische Merkmale ihrer Gattung auf.

Zucht und Fortpflanzung

Die O-Ring Rennschnecke legt feste Eier auf harte Oberflächen ab. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich direkt zu kleinen Schnecken. Es gibt keine freie Larvalentwicklung. Die Art benötigt klares Wasser mit einem pH-Wert von 7 bis 8 und mäßige Härte. Temperaturen um 24 bis 28 Grad sind ideal. Als Zusatz wird empfohlen, Algen und Pflanzenreste anzubieten. Die Schnecken ernähren sich von Algen und Futterresten, die auf festen Substraten haften. Im Gegensatz zu Krebstieren zeigt diese Art kein typisches Häutungsverhalten. Krebstiere häuten sich regelmäßig, während hier das Wachstum kontinuierlich erfolgt. Junge Tiere durchlaufen mehrere Wachstumsstadien, in denen die Schale dicker wird und Farbe intensiviert. Der Nachwuchs weist von Beginn an die Merkmale der erwachsenen Schnecken auf. Dabei wird nach und nach die typische Rundung der Schale sichtbar. Im Aquarium kriechen sie aktiv auf Glas und Dekorationen. Sie suchen enge Verstecke in Rissen der Steine und am Wurzeln. Ihre Kletteraktivität fördert ein gleichmäßiges Algenwachstum auf den Oberflächen. Die Lebensweise ist eng an die Wasserqualität gekoppelt. Gute Bedingungen unterstützen die Schalenbildung und beugen Störungen vor. Forscher betonen, dass stabile Rahmenbedingungen wichtig sind, um die Fortpflanzung anzuregen. Die Kombination aus passender Temperatur, Wasserchemie und ausreichendem Futter spielt eine wesentliche Rolle in der Zucht. Diese Erkenntnisse basieren auf aktuellen Informationen von my‑fish.org und unterstützen gängige Zuchtpraktiken, wie sie auch in weiteren Fachquellen beschrieben werden.
Beckengröße:
Mindestens 50 Liter, idealerweise mit vielen Versteckmöglichkeiten.
Wasserhärte: mittelhart
PH-wert
7,0-8,5
Temperatur:
22-28 °C
Alterserwartung
1–3 Jahre

Ernährung/Futterbedarf

Diese Schnecke frisst täglich kleine Portionen an Algen und Gemüse. Es ist ratsam, ihr regelmäßig frische Nahrung anzubieten. Frisches Gemüse wie Gurken oder Karotten passt gut. Kleine Mengen Calcium-Ergänzung helfen beim Schalenbau. Die Tiere fressen gern weiche Blattteile und kratzen Algen vom Glas ab.

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