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Zierfische, Familie Danionidae

Korat-Bärbling Opsarius koratensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Korat-Bärbling (Opsarius koratensis) erreicht ca. 10-12 cm SL (bis ca. 16 cm TL) und ist ein schlanker, stromlinienförmiger Schwarmfisch der Familie Cyprinidae. Der metallisch silbrig glänzende Körper zeigt einen schwachen Längsstreifen an den Flanken und 2-9 schwach ausgeprägte vertikale Balken, die individuell variieren. Die Flossen zeigen einen leichten Irisiereffekt.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 16 cmEndgröße

  • 22-30 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 300 lAquariengröße

Beschreibung

Insgesamt wirkt das Tier eher schlicht und silbrig, typisch für freiwasserlebende Hochgeschwindigkeitsschwimmer. Synonyme: Barilius koratensis, B. nanensis, B. huahinensis. WICHTIG: Opsarius-Arten sind starke Springer. Ein eng anliegender, lückenloser Deckel ist Pflicht! Im Aquarium ist Opsarius koratensis ununterbrochen in Bewegung und zeigt ein ausgeprägtes Schwarmverhalten in mittleren und oberen Wasserschichten. Aufgrund der Schnelligkeit und des aggressiven Fressverhaltens sind ruhige, langsame oder zierliche Mitbewohner nicht geeignet.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: 22-30 °C (bevorzugt 26-30 °C), pH 6,0-8,0, GH 2-15 dGH. Mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 300 Liter). Offene Schwimmzone mit Substrat aus Kies, abgerundeten Steinen oder Geröll. Dichte Bepflanzung nur am Rand, robuste strömungstolerante Pflanzen bevorzugt. Lückenloser Deckel Pflicht! Moderate bis kräftige Strömung (Filterleistung 4-5x Beckenvolumen). Sehr sauerstoffreiches Wasser nötig; empfindlich gegenüber Wasserverschlechterungen. Wöchentliche Wasserwechsel 30-50% Pflicht. Fütterung: hochwertiges Trockenfutter mit hohem Proteinanteil, ergänzt durch Mückenlarven, Artemia, gehackte Regenwürmer, kleine Insekten. Mehrere Fütterungen täglich; Mehrpunktfütterung gegen Unterversorgung rangniedrigerer Tiere. O. koratensis ist ein anspruchsvoller Schwarmfisch für erfahrene Aquarianer mit großem, offenen Becken und kräftiger Filterung.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Opsarius koratensis ist ein ausgeprägt soziales Tier und sollte in Gruppen von mindestens 5 Tieren gehalten werden, besser 7 oder mehr. In der Gruppe bildet sich eine klare Dominanzhierarchie. Rangkämpfe unter Männchen, besonders zur Balzzeit, verlaufen meist rituell. Lebhaft und gegenüber gleichgroßen, robusten Fischen friedlich. Dominante Tiere verdrängen rangniedrigere beim Fressen; Mehrpunktfütterung ist empfohlen. Zwerggarnelen und sehr kleine Fische werden als Beute betrachtet. Schnecken werden toleriert. Geeignete Partner: gleichgroße, robuste, aktive Schwarmfische aus Südostasien mit ähnlichem Bewegungsdrang, z.B. größere Devario- und Rasbora-Arten, Dawkinsia-Arten. Scheue oder langsame Arten sind ungeeignet.

Ernährung

Insektivore/Oberflächenfresser. In der Natur: anfliegende Insekten, Insektenlarven, kleine Wirbellose. Im Aquarium: hochwertiges Trockenfutter mit hohem Proteinanteil, ergänzt durch Mückenlarven, Artemia, gehackte Regenwürmer, kleine Insekten. Mehrere Fütterungen täglich aufgrund des hohen Aktivitätsniveaus.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Schwierigkeit: nicht dokumentiert. Aquariumsnachzucht ist in der Fachliteratur nicht belegt. In der Natur vermutlich Freilaicher über kiesigem Grund ohne Elternschutz. Saisonale Auslöser (Monsun, Temperatursenkung, Lebendfutterkonditionierung) sind aus der Natur bekannt, aber für die Aquarienzucht nicht systematisch dokumentiert.

Natürlicher Lebensraum

Opsarius koratensis stammt aus dem mittleren und unteren Mekong-Einzugsgebiet: Thailand, Laos, Kambodscha sowie eine Fundmeldung aus Yunnan (Südchina). Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Khorat-Plateau (Nordostthailand, Mun- und Chi-Fluss-System). Typuslokalität ist der Mun-Fluss bei Ta-Chang. Sauerstoffreiche Fließgewässer mit schneller Strömung, kiesigem bis steinigem Substrat. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden etwas größer und wirken zur Laichzeit deutlich fülliger. Männchen können eine etwas intensivere Färbung zeigen und haben eine schlankere Silhouette. Genaue Längenangaben nach Geschlecht liegen nicht vor.

Gut zu wissen

  • Starker Springer: eng anliegender, lückenloser Deckel ist Pflicht!
  • Extrem schnelle, ausdauernde Schwimmer mit großem Schwimmraumbedarf
  • Bildet soziale Hierarchien mit klarer Rangordnung
  • Dominante Tiere verdrängen rangniedrigere beim Fressen
  • Benannt nach dem Korat-Distrikt (Nakhon Ratchasima) in Nordostthailand
  • Junggarnelen und sehr kleine Wirbellose gefährdet
  • Wöchentliche Wasserwechsel 30-50% Pflicht

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Korat-Bärbling?

Empfohlen werden 22-30 °C (bevorzugt 26-30 °C), pH 6,0-8,0 und GH 2-15 dGH. Die Art benötigt sehr sauerstoffreiches Wasser und reagiert empfindlich auf Wasserverschlechterungen.

Kann man den Korat-Bärbling vergesellschaften?

Ja, mit gleichgroßen, robusten, aktiven Schwarmfischen aus Südostasien. Scheue oder langsame Arten sind ungeeignet. Junggarnelen und sehr kleine Fische werden als Beute betrachtet. Lückenloser Deckel ist Pflicht (starker Springer).

Kann man den Korat-Bärbling im Aquarium züchten?

Bisher nicht dokumentiert. In der Natur vermutlich Freilaicher über kiesigem Grund. Zuchtversuche gelten als sehr anspruchsvoll.

Wie groß muss das Aquarium für den Korat-Bärbling sein?

Mindestens 150 cm Kantenlänge und 300 Liter für einen Schwarm von mindestens 5 Tieren. Kräftige Strömung und ein lückenloser Deckel sind Pflicht.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Aquarium: ab 450 l
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