
Zahnkarpfen
Neon-Reisfisch
Oryzias woworae
- Endgröße: bis 4 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Adrianichthyidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Indische Reisfisch (Oryzias melastigma) ist ein zierlicher Vertreter der Reisfische mit einer Gesamtlänge von etwa 3,5 cm (SL), maximal bis 4 cm (TL). Die Silhouette ist typisch für Oryzias-Arten: kleiner Kopf, leicht oberständiges Maul und feine Flossen. Die Grundfarbe reicht von silbrig-grau bis leicht transparent und kann je nach Lichteinfall einen bläulichen Schimmer zeigen.

bis 4 cmEndgröße
2 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
6,5-8,5pH-Wert
5-25 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Bei adulten Männchen sind dunklere Ränder an den unpaaren Flossen und ein stärkerer Glanz sichtbar. Im Aquarium zeigt Oryzias melastigma ein sehr aktives Schwarmverhalten und hält sich vorwiegend in der oberen und mittleren Beckenzone auf. Die Tiere bewegen sich neugierig durch Pflanzenbestände und bringen durch ihre Aktivität Bewegung in Gemeinschaftsbecken. Eine Besonderheit ist die Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umweltbedingungen: Die Art toleriert ein weites Salinitätsspektrum von Süßwasser bis annähernd Vollmeerwasser (0–35 ppt).
Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 6,5–8,5, GH 5–25 °dGH. Das Becken sollte mindestens 60 cm Kantenlänge besitzen (ca. 54–60 Liter). Da Oryzias melastigma in Küstengebieten und Ästuaren heimisch ist, toleriert die Art auch härteres, leicht alkalisches Wasser gut. Hartes Wasser bis etwa 25 dGH ist kein Problem. Die Art kann auch in leicht brackigem Wasser (bis ca. 5 ppt) dauerhaft gehalten werden. Zur Einrichtung eignen sich feine Substrate wie Sand oder feiner Kies. Dichte Randvegetation mit Schwimmpflanzen und feinfiedrigen Wasserpflanzen schafft Verstecke und Laichmöglichkeiten. Mangrovenwurzeln simulieren natürliche Küstenbereiche. Die Strömung sollte ruhig bis moderat sein. Kurzfristige Temperatursenkungen auf etwa 18–20 °C können als natürlicher Impuls die Laichbereitschaft fördern. Solche saisonalen Simulationen sollten langsam und kontrolliert erfolgen. Der Indische Reisfisch ist robust und tolerant gegenüber einem breiten Wertespektrum, was ihn zu einem dankbaren Pflegling für Einsteiger und erfahrene Aquarianer macht.
Oryzias melastigma ist ein typischer Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 Tieren gehalten werden. Im normalen Alltagsverhalten sind die Fische friedlich, verspielt und nicht aggressiv gegenüber ähnlich großen Beifischen. Während der Fortpflanzungszeit können Männchen leichte Territorialstreitigkeiten ausfechten, ohne ernsthafte Verletzungen zu verursachen. Schnecken werden nicht als Nahrung angesehen und können im Becken verbleiben. Adulte Garnelen und größere Arten wie Amano-Garnelen werden toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gefressen werden. Geeignete Beifische sind andere süd- und südostasiatische Kleinarten wie Microdevario, kleinere Trigonostigma, Pseudomugil oder ruhige Danio-Arten. Große, aggressive Cichliden sind ungeeignet.
Oryzias melastigma ist Allesfresser mit starkem Anteil an tierischer Mikrobeute (larvivor). Im Aquarium bildet hochwertiges Trockenfutter (feine Flocken, Granulatfutter) die Basis, ergänzt durch regelmäßige Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Cyclops und Mikrowürmer. Lebendfutter wird besonders zur Aufzucht der Jungfische benötigt.
Die Nachzucht von Oryzias melastigma ist gut dokumentiert und gilt als machbar. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25–28 °C, pH 7–8, GH max. 15 °dGH. Weibchen tragen die Eier nach der Befruchtung kurz am Körper, bevor sie diese an feinen Pflanzenblättern oder Fasern anheften. Gelegegrößen variieren stark (5–76 Eier pro Tag in Studien). Die Inkubationszeit beträgt etwa 11 Tage bei 25 °C bzw. 7–8 Tage bei 28 °C. Zur Konditionierung empfiehlt sich reichliche Fütterung mit Artemia, Mückenlarven und Enchyträen. Erstfutter für Larven: Infusorien und feines Staubfutter, später Pantoffeltierchen und Artemia-Nauplien. Die Geschlechtsreife wird unter optimalen Bedingungen nach etwa 2–3 Monaten erreicht.
Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, pH 7 bis 8, bis 15 °dGH
Oryzias melastigma kommt in Südasien vor: Bangladesch, Indien und Sri Lanka. Meldungen aus Myanmar beruhen nach Roberts (1998) auf Verwechslungen mit der größeren Art Oryzias dancena. Die Art lebt hauptsächlich in Küstengebieten, Ästuaren und Mangrovenlandschaften. Das natürliche Habitat sind flache, oft stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichter Randvegetation und schlammigem oder sandigem Substrat. Diese Zonen sind durch wechselnde Umweltbedingungen geprägt, darunter saisonale Salzgehaltsveränderungen. Die Art hält sich gerne in Flachwasserzonen am Rand von Seen, Sümpfen und Mündungsbereichen auf.
Männchen besitzen eine deutlich verlängerte und größere Afterflosse sowie eine stärker ausgeprägte Rückenflosse. Weibchen sind typischerweise fülliger in der Bauchpartie, was während der Laichzeit besonders sichtbar wird. Beide Geschlechter erreichen vergleichbare Körperlängen von maximal ca. 4 cm (TL).
Oryzias melastigma benötigt eine Temperatur von 23–27 °C, pH 6,5–8,5 und GH 5–25 °dGH. Die Art toleriert auch härteres, leicht alkalisches Wasser und kann in leicht brackigem Wasser gehalten werden.
Oryzias melastigma ist friedlich und verträgt sich gut mit anderen süd- und südostasiatischen Kleinarten wie Microdevario, Trigonostigma oder ruhigen Danio-Arten. Große, aggressive Cichliden sind ungeeignet.
Die Zucht ist gut dokumentiert. Bei 25–28 °C und pH 7–8 tragen Weibchen die Eier kurz am Körper und heften sie an Pflanzen. Die Inkubation dauert 7–11 Tage je nach Temperatur. Erstfutter: Infusorien und feines Staubfutter.
Oryzias melastigma ist Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Mikrobeute. Feines Trockenfutter bildet die Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Cyclops und Mikrowürmer als Lebend- oder Frostfutter.
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