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Zierfische, Familie Eleotridae

Papua-Grundel Oxyeleotris nullipora

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Papua-Grundel (Oxyeleotris nullipora) wird etwa 4 cm groß und gehört zu den kleineren Vertretern der Schläfergrundeln (Eleotridae). Ihr gedrungener, flachrückiger Körper mit dem breiten Kopf verrät sofort die bodenorientierte Lebensweise. Die Grundfärbung reicht von dunklem Braun am Rücken über chevronartige Zeichnungen an den Flanken bis zu einem weißlichen Bauchbereich.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Friedlich
  • bis 5 cmEndgröße

  • 5 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 4-12 °dGHGesamthärte

  • ab 54 lAquariengröße

Beschreibung

Typisch sind die winkeligen, dunkelbraunen Markierungen an den Seiten, zwei vertikale Flecken an der Schwanzflossenbasis und drei dunkle Streifen, die vom Auge nach hinten ausstrahlen. Die Flossen tragen feine braune Punkte, die auf der Rückenflosse Streifen und auf der Schwanzflosse wellige Querbänder bilden. Im Aquarium zeigt Oxyeleotris nullipora ein zurückhaltendes, scheues Verhalten. Die Tiere bleiben bevorzugt in Bodennähe, nutzen Spalten, Unterstände und Blattwerk als Verstecke und lassen sich oft nur kurz bei der Nahrungssuche beobachten. Bei Störungen ziehen sie sich schnell in Höhlen oder unter Wurzelwerk zurück. Trotz dieser Scheu beobachten sie neugierig das Geschehen am Beckenrand. Der Name „nullipora“ verweist auf die fehlenden Poren im Seitenliniensystem, ein markantes taxonomisches Merkmal innerhalb der Gattung. Bei der Fortpflanzung handelt es sich um Höhlen- bzw. Deckenlaicher mit männlicher Brutpflege.

Haltung und Pflege

Oxyeleotris nullipora benötigt ein Becken ab 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter) mit Temperaturen von 24–28 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,5 und einer Gesamthärte von 4–12 °dGH. Ein längliches Becken mit breitflächigem Boden ist für das Revierverhalten günstiger als hohe, schmale Becken. Als Substrat eignet sich feiner Sand, kombiniert mit einer Schicht Falllaub und Totholz. Zahlreiche Höhlen, überhängende Steine und dichte Pflanzengruppen sind wichtig, da die Art enge Verstecke bevorzugt und sich bei dauerhafter Offenheit gestresst zeigt. Die Strömung sollte schwach bis minimal sein, da die Tiere ruhige, stehende bis langsam fließende Uferbereiche bevorzugen. Das Ausbruchrisiko ist gering, dennoch empfiehlt sich eine Abdeckung. Lebend- und Frostfutter nehmen die Tiere bevorzugt an, Trockenfutter wird erst nach Gewöhnung akzeptiert. Oxyeleotris nullipora ist im Handel selten erhältlich und für erfahrene Aquarianer geeignet, die ein naturnah eingerichtetes Bodenaquarium mit zahlreichen Verstecken und ruhiger Vergesellschaftung anlegen möchten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Oxyeleotris nullipora kann als Einzeltier oder in kleinen Gruppen gehalten werden. In der Praxis zeigen mehrere Individuen in einem ausreichend strukturierten Becken oft entspannteres Verhalten als ein Einzeltier. Die Grundel kommt am besten mit ruhigen Gesellschaftsfischen zurecht, die nicht permanent am Boden nach Nahrung stochern. Das Temperament ist insgesamt friedlich und zurückhaltend. Tagsüber sind die Tiere scheu und meiden offene Bereiche zugunsten dichter Verstecke. In der Laichzeit zeigen Männchen ein deutlich territorialeres Verhalten und verteidigen die Bruthöhle aktiv gegen Eindringlinge. Für eine artgerechte Vergesellschaftung eignen sich ruhige, kleine bis mittelgroße Fische aus Australien und Ozeanien, etwa Regenbogenfische (Melanotaeniidae) oder Pseudomugil-Arten. Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen sind besser geschützt, Schnecken werden meist toleriert.

Ernährung

Oxyeleotris nullipora ist ein karnivorer Kleinräuber, der sich in der Natur von kleinen Krebstieren, Wasserinsekten und Larven ernährt. Im Aquarium eignen sich Artemia, Daphnien, Mückenlarven und Mikrowürmer als Hauptfutter. Kleines sinkendes Granulat kann nach Eingewöhnung akzeptiert werden. Kleine, häufige Fütterungen fördern das natürliche Suchverhalten.

Zucht

Oxyeleotris nullipora ist ein Höhlen- bzw. Deckenlaicher. Weibchen legen etwa 30 haftende Eier mit ca. 2 mm Durchmesser an die Decke überhängender Steine oder in Spalten. Das Männchen übernimmt die Brutpflege und verteidigt das Gelege. Die Inkubationszeit beträgt etwa 8 Tage. Empfohlene Zuchtwerte: 25–27 °C, pH 6,5–7,5, GH max. 8 °dGH. Zur Konditionierung eignen sich reichliche Fütterungen mit Artemia, Tubifex und Mückenlarven sowie die Bereitstellung enger Höhlen und Überhänge. Beim Schlupf sind die Larven sehr klein und benötigen zunächst Infusorien, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Die Zucht ist mittelschwer bis schwer einzustufen. Die verfügbaren Zuchtdetails stammen überwiegend aus Wildbeobachtungen, reproduzierbare Aquariennachzuchten sind selten.

Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 6,5 bis 7,5, bis 8 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Oxyeleotris nullipora kommt in Australien (Arnhem Land, Northern Territory sowie westliche Flüsse des Cape York, Queensland) und im südlichen Neuguinea (Fly River bis Timika) vor. Die Art besiedelt flache Uferzonen mit dichter Vegetation, weichem Schlammboden sowie Laub- und Totholzschichten. Typische Habitate sind Altwässer, kleine Bachläufe, Sümpfe und Seerosenteiche. In der Natur werden saure Wasserbedingungen bevorzugt. In der Trockenzeit ziehen sich Populationen in verbleibende Tümpel zurück, während der Regenzeit dringen die Tiere in überschwemmte Bereiche vor.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind zur Laichzeit intensiver gefärbt und entwickeln eine etwas fülligere Kopfpartie. Weibchen unterscheiden sich durch eine rundere Bauchpartie, besonders kurz vor dem Ablaichen. Konkrete Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht detailliert dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Bodenorientierter Lebensstil mit starker Nutzung von Höhlen, Blattwerk und Totholz
  • Höhlen- und Deckenlaicher mit männlicher Brutpflege
  • Scheues, kryptisches Verhalten und gut getarnte Färbung
  • Name „nullipora“ = fehlende Seitenlinien-Poren (taxonomisches Erkennungsmerkmal)
  • Junggarnelen können als Futter betrachtet werden, Schnecken sind meist sicher
  • In der Natur saisonale Verlagerungen zwischen Trocken- und Regenzeit

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Papua-Grundel?

Oxyeleotris nullipora benötigt Temperaturen von 24–28 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,5 und eine Gesamthärte von 4–12 °dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mittelhartes, leicht saures Wasser.

Kann man den Papua-Grundel vergesellschaften?

Ja, mit ruhigen, kleinen bis mittelgroßen Fischen aus Australien und Ozeanien wie Regenbogenfischen oder Pseudomugil-Arten. Afrikanische Buntbarsche sind ungeeignet. Junggarnelen können gefressen werden, Schnecken werden toleriert.

Lässt sich die Papua-Grundel im Aquarium züchten?

Oxyeleotris nullipora ist ein Höhlenlaicher mit männlicher Brutpflege. Die Zucht ist mittelschwer bis schwer. Etwa 30 Eier werden an die Decke von Höhlen geklebt und nach ca. 8 Tagen schlüpfen die Larven.

Was frisst der Papua-Grundel?

Die Art ist karnivor und bevorzugt Lebendfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven. Sinkendes Granulat wird nach Eingewöhnung ebenfalls angenommen. Kleine, häufige Fütterungen sind ideal.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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  • Schwierigkeit: Schwierig

Paarweise halten, territorial

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