
Harnischwelse
Ringelsocken-Harnischwels
Panaqolus albivermis (L 204)
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Gattung Panaqolus umfasst zahlreiche unbeschriebene Arten, die im Handel unter verschiedenen L-Nummern geführt werden (u. a. L2, L169, L206, L306, L374, L397, L403). Der Name Tigerharnischwels bezieht sich auf mehrere Arten mit ähnlichem Streifenmuster, die sich in Herkunft und Details unterscheiden.

bis 15 cmEndgröße
8-12 JahreLebenserwartung
24-29 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
2-15 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Gemeinsam ist allen ein gedrungener, gepanzerter Körper mit kräftigem Saugmaul und löffelförmigen Zähnen, die zum Abraspeln von Holz spezialisiert sind. Die kontrastreichen Streifen in Orange bis Rötlich-Braun auf schwarzem Grund sowie das dichte Linienmuster am Kopf sind gattungstypisch, variieren jedoch artspezifisch. Im Aquarium überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
Der Tigerharnischwels benötigt ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 24-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-15 °dGH. Das Becken muss reichlich weiches Wurzelholz enthalten (Moorkienholz, verschiedene Holzarten), da dies die Hauptnahrungsquelle ist. Sand oder feiner Kies als Bodengrund, scharfkantige Substrate vermeiden (ungepanzerter Bauch). Zahlreiche Höhlen aus Ton oder Schiefer sind essenziell. Leistungsfähige Filterung ist wegen der überdurchschnittlich hohen Ausscheidungsmenge durch die Holzernährung besonders wichtig. Moderate bis mäßig starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.
Der Tigerharnischwels ist friedlich, innerartlich territorial und dämmerungs- bis nachtaktiv. Haltung paarweise oder in kleinen Gruppen mit ausreichend Höhlen. Pro Tier sollte mindestens eine eigene Höhle vorhanden sein, da Männchen Reviere von etwa 30 x 30 cm beanspruchen. Geeignete Mitbewohner sind ruhige Schwarmfische wie Salmler, Beilbauchfische und Ziersalmler sowie Zwerggarnelen (Neocaridina, Caridina) und Schnecken. Andere friedliche Bodenfische sind möglich, sofern ausreichend Höhlen und Strukturen vorhanden sind. Krebse und größere Krabben sind ungeeignet (Konkurrenz um Verstecke, Verletzungsgefahr). Große oder räuberische Fische sind ebenfalls ungeeignet.
Panaqolus sind spezialisierte Holzfresser (xylivor). Weiches Wurzelholz (z. B. Moorkienholz) muss dauerhaft im Becken verfügbar sein, idealerweise mehrere Stücke verschiedener Holzarten. Darmbakterien helfen beim Aufschluss der Zellulose. Ergänzend eignen sich Gemüse wie Zucchini, Gurke, Süßkartoffel und Kartoffel sowie Algen- und Spirulina-Tabs. Fleischhaltige Nahrung (Frostfutter, proteinreiche Tabs) muss strikt vermieden werden: Sie führt bei dieser Gattung zu lebensbedrohlichen Fettablagerungen in den inneren Organen.
Der Tigerharnischwels ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht gelingt regelmäßig in Aquarien und gilt als mittel schwierig. Die Zucht erfolgt in engen Höhlen (Tonröhren, Schieferhöhlen), wobei das Männchen als Brutpfleger das Gelege bis zum Freischwimmen der Jungfische bewacht. Gelegegröße: 20-50 Eier je nach Art und Weibchengröße. Schlupf nach 7-10 Tagen bei erhöhter Temperatur. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH unter 5 °dGH, 28-30 °C. Auslöser: Simulation der Regenzeit durch große, kühlere Wasserwechsel (Temperatursturz um 2-3 °C), Erhöhung der Strömung und Sauerstoffzufuhr. Jungfische fressen weiches Holz und Kartoffelstücke.
Zuchtwasser: 28 bis 30 °C, pH 5,5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Die Gattung Panaqolus ist über weite Teile des nördlichen Südamerika verbreitet, vom Amazonas-Becken über den Orinoco bis zu Zuflüssen in Brasilien, Peru, Kolumbien und Venezuela. Die verschiedenen L-Nummern stammen aus unterschiedlichen Flusssystemen: L2 aus dem Rio Tocantins, L169 aus dem Rio Negro, L206 aus dem Rio Ucayali (Peru), L397 aus dem Rio Curua-Una bei Alenquer. In der Natur bewohnen Panaqolus ufernahe Zonen mit viel Totholz, versunkenen Baumstämmen und dichtem Wurzelwerk, meist über sandigem oder feinkiesigem Substrat bei mäßiger bis zügiger Strömung.
Männchen entwickeln einen breiteren Kopf und ausgeprägte Odontoden (zahnförmige Auswüchse) an Interoperculare, Brustflossenstacheln und hinterer Körperpartie. Während der Laichzeit sind diese besonders verlängert. Weibchen sind fülliger im Bauchbereich und besitzen eine große, rundliche Genitalpapille, während die Papille der Männchen spitz und klein ist.
Panaqolus sp. Erreicht bis 12 cm, je nach L-Nummer 8-15 cm. Die Art benötigt ein Becken ab 100 cm Kantenlänge und 160 Liter.
Temperatur 24-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-15 °dGH. Weiches Wurzelholz muss permanent im Becken vorhanden sein.
Spezialisierter Holzfresser (xylivor): Weiches Wurzelholz als Hauptnahrung, ergänzt durch Gemüse, Algen- und Spirulina-Tabs. Fleischhaltige Nahrung ist schädlich und muss vermieden werden.
Ja, Höhlenbrüter. Männchen bewacht 20-50 Eier in enger Höhle. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH unter 5 °dGH, 28-30 °C. Regenzeit-Simulation als Auslöser.
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