
Harnischwelse
Grüner Panaque (L 191)
Panaque sp.
- Endgröße: bis 43 cm
- Aquarium: ab 1080 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Royal Plecostomus (Panaque nigrolineatus nigrolineatus, L190) gehört zu den größten Harnischwelsen im Handel: Er erreicht etwa 50 cm Gesamtlänge (TL), wissenschaftlich belegt sind 43 cm Standardlänge (SL, ohne Schwanzflosse). Der kräftig gepanzerte Körper ist hellgrau bis olivbraun mit dunkelbraunen bis schwarzen, welligen Längslinien, auf die sich der Name nigrolineatus (schwarz gestreift) bezieht.

50 cm TLEndgröße
23-29 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 1500 lAquariengröße
Auffällig sind die leuchtend roten Augen. Mit großen, löffelförmigen Zähnen, einem Merkmal der Gattung, raspelt die Art Holz, das deshalb dauerhaft im Becken sein muss. Verdaut wird das Holz allerdings kaum: Untersuchungen an nah verwandten Panaque zeigen, dass es den Darm rasch passiert und vor allem Aufwuchs, Kleinstlebewesen und leicht verdauliche Bestandteile verwertet werden, die Fasern wirken als Ballaststoff. Durch diese nährstoffarme Kost produziert die Art sehr viel Kot und braucht eine leistungsstarke Filterung. Tagsüber hält sie sich meist versteckt, nachts geht sie auf Futtersuche. Erwachsene Tiere werden untereinander oft ruppig. L190 stammt aus dem Orinoco-System in Kolumbien und Venezuela, die Handelstiere vor allem aus dem Rio Meta und dem unteren Rio Guaviare. Seit 2020 gilt L190 als Nominatform (zuerst beschriebene Unterart), die Form L330 aus dem oberen Rio Guaviare als zweite Unterart Panaque nigrolineatus laurafabianae.
Wasserwerte: 23 bis 29 °C, pH 6,0 bis 7,5, Gesamthärte 5 bis 15 °dGH. Bewährt haben sich Temperaturen von 26 bis 28 °C, an die übrigen Wasserwerte stellt die Art keine hohen Ansprüche, normales Leitungswasser ist geeignet. Für ein Einzeltier empfehlen wir ein Becken ab 250 x 70 x 60 cm, rund 1.000 Liter (Anfertigung). Mehrere Tiere brauchen ab 300 x 80 x 65 cm, rund 1.500 Liter (Anfertigung), und für jedes Tier eigene Höhlen und Holzplätze. Viel weiches Holz wie Moorkienholz ist Pflicht, dazu große Höhlen aus Steinplatten und Wurzeln, als Bodengrund feiner Sand oder sehr feiner Kies. Wegen der großen Kotmenge braucht das Becken eine leistungsstarke Außenfilterung, die das Wasser etwa sechsmal pro Stunde umwälzt und für gute Strömung sorgt, dazu regelmäßige, großzügige Wasserwechsel. Das Holz wird nach und nach abgeraspelt und muss von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Da die Art tagsüber versteckt lebt und nachts aktiv wird, genügt eine gedämpfte Beleuchtung. Kupferhaltige Medikamente sollten gemieden oder nur mit äußerster Vorsicht dosiert werden. Eine Abdeckung ist empfehlenswert. Die Art ist nur für erfahrene Aquarianer mit sehr großen Becken geeignet.
Bodenbewohner, tagsüber meist versteckt, nachts aktiv. Erwachsene Tiere werden untereinander ruppig, deshalb wird die Art meist einzeln gehalten. Mehrere Tiere lassen sich nur in sehr großen Becken mit genügend Höhlen und Holzstücken pflegen, werden diese knapp, nimmt der Revierstreit deutlich zu. Gegenüber freischwimmenden Fischen ist die Art meist friedlich, kleinere Bodenbewohner können dagegen bei Revierstreit bedrängt werden. Als Mitbewohner eignen sich robuste, nicht zu kleine südamerikanische Fische der mittleren und oberen Wasserschichten. Große Schnecken werden toleriert, für Zwerggarnelen ist der Wels zu groß.
Holzraspler mit pflanzlicher Kost. Die Art raspelt zwar Holz, ernährt sich aber wie ein Detritusfresser (Detritivore, Verwerter von zerfallendem organischem Material samt Aufwuchs). Weiches Holz wie Moorkienholz muss dauerhaft verfügbar sein. Verwertet werden dabei nach Untersuchungen an nah verwandten Panaque vor allem Aufwuchs, Kleinstlebewesen und leicht verdauliche Bestandteile, die Holzfasern passieren den Darm rasch und weitgehend unverdaut und wirken als Ballaststoff. Daneben gibt man hauptsächlich Gemüse wie Zucchini, Gurke, Kürbis, Kartoffel, Süßkartoffel und Karotte sowie sinkende Futtertabletten. Frost- und Trockenfutter nehmen die Tiere zwar gern, für die an extrem nährstoffarme Kost angepassten Fische mit ihrem langen Darm ist es aber nur als gelegentliche Ergänzung geeignet.
Panaque nigrolineatus ist vermutlich wie andere Harnischwelse ein Höhlenbrüter. Nachzuchtberichte aus dem Aquarium liegen uns nicht vor, die Tiere im Handel sind Importe, vor allem aus Kolumbien. Angesichts der Endgröße und der Platzansprüche ist eine gezielte Nachzucht im Heimaquarium nicht realistisch. Gesicherte Angaben zu Laichverhalten, Brutpflege und Zuchtwasserwerten fehlen.
Die Nominatform L190 lebt im Orinoco-System in Kolumbien und Venezuela. Die Handelstiere stammen vor allem aus dem Rio Meta und dem unteren Einzugsgebiet des Rio Guaviare, beides Zuflüsse des Orinoco. Ältere Verbreitungsangaben, die auch Zuflüsse des Amazonas nennen, beziehen sich auf den früher weiter gefassten Artbegriff: Die gestreiften Panaque aus dem Amazonasgebiet werden heute eigenen Formen mit eigenen L-Nummern zugeordnet, etwa L27 aus dem Rio Tocantins oder L191 aus dem Rio Caquetá. Zu Strömung und Untergrund an den Fundorten liegen keine gesicherten Angaben vor.
Gesicherte Angaben zu Geschlechtsunterschieden liegen für L190 nicht vor. Häufig genannt werden längere Odontoden (Hautzähnchen) hinter den Kiemendeckeln und auf den Brustflossenstrahlen bei geschlechtsreifen Männchen, wie sie bei vielen Harnischwelsen vorkommen, belegt ist das für diese Art nicht.
Etwa 50 cm Gesamtlänge (TL). Ohne Schwanzflosse gemessen (Standardlänge, SL) sind 43 cm belegt.
Für ein Einzeltier empfehlen wir ab 250 x 70 x 60 cm, rund 1.000 Liter, für mehrere Tiere ab 300 x 80 x 65 cm, rund 1.500 Liter. Beide Größen sind Anfertigungen. Endgröße, Kotmenge und Revierverhalten sprechen für viel Grundfläche.
23 bis 29 °C, bewährt sind 26 bis 28 °C, dazu pH 6,0 bis 7,5 und 5 bis 15 °dGH. Wichtiger als die genauen Werte sind sauberes, sauerstoffreiches Wasser und eine sehr leistungsstarke Filterung.
Er raspelt weiches Holz, das dauerhaft im Becken sein muss, verdaut es aber kaum: Die Fasern wirken als Ballaststoff, verwertet werden Aufwuchs und leicht verdauliche Bestandteile. Dazu gibt man vor allem Gemüse wie Zucchini, Gurke, Kürbis oder Kartoffel, Frost- und Trockenfutter nur gelegentlich.
Mit robusten, nicht zu kleinen südamerikanischen Fischen der mittleren und oberen Wasserschichten. Erwachsene Tiere sind untereinander oft ruppig, kleinere Bodenbewohner können bedrängt werden, Zwerggarnelen sind ungeeignet.
Nein. Endgröße, Holzbedarf, große Kotmengen und ein Becken als Anfertigung machen die Art zu einem Pflegling für erfahrene Aquarianer.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















