Aus Freude an der Aquaristik Wissen, Inspiration und Community

my-fish

Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.

Zur Fishothek

Zierfische, Familie Pangasiidae

Haiwels

Pangasianodon hypophthalmus

Pangasianodon hypophthalmus, allgemein Haiwels genannt, gehört zur Familie der Pangasiidae. Der Haiwels ist ein Süßwasserfisch mit einem langgestreckten, leicht abgeflachten Körper. Ausgewachsen erreicht er häufig 70 bis 100 cm, große Exemplare über einen Meter, und ein entsprechend hohes Gewicht. Der Haiwels zeigt eine graue bis bläuliche Färbung mit etwas hellerem Bauch.

  • Schwierigkeit: Spezialistenniveau
  • Schwarm
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Haiwels (Pangasianodon hypophthalmus)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • bis 100 cmEndgröße

  • 20 JahreLebenserwartung

  • 26-28 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 2-30 dGHGesamthärte

  • ab 10000 lBeckengröße

Beschreibung

Er lebt in warmen Flüssen und Überschwemmungsgebieten Südostasiens, wo das Wasser meist bei 26 bis 28 °C liegt. In seinem natürlichen Habitat gilt der Fisch als Allesfresser, der kleine Tiere und Pflanzen frisst und dabei auf Strömungen gut angepasst ist. Er besitzt die Fähigkeit, in sauerstoffarmen Gewässern kurzfristig Luft zu atmen. Zudem unternimmt er saisonale Wanderungen zur Laichplatzsuche. Im Aquarium benötigt der Haiwels sehr große Becken mit ähnlich warmen und leicht strömungsarmen Bedingungen, stabile Wasserwerte und ausreichend Versteckmöglichkeiten.

Haltung und Pflege

Für die artgerechte Haltung des Pangasianodon hypophthalmus – Haiwels ist ein großzügig bemessenes Aquarium mit ausreichend Schwimmraum und gut durchdachter Einrichtung essenziell, wobei große Versteckmöglichkeiten und offene Flächen für Bewegung angeboten werden sollten; als Wassertemperatur empfiehlt sich ein Bereich zwischen 24 und 28 °C, ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert sowie eine moderate Wasserhärte, die regelmäßig durch Teilwasserwechsel und zuverlässige Filtertechnik stabil gehalten werden müssen. Eine kontinuierliche Überwachung der Wasserparameter, etwa pH-Wert, Temperatur sowie Nitrit- und Nitratwerte, ist unabdingbar, um ein gesundes Lebensumfeld zu erhalten. Bei der Fütterung sollte auf ein abwechslungsreiches und hochwertiges Futterangebot gesetzt werden: Neben qualitativ ausgewählten Flocken- oder Pelletsfuttern, die den Nährstoffbedarf decken, können gelegentlich auch proteinreiche Lebend- oder Frostfuttermittel angeboten werden, um das natürliche Fressverhalten zu unterstützen. Zur Reinigung des Aquariums gehört das regelmäßige Absaugen des Bodengrunds und das Entfernen organischer Reste, ohne dabei die nützliche Filterbiologie zu beeinträchtigen; eine schonende Reinigung der Dekoration und regelmäßige Kontrolle der Technik tragen zusätzlich zur Erhaltung eines stabilen Ökosystems bei. Insgesamt ist es wichtig, neben der technischen Pflege auch das Verhalten und den Gesundheitszustand des Haiwels kontinuierlich zu beobachten, um frühzeitig auf eventuelle Abweichungen reagieren zu können und so eine harmonische und artgerechte Haltung sicherzustellen.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Pangasianodon hypophthalmus ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in seinem natürlichen Lebensraum große Gruppen bildet; daraus ergibt sich für die Aquarienhaltung eine Mindestgruppengröße von 5–6 Exemplaren, um Stress und Verhaltensstörungen zu vermeiden. Der als Haiwels oder Pangasius im Handel bekannte Fisch benötigt aufgrund seiner Endgröße von über einem Meter und seines lebhaften Schwimmverhaltens sehr große Aquarien, idealerweise ab 1000 Litern. Geeignete Beckenpartner sind ruhige, großwüchsige Schwarmfische wie größere Barbenarten oder friedliche Welse, die ähnliche Wasserwerte und Temperamente aufweisen. Ungeeignet sind kleine Beutefische wie Neonsalmler oder Guppys, da sie gefressen werden können, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Haiwels stressen oder verletzen könnten. Auch langflossige Fische wie Skalare oder Fadenfische sollten vermieden werden, da Flossenzupfen und Konkurrenzverhalten auftreten können.

Ernährung

Diese Art ist ein ausgeprägter Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen würde; in der Natur frisst sie unter anderem Insektenlarven und kleine Krebstiere, nimmt aber auch pflanzliche Bestandteile wie Algen auf. Im Aquarium sollte das Hauptfutter etwa 70–80 % der Tagesration ausmachen und aus hochwertigem Flocken- oder Granulatfutter für Omnivoren bestehen. Ergänzend empfiehlt sich zwei- bis dreimal pro Woche die Gabe von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie blanchiertem Gemüse wie Zucchini und Spinat, um eine abwechslungsreiche Ernährung sicherzustellen. Die Fütterung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich in Portionen erfolgen, die innerhalb von drei Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher kontrollierte Portionen unerlässlich sind.

Zucht

Im Heimaquarium wurde die Art nie nachgezüchtet. Die kommerzielle Vermehrung findet in großen Teichanlagen Südostasiens statt und erfolgt fast ausschließlich durch Hormoninduktion (Hypophysen-Extrakt), weil sich die ausgedehnten Laichwanderungen der Art in Gefangenschaft nicht nachbilden lassen. Angaben zu Balzritualen oder Laichplätzen im Aquarium sind für diese Art gegenstandslos.

Natürlicher Lebensraum

Pangasianodon hypophthalmus – Haiwels bewohnt in seinem natürlichen Lebensraum die großen, tropischen Flusssysteme Südostasiens, insbesondere die Mekong- und Chao‐Phraya-Becken. Er findet sich vor allem in breiten, meist langsam fließenden Flüssigkeiten mit Weichwassercharakter, in denen stabile Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius, ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert sowie eine moderate Wasserhärte vorherrschen. Die Umgebung dieser Flüsse ist durch dichte Ufervegetation, weiche, schlammige Böden und vielfältige Strukturen geprägt, die saisonale Überschwemmungen und Rückflussgebiete einschließen. Diese dynamischen Ökosysteme bieten dem Haiwels reichlich Versteckmöglichkeiten und ein diversifiziertes Nahrungsangebot, wodurch er bestens an die sich ständig ändernden Bedingungen in seinem natürlichen Habitat angepasst ist.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen weisen in der Regel einen runderen, volleren Bauch auf, der im Laichzustand durch die Eiproduktion besonders ausgeprägt ist, während Männchen meist einen schlankeren Körperbau mit relativ längeren Anal- und Afterflossen (und teils einer leicht hervortretenden Genitalregion) aufzeigen.

Krankheiten

Pangasianodon hypophthalmus zeigt bei artgerechter Haltung in der Regel eine robuste Konstitution, dennoch können ungünstige Umweltbedingungen die Krankheitsanfälligkeit erhöhen. Faktoren wie schlechte Wasserqualität, Temperaturschwankungen, Sauerstoffmangel, Überbesatz und unzureichende Ernährung können Stress auslösen, der das Immunsystem schwächt und so den Eintritt opportunistischer bakterieller, parasitärer oder pilzlicher Infektionen begünstigt. Erfahrungsgemäß sind eine regelmäßige Kontrolle der Wasserparameter sowie eine ausgewogene Fütterung und angemessene Haltungsbedingungen essenziell, um Erkrankungen vorzubeugen und das Wohlbefinden der Haiwels zu sichern.

Gut zu wissen

Pangasianodon hypophthalmus – Haiwels wird über einen Meter lang und ist ein wandernder Schwarmfisch. Für die normale Heimaquaristik ist die Art ungeeignet; sie gehört in Schauanlagen oder beheizte Indoor-Teiche.

  • Panikreaktion: Bei plötzlichem Licht oder Erschütterung schießen die Tiere unkontrolliert durchs Becken und rammen die Scheiben. Schwere Schnauzenverletzungen und Genickbrüche sind dokumentiert. Beleuchtung nur gedimmt hochfahren, Becken erschütterungsarm aufstellen.
  • Endgröße über 100 cm; obligatorische Gruppenhaltung von mindestens fünf bis sechs Tieren
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht Haiwels?

Haiwels benötigt eine Temperatur von 26-28 °C, einen pH-Wert von 6,0-8,0 und eine Gesamthärte (GH) von 2 bis 30 °dGH.

Wie groß muss das Aquarium für Haiwels sein?

Für Haiwels wird ein Aquarium ab 400 cm Kantenlänge und 10.000 Liter empfohlen. Für die normale Heimaquaristik ist die Art ungeeignet; sie gehört in Schauanlagen oder beheizte Indoor-Teiche.

Kann man Haiwels vergesellschaften?

Haiwels zeigt folgendes Verhalten: Der Haiwels ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in seinem natürlichen Lebensraum große Gruppen bildet; daraus ergibt sich für die Aquarienhaltung eine Mindestgruppengröße von 5 bis 6 Exemplaren, um Stress und Verhaltensstörungen zu vermeiden. Eine Vergesellschaftung sollte entsprechend geplant werden.

Kann man Haiwels im Aquarium züchten?

Nein. Im Heimaquarium wurde die Art nie nachgezüchtet. Die kommerzielle Vermehrung findet in großen Teichanlagen Südostasiens statt und erfolgt fast ausschließlich durch Hormoninduktion (Hypophysen-Extrakt), weil sich die ausgedehnten Laichwanderungen der Art in Gefangenschaft nicht nachbilden lassen.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

Quellen (my-fish Content Commons)

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Fragen und Erfahrungen

Noch keine Kommentare. Stell die erste Frage zu dieser Art.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meiste Stimmen

Passt ins Becken dazu

Vorschläge aus Herkunft, Wasserwerten, Größe und Temperament, dazu verträgliche Wirbellose und Pflanzen. Vor dem Einsetzen die Steckbriefe vergleichen.

Reifenstachelaal

Kiemenschlitzaalartige

Reifenstachelaal

Mastacembelus favus

  • Endgröße: bis 70 cm
  • Becken: ab 2700 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Rotflossen-Riesengurami

Labyrinthfische

Rotflossen-Riesengurami

Osphronemus laticlavius

  • Endgröße: bis 60 cm
  • Becken: ab 1800 l
  • Temperatur: 20-30 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis sehr hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Gestreifter Augenfleck-Stachelaal

Kiemenschlitzaalartige

Gestreifter Augenfleck-Stachelaal

Macrognathus aral

  • Endgröße: bis 63,5 cm
  • Becken: ab 2000 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: mittel bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Welse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Haiwels

Welse

Haiwels

Pangasianodon hypophthalmus

  • Endgröße: bis 130 cm
  • Becken: ab 14500 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

Marmorierter Antennenwels

Welse

Marmorierter Antennenwels

Leiarius marmoratus

  • Endgröße: bis 100 cm
  • Becken: ab 3200 l
  • Temperatur: 24-26 °C
  • pH-Wert: pH 5,8-7,4
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

Hemibagrus wyckii

Welse

Hemibagrus wyckii

Hemibagrus wyckii

  • Endgröße: bis 90 cm TL
  • Becken: ab 2700 l
  • Temperatur: 20-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, aggressiv

Quelle: Robin

Welse

Tigerspatelwels

Pseudoplatystoma fasciatum

  • Endgröße: bis 120 cm
  • Becken: ab 10000 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

Newsletter

Einmal pro Woche das Wichtigste aus der Aquaristik

Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.

0
Lass uns doch ein Kommentar da!x