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Zierfische, Familie Loricariidae

Goldflossen-Harnischwels

Parancistrus aurantiacus

Parancistrus aurantiacus, der Goldflossen-Harnischwels, wird bis zu 25 cm groß und ist ein kräftiger Harnischwels mit goldgelben bis goldenen Flossen und Zeichnungen, die in starkem Kontrast zu dunkleren Grundtönen stehen. Die Art zeigt eine nennenswerte Farbvariabilität und die Fähigkeit zum Farbwechsel: Individuen können ihr Erscheinungsbild mehrfach verändern.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Goldflossen-Harnischwels (Parancistrus aurantiacus)
Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer
  • 20-25 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,2pH-Wert

  • 2-12 dGHGesamthärte

  • ab 300 lBeckengröße

Beschreibung

Der Körper ist mit stacheligen Odontoden besetzt, die bei adulten Männchen besonders ausgeprägt sind. Im Aquarium zeigt die Art typisches Bodenfisch-Verhalten: bodennahe Fortbewegung, Absuchen von Steinen und Holz nach Futter sowie ein ausgeprägtes Interesse an Höhlen. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Adulte Männchen besetzen und verteidigen Höhlen. Im Handel gelegentlich als L56, L258, L332 oder LDA046 bezeichnet.

Haltung und Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 24–28 °C, pH 6,0–7,2, GH bis 12 dGH. Die Art stammt aus warm-weichem, leicht saurem Klarwasser des Xingu und Tocantins. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge (300 Liter) für ein Einzeltier. Einrichtung: Viele stabile, gut platzierte Höhlen und Spalten aus Hohlsteinen, Lavasteinen oder Tonröhren. Sand oder feinkörniger Kies. Starke Durchströmung und sehr gute Sauerstoffversorgung sind wichtig. Kupfer-Warnung: Wie alle Loricariidae ist Parancistrus aurantiacus kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger vermeiden. Parancistrus aurantiacus ist ein dekorativer Harnischwels, der mit seiner Farbvariabilität und seinem Höhlenbrüter-Verhalten fasziniert. Die Art erfordert starke Strömung, gute Sauerstoffversorgung und ausreichend Höhlen.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Parancistrus aurantiacus ist gegenüber anderen Arten friedlich, zeigt aber deutliche Territorialität gegenüber Artgenossen, besonders bei adulten Männchen und während der Brutzeit. Mehrere Tiere sind in geräumigen Aquarien mit zahlreichen Höhlen möglich. Schnecken werden weitgehend toleriert. Adulte Garnelen wie Amano-Garnelen werden meist toleriert, sehr kleine Zwerggarnelen sind gefährdet. Geeignete Beifische: Friedliche südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche.

Ernährung

Parancistrus aurantiacus ist omnivor mit deutlicher Präferenz für tierische Kost. Proteinreiches Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Mysis, Garnelen) wird besonders gierig angenommen. Ergänzend Algentabletten, Spirulina-Tabs, sinkendes Granulat und frisches Gemüse (Zucchini, Gurke). Eine rein pflanzliche Fütterung wird nicht empfohlen.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Nachzuchten sind dokumentiert, aber selten und anspruchsvoll. Zuchtwerte: Temperatur 28–29 °C, pH 6,0–6,8, GH maximal 8 dGH. Auslöser: Kräftige Fütterung mit Frostfutter, Erhöhung der Strömung, große Wasserwechsel mit weicherem Wasser. Eier sind groß und orange (ca. 4 mm). Inkubation ca. 6–8 Tage bei 28 °C. Erstfutter: Spirulina-Pulver, Artemia-Nauplien.

Zuchtwasser: 28 bis 29 °C, pH 6 bis 6,8, bis 8 dGH

Natürlicher Lebensraum

Parancistrus aurantiacus besiedelt schnell fließende, sauerstoffreiche Flusssysteme in Brasilien (Rio Tocantins, Rio Xingu und Zuflüsse: Rio Iriri, Rio Itacaiunas; sowie Rio Araguaia) und Peru. Die Gewässer zeichnen sich durch klares bis leicht getrübtes, warm-weiches Wasser mit felsigem Untergrund aus.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln deutlich ausgeprägtere Odontoden an Kopf und Brustflossen und haben oft einen breiteren Kopf. Weibchen wirken fülliger im Körperbau.

Gut zu wissen

  • Farbwechsel-Fähigkeit: individuelle Variabilität in Gelb- und Goldtönen
  • Ausgeprägte Odontoden bei adulten Männchen
  • Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege
  • Bevorzugt stark strömende Habitate mit felsigem Untergrund
  • Im Handel als L56, L258, L332 oder LDA046 bezeichnet
  • Kupfer-empfindlich (Loricariidae)
  • Geringes Sprungrisiko

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Goldflossen-Harnischwels?

Parancistrus aurantiacus benötigt Temperaturen von 24–28 °C, pH 6,0–7,2 und GH bis 12 dGH. Starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung sind essenziell.

Kann man den Goldflossen-Harnischwels vergesellschaften?

Gegenüber anderen Arten ist die Art friedlich. Geeignet sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche. Artgenossen benötigen ausreichend Höhlen.

Kann man den Goldflossen-Harnischwels im Aquarium züchten?

Die Art ist ein Höhlenbrüter mit männlicher Brutpflege. Zuchterfolge sind dokumentiert, erfordern aber wärmeres, weicheres Wasser und starke Strömung.

Was frisst der Goldflossen-Harnischwels?

Omnivor mit Vorliebe für tierische Kost: Mückenlarven, Artemia, Garnelen werden gierig genommen. Ergänzend Spirulina-Tabs und Gemüse. Rein pflanzliche Fütterung reicht nicht aus.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Augenfleckbuntbarsch "Rio Curare"

Buntbarsche

Augenfleckbuntbarsch "Rio Curare"

Heros sp. „Rio Curare“

  • Endgröße: bis 25 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 24-29 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Hujeta-Hechtsalmler

Salmler

Hujeta-Hechtsalmler

Ctenolucius hujeta

  • Endgröße: 26 cm (SL)
  • Becken: ab 648 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Peru-Süßwasserflunder

Plattfische

Peru-Süßwasserflunder

Hypoclinemus mentalis

  • Endgröße: bis 27 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Harnischwelse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Goldflossen-Harnischwels

Harnischwelse

Goldflossen-Harnischwels

Parancistrus aurantiacus

  • Endgröße: ~20–25 cm TL
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 26-30 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,2
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, territorial

Maulbrütender Harnischwels

Harnischwelse

Maulbrütender Harnischwels

Loricaria simillima

  • Endgröße: 26 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 24-27 °C
  • pH-Wert: pH 5,6-7,8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Magnum-Harnischwels (L47)

Harnischwelse

Magnum-Harnischwels (L47)

Baryancistrus chrysolomus (L47)

  • Endgröße: 25 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 27-30 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Paarweise halten, territorial

Drei-Leuchtfeuer-Wels (L091)

Harnischwelse

Drei-Leuchtfeuer-Wels (L091)

Leporacanthicus triactis (L 91)

  • Endgröße: 24,5 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 24-27 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,6
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Einzelgänger, territorial

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