
Harnischwelse
Gebänderter Zwergschilderwels (L38)
Peckoltia sp. L38
- Endgröße: 10-12 cm (SL)
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 25-29 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Einfach
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Purus-Zwergschilderwels (Peckoltia brevis, LDA078) ist ein kompakter Harnischwels von etwa 11-12 cm Standardlänge mit einer hellbraunen bis gelblich-orangen Grundfärbung und dunklen Sattelflecken oder unterbrochenen Bändern, die dem Fisch ein tigerähnliches Muster verleihen. Kopf und Flossen sind fein gepunktet, wobei die Tupfen bei adulten Tieren nicht weit über die Kiemenregion hinausreichen.

bis 12 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-15 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Dieses Merkmal ist wichtig zur Abgrenzung vom verwandten L205, bei dem die Punktierung bis über die Rückenflossenansatzbasis reicht. L205 wird im Handel häufig als Peckoltia brevis angeboten, ist aber eine davon verschiedene, noch unbeschriebene Art aus dem peruanischen Rio Ucayali. Im Aquarium zeigt der Purus-Zwergschilderwels ein zurückhaltendes, nacht- und dämmerungsaktives Verhalten. Tagsüber sucht er bevorzugt Verstecke in Höhlen, zwischen Wurzeln und unter Laub. In den Abendstunden wird er aktiv und weidet an Oberflächen von Wurzeln, Steinen und Glas Biofilm und Aufwuchs ab. Entgegen dem Eindruck eines Algenfressers ist die Art kein besonders effektiver Algenkonsument und benötigt regelmäßige Zufütterung mit pflanzlicher und tierischer Kost.
Der Purus-Zwergschilderwels benötigt Wasser mit 22-26 °C, pH 6-7,5 und GH 5-15 °dGH. Das Becken sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen. Ein naturnah gestaltetes Becken mit viel Totholz, Wurzelstrukturen, Höhlen und überhängendem Laub ist ideal. Sand oder feiner Kies als Substrat unterstützt das natürliche Verhalten. Mehrere, gut verteilte Höhlen oder Rohrverstecke (PVC-Rohre, Keramikröhren, Steinhöhlen) ermöglichen die Trennung von Revierbereichen. Eine mäßige Strömung mit guter Sauerstoffversorgung entspricht dem Naturhabitat. Gedämpfte Beleuchtung fördert das Aktivitätsbild. Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus sollte eingehalten werden. Als Loricariidae ist die Art kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden. Peckoltia brevis (LDA078) eignet sich für Aquarianer, die einen naturnah eingerichteten Amazonas-Aquascape mit guter Struktur, viel Totholz und Rückzugsmöglichkeiten schätzen. Beim Kauf auf die korrekte Artbezeichnung achten: L205 ist eine andere, noch unbeschriebene Art.
Peckoltia brevis kann als Einzeltier oder Paar gehalten werden. Die Art ist grundsätzlich territorial und wird in der Fachliteratur auch als Einzelhalter beschrieben. Bei ausreichend Struktur und Höhlenangebot ist eine Haltung in kleinen Gruppen möglich, wobei auf genügend Rückzugsmöglichkeiten zu achten ist, um Konkurrenzdruck zu minimieren. Das Temperament ist im Alltag friedlich gegenüber freischwimmenden Arten. Gegenüber Artgenossen können territoriale Auseinandersetzungen auftreten, besonders zwischen Männchen. Während der Brutzeit verteidigt das Männchen die Höhle aktiv gegen Eindringlinge. Schnecken werden weitgehend toleriert. Adulte, größere Garnelen wie Amano gelten als sicher, während Zwerggarnelen (z. B. Neocaridina) gelegentlich gefressen werden können. Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche derselben Region.
Peckoltia brevis ist ein Allesfresser, der sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung benötigt. Die Art ist kein besonders effektiver Algenfresser und sollte regelmäßig zugefüttert werden. Sinkende Welstabletten, Algen- und Spirulina-basierte Tabletten sowie Gemüse wie Zucchini oder geschälte Erbsen bilden die pflanzliche Basis. Proteinreiche Ergänzungen wie Mückenlarven, Artemia und Cyclops sind wichtig, besonders zur Konditionierung vor der Zucht. Junge Tiere starten mit Staubfutter oder Artemia-Nauplien.
Peckoltia brevis ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Die Zuchtschwierigkeit wird als mittel eingestuft. Das Männchen reinigt eine Höhle, führt die Balz durch und bewacht das Gelege bis zum Schlupf. Zuchtwasserwerte: Temperatur 26 °C, pH 5,8-6,5, GH maximal 10 °dGH. Diese Werte weichen von den Haltungswerten ab, besonders im pH-Bereich, der für die Zucht etwas saurer angesetzt wird. Als Laichauslöser wirken große, kühle Wasserwechsel zur Simulation der Regenzeit und reichhaltige Fütterung. Die Konditionierung der Weibchen kann mehrere Monate dauern. Die dokumentierte Inkubationszeit beträgt etwa 10 Tage inklusive Dottersackphase unter Bewachung des Männchens. Als Erstfutter eignen sich Artemia-Nauplien, Staubfutter und zerriebene Welstabletten. Aufzuchtbecken von 130-140 Litern mit Schwammfilter sind dokumentiert.
Zuchtwasser: 26 °C, pH 5,8 bis 6,5, bis 10 °dGH
Peckoltia brevis stammt aus dem Amazonasbecken in Brasilien, konkret aus dem Einzugsgebiet des Rio Purus und seiner Nebenflüsse (Rio Iaco, Rio Macaua bei Sena Madureira) sowie dem Rio Juruá. In der Natur bewohnt die Art verkrautete, holzreiche Uferbereiche und Rückstauzonen mit Totholzansammlungen, überhängenden Wurzeln und Laubschichten. Das bevorzugte Substrat ist sandig bis feinkiesig. Die Strömung ist meist mäßig bis langsam; offene, stark strömende Bereiche werden gemieden.
Männchen besitzen deutlich ausgeprägte Odontoden (stachelartige Hautzähnchen) in der hinteren Körperhälfte und auf dem ersten Brustflossenstrahl, die besonders während der Fortpflanzungszeit sichtbar werden. Weibchen sind in der Regel fülliger, besonders bei Gravidität deutlich bauchiger. Die maximale Standardlänge liegt bei 11,4 cm; in der Aquaristik werden Tiere um 11-12 cm beobachtet.
Peckoltia brevis benötigt Wasser mit 22-26 °C, pH 6-7,5 und GH 5-15 °dGH. Die Art bevorzugt weiches bis mäßig hartes Wasser mit moderater Strömung und guter Sauerstoffversorgung.
Geeignete Beifische sind südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen sind meist sicher, Junggarnelen gefährdet.
Die Zucht ist dokumentiert und gilt als mittel schwierig. Peckoltia brevis ist ein Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Für die Zucht wird ein saurer pH (5,8-6,5) und GH unter 10 °dGH empfohlen.
L205 wird im Handel häufig als Peckoltia brevis angeboten, ist aber eine andere, noch unbeschriebene Art aus dem peruanischen Rio Ucayali. Bei Peckoltia brevis reichen die Tupfen nicht weit über die Kiemenregion hinaus, bei L205 erstrecken sie sich bis über die Rückenflossenansatzbasis.
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