Pimelodus pictus
Beschreibung
Der Engel-Antennenwels (Pimelodus pictus) wird etwa 12 cm SL groß und gehört mit seinem silbrigen Körper und den zahlreichen schwarzen Punkten zu den beliebtesten Welsen in der Aquaristik. Das Leopardenmuster zieht sich über Körper und Flossen. Es existieren zwei geographische Farbformen: Die kolumbianische Form zeigt gleichmäßig feine, dichte Punkte, während die peruanische Form größere Körperpunkte mit kleineren Punkten am Kopf aufweist. Die sehr langen, weißen bis silbrig schimmernden Barteln reichen bei ausgewachsenen Tieren bis zur Schwanzflosse.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Pimelodus pictus besitzt starre, kräftige Stacheln an Brust- und Rückenflosse, die mit einem Toxin im Schleimüberzug besetzt sind. Stiche verursachen sofortigen Schmerz, Schwellung und anhaltende pochende Beschwerden. Beim Umsetzen niemals Netze verwenden, da sich die Stacheln verhaken – stattdessen Behälter oder Wannen nutzen.
Im Aquarium ist Pimelodus pictus vor allem in den Dämmerungsphasen und nachts aktiv. Tagsüber zieht er sich in Verstecke zurück. In Gruppen ab 6 Tieren zeigen die Welse deutlich weniger Scheu und ihr natürliches Sozialverhalten. Die Art frisst opportunistisch alles, was ins Maul passt, was bei der Auswahl der Beifische berücksichtigt werden muss.
Besonderheiten
- ACHTUNG: Toxische Stacheln an Brust- und Rückenflosse – beim Umsetzen Behälter statt Netz verwenden!
- Zwei geographische Farbvarianten (Kolumbien: feine Punkte; Peru: gröbere Körperpunkte)
- Sehr lange, empfindliche Barteln, die vorsichtiges Einrichten erfordern
- Dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise
- Natürliche Wanderneigung zur Fortpflanzung in der Regenzeit
- Neigung, alles zu fressen, was ins Maul passt – Risiko für kleine Fische und Junggarnelen
- Neigt zum Überfressen – maßvolle Fütterung in kleinen Portionen nötig
- Medikamentenempfindlich – Vorsicht bei Behandlungen
- Aquarium muss sicher abgedeckt sein
Vergesellschaftungshinweise
Pimelodus pictus ist eine gesellige Art, die in Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden sollte. Erst ab dieser Gruppengröße sind die Tiere weniger scheu und zeigen ihr natürliches Sozialverhalten offen. Nachts suchen sie kooperativ den Boden ab, tagsüber teilen sie Verstecke.
Gegenüber gleich großen oder größeren Fischen überwiegend friedlich. Während der Futtersuche können sie jedoch forsch auftreten und kleinere Beifische oder Jungtiere fressen, sofern diese ins Maul passen.
Sehr junge Garnelen und Garnelenlarven sind gefährdet. Adulte Garnelen haben höhere Überlebenschancen. Schnecken werden weitgehend toleriert. Robuste Welse (Loricariiden, Doradiden) sind verträglich.
Geschlechtsdimorphismus
Der Geschlechtsdimorphismus ist nur schwach ausgeprägt und nicht sicher bestätigt. Weibchen zeigen möglicherweise eine etwas rundere Bauchpartie, insbesondere während der Laichzeit. Die Unterschiede sind subtil und erfordern geübte Beobachtung.
Haltungstipps / Pflege
Die empfohlenen Wasserwerte liegen bei 22–25 °C, pH 5,8–6,8 und GH 1–15 °dGH. Weiches bis leicht saures Wasser entspricht dem natürlichen Habitat.
Als Beckengröße wird mindestens 120 cm Kantenlänge (ca. 240 Liter) empfohlen. Das Aquarium muss sicher abgedeckt sein. Mehrere gut zugängliche Verstecke aus Wurzelwerk, halboffenen Höhlen und dichten Pflanzengruppen sind nötig. Offene Sandflächen zum Gründeln schonen die empfindlichen Barteln – scharfkantige Dekorationen vermeiden.
Moderate bis kräftige Strömung fördert die Aktivität. Bereiche mit geringer Strömung zum Ruhen sollten vorhanden sein. Wöchentliche Teilwasserwechsel sind Pflicht, da die Art empfindlich auf verschlechterte Wasserqualität reagiert. Medikamente mit besonderer Vorsicht einsetzen – die Art ist anfällig für Weißpünktchenkrankheit und medikamentenempfindlich.
Der Engel-Antennenwels ist eine lebhafte Art mit hohem Aktivitätswert. Die empfindlichen Barteln verlangen eine schonende Einrichtung. Wegen der toxischen Stacheln beim Umgang stets Behälter statt Netz verwenden. Bei der Vergesellschaftung auf Größe und Fressgewohnheiten achten.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht von Pimelodus pictus im Heimaquarium ist bisher nicht dokumentiert. In der Natur wandern die Tiere zur Fortpflanzung in andere Gewässerabschnitte und reagieren auf saisonale Veränderungen (Regenzeit). Kommerzielle Nachzuchten erfolgen häufig mittels Hormoninjektionen. Aus kommerziellen Berichten liegt eine Inkubationsdauer von etwa 48–72 Stunden vor. Natürliche Zuchterfolge im Heimbecken sind nicht bekannt.
Ernährung/Futterbedarf
Pimelodus pictus ist ein Fleischfresser. Sinkende Pellets und Tabs bilden das Grundfutter, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter: Mückenlarven, Tubifex, Artemia und kleine Stücke Regenwürmer. Fütterung am Abend oder nachts ist am effektivsten. Die Tiere neigen zum Überfressen – maßvolle Fütterung in kleinen Portionen ist wichtig.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Pimelodus pictus stammt aus dem Amazonas- und Orinoco-Becken mit Vorkommen in Kolumbien, Venezuela, Peru und Brasilien. Die Art bewohnt flache bis mäßig tiefe Bereiche von Fließgewässern mit sandigem oder schlammigem Untergrund, oft in Ufernähe mit reichen Strukturen aus Wurzeln und Treibholz. Die Strömung reicht von mäßig bis kräftig. Während der Regenzeit zeigen die Tiere saisonale Wanderungen.
Becken ab 80 cm Kantenlänge?
Einzelhaltung?
Pflanzen können angefressen werden?
Pimelodus pictus ist ein kleiner Vertreter der Antennenwelse. DieTiere leben in Gruppen und sind Nacht- und dämmerungsaktiv.
Pimelodus pictus sind sehr gute Räuber. Neonsalmler, Guppys, Stinte bis 7/8 cm, Garnelen überwältigen adulte Tiere mit Leichtigkeit.
Wenn kleinere Beifische, dann hochrückigere Arten.
Pimelodus pictus benötigt viele Verstecke ( Wurzeln ), liebt Strömung und in Gruppen ab 5 Tieren und 150cm Kantenlänge haltbar.
Danke für deine Hinweise Richard, wir passen den Steckbrief sofort an. my-fish lebt davon, dass initiale Beiträge von der Community korrigiert werden, klasse.