
Stechrochen
Leopolds Stachelrochen
Potamotrygon leopoldi
- Endgröße: bis 60 cm
- Aquarium: ab 1800 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 6-7,5
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
Paarweise halten, territorial
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Zierfische, Familie Potamotrygonidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Polka-Dot-Stechrochen (Potamotrygon henlei) ist ein großer bodenbewohnender Süßwasserrochen aus der Familie Potamotrygonidae, der eine Scheibenbreite (DW) von bis zu 60 cm erreicht. Die Grundfärbung ist schwarz bis dunkelbraun mit weißen oder gelben Punkten, deren Dichte individuell variiert. Auch die Unterseite der Scheibe ist gepunktet, was die Art von einigen verwandten Arten unterscheidet.

bis 60 cmEndgröße
über 20 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
6-7,2pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 1800 lAquariengröße
Der Schwanz trägt einen oder mehrere Giftstachel. Im Aquarium zeigt Potamotrygon henlei ein ruhiges, bodenorientiertes Verhalten. Die Tiere verbringen viel Zeit auf dem Substrat, häufig halb eingegraben im feinen Sand. Die Art ist überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Als Fleischfresser wird alles, was ins Maul passt, als Beute angesehen.
Wasserwerte: Temperatur 23-28 °C, pH 6,0-7,2, GH 2-12 °dGH. Ein Becken von mindestens 240 x 120 x 60 cm (ca. 1.750 Liter) ist die Mindestgröße. Feiner, weicher Flusssand als Substrat (Mindesttiefe 5 cm) ist Pflicht, um das natürliche Eingraben zu ermöglichen und Hautverletzungen zu vermeiden. Minimale Einrichtung mit viel freier Bodenfläche; scharfe Dekorationsgegenstände und grober Kies sind verboten. Gedämpfte Beleuchtung. Größere, glatte Wurzelstücke als Rückzugsplätze. Leistungsfähige Filterung mit mindestens vierfachem Wasserumsatz pro Stunde. Wöchentliche Wasserwechsel von ca. 50 %. Strömung nicht direkt auf die Bodenfläche richten. Das Sprungrisiko ist gering. Beim Umgang mit den Tieren ist wegen des Giftstachels stets Vorsicht geboten; Schutzhandschuhe sind Pflicht.
Potamotrygon henlei lebt überwiegend solitär. Einzelhaltung oder Paarhaltung ist im Mindestbecken von 1.750 Litern möglich. Eine Gruppenhaltung mehrerer Rochen ist ausschließlich in sehr großen Becken ab 5.000 Litern mit viel freier Bodenfläche vertretbar. In zu kleinen Becken kommt es zu Stress, Bissverletzungen und Revierkonflikten. Im Laufe der Zeit können die Tiere recht vertraut werden und ihren Pfleger erkennen. Das Temperament ist ruhig, aber als Spitzenprädator grundsätzlich nicht sicher mit kleineren Beckenpartnern zu vergesellschaften. Während der Paarungszeit verfolgen und beißen Männchen die Weibchen intensiv; Weibchen sollten deutlich größer als Männchen sein. Garnelen werden als Futter betrachtet. Kleine Schnecken werden gefressen. Ungeeignet mit Wirbellosen. Geeignete Beifische: ausschließlich robuste, große südamerikanische Arten der mittleren bis oberen Wasserschicht: große Buntbarsche, Arowana, große Salmler. Kleine Fische und Wirbellose sind ungeeignet. SICHERHEITSHINWEIS: Der Giftstachel am Schwanz enthält ein proteinbasiertes Gift, das intensive Schmerzen, rasche Gewebezerstörung und systemische Symptome verursacht. Der Stachel wird periodisch erneuert, bleibt aber durchgehend giftig. Bei Arbeiten im Becken stets dicke Schutzhandschuhe tragen. Bei einem Stich sofort ärztliche Hilfe suchen. Hitzetherapie (heißes Wasser 45 °C) kann Schmerzen lindern.
Potamotrygon henlei ist ein Fleischfresser mit hohem Stoffwechsel. Geeignete Futtermittel: Muschelfleisch, Garnelen (als Futter), Tintenfisch, Fischfilet (ohne Gräten), Regenwürmer und rote Mückenlarven als Frost- oder Frischfutter. Fütterung zweimal täglich; Jungtiere häufiger in kleineren Portionen. Warmblüterfleisch (Rind, Huhn) ist wegen metabolischer Unverträglichkeit strikt zu vermeiden. Lebende Futterfische sollten wegen des Krankheits- und Parasitenrisikos durch gefrorene Alternativen ersetzt werden. Futter gezielt auf dem Substrat vor den Tieren platzieren.
Potamotrygon henlei ist matrotrophisch vivipar: Weibchen ernähren die Jungtiere im Mutterleib aktiv über spezielle Uterus-Filamente (Trophonemata), die eine nährstoffreiche milchige Substanz (Histotrophe) absondern. Die Wurfgröße beträgt typischerweise 1-11 Jungtiere, gelegentlich bis zu 15. Die Tragzeit beträgt in Gefangenschaft etwa 9-12 Wochen. Die Balz ist aggressiv: Männchen verfolgen und beißen Weibchen intensiv. Weibchen sollten deutlich größer als Männchen sein, um Verletzungen zu minimieren. Jungtiere werden als vollständig entwickelte kleine Rochen geboren. Bei der Geburt sind sie bräunlich gesprenkelt; das artspezifische Fleckenmuster entwickelt sich im Laufe des Heranwachsens. Zucht-spezifische abweichende Wasserwerte sind nicht dokumentiert; Stabilität und hohe Wasserqualität sind entscheidend. Jungtiere benötigen feines Substrat, sehr sauberes Wasser und leicht verdauliches Futter in kleinen Portionen. Separate Aufzuchtbecken empfehlenswert, da Konkurrenz durch andere Tiere zu Verlusten führen kann.
Potamotrygon henlei stammt aus dem Rio-Tocantins-Einzugsgebiet in Brasilien (Tocantins und Araguaia) und ist dort wahrscheinlich endemisch. Die Art bewohnt Flussbetten und Seitenarme mit sandigem oder schlammigem Substrat. Die Habitate zeichnen sich durch variable Strömungsverhältnisse aus, von ruhigen Stillwasserbereichen bis zu mäßig strömenden Flussabschnitten. Saisonale Wasserstandsänderungen, Nährstoffeinträge und Temperaturschwankungen beeinflussen die Lebensweise und Verbreitung.
Männchen besitzen Klasper: fingerartige Fortsätze an der Innenseite der Bauchflossen, die nach hinten gerichtet sind. Diese sind auch bei Jungtieren bereits erkennbar, wenn auch kleiner. Weibchen fehlen die Klasper und zeigen eine etwas rundere Scheibenform.
Potamotrygon henlei benötigt eine Temperatur von 23-28 °C, pH 6,0-7,2 und GH 2-12 °dGH. Weiches bis mäßig hartes Wasser mit stabiler Chemie. Wöchentliche Wasserwechsel von 50 % sind empfehlenswert.
Nur mit großen, robusten südamerikanischen Arten der mittleren bis oberen Wasserschicht: Arowana, große Cichliden, große Salmler. Alles, was ins Maul passt, wird als Beute angesehen. Garnelen und kleine Schnecken sind ungeeignet.
Zuchterfolge sind dokumentiert. Die Art ist matrotrophisch vivipar und bringt typischerweise 1-11 Jungtiere pro Wurf zur Welt. Die Tragzeit beträgt 9-12 Wochen. Die Zucht erfordert sehr große Becken, stabile Wasserwerte und langjährige Erfahrung.
Ja. Der Giftstachel am Schwanz enthält ein proteinbasiertes Gift, das intensive Schmerzen, rasche Gewebezerstörung und systemische Symptome verursacht. Bei Arbeiten im Becken immer dicke Schutzhandschuhe tragen. Bei einem Stich sofort ärztliche Hilfe suchen und Hitzetherapie (45 °C) anwenden.
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