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Zierfische, Familie Potamotrygonidae

Cururu-Süßwasserrochen Potamotrygon wallacei "Rio Cururu"

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Cururu-Süßwasserrochen (Potamotrygon wallacei) ist die kleinste bekannte Art der Gattung Potamotrygon mit einer Scheibenbreite von nur etwa 31 cm. Die Grundfärbung ist bräunlich bis dunkelbraun mit kleinen, unregelmäßig verteilten hellen Punkten. Der Name ehrt Alfred Russel Wallace, der im 19. Jahrhundert die Fauna des Rio Negro erforschte.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Paarweise
  • Friedlich
  • bis 31 cmEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 5,5-7pH-Wert

  • 2-8 °dGHGesamthärte

  • ab 720 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium zeigt die Art typisches Rochenverhalten: ruhiges Abliegen auf dem Substrat, langsame bodennahe Fortbewegung und gelegentliches Eingraben. Dämmerungs- bis nachtaktiv, tagsüber eher verborgen. SICHERHEITSHINWEIS: Der Schwanzstachel ist giftig und verursacht starke Schmerzen und Gewebeschäden. Bei Stich sofort ärztliche Hilfe suchen. Erste Hilfe: Wunde in heißes Wasser halten. Beim Arbeiten im Becken stets größte Vorsicht walten lassen.

Haltung und Pflege

Potamotrygon wallacei benötigt ein Becken ab 180 cm Kantenlänge (ca. 720 Liter für ein Einzeltier oder Paar) mit Temperaturen von 24–28 °C, einem pH-Wert von 5,5–7 und einer Gesamthärte von 2–8 °dGH. Feiner, weicher Sand als Substrat ist Pflicht. Große freie Flächen zum Ruhen, Wenden und Schwimmen. Scharfe oder raue Dekoration vermeiden. Leistungsfähige Filterung und regelmäßige großzügige Wasserwechsel (bis 50% wöchentlich) sind unerlässlich. Moderate bis geringe Strömung. Geschlossene Abdeckung – zum Schutz vor dem Stachel bei Beckenarbeiten. Gedämpfte Beleuchtung. Schwarzwasser-Aufbereitung (Torf, Huminstoffe) empfohlen. Diese Art ist für spezialisierte Halter mit Erfahrung in Süßwasserrochen geeignet.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Potamotrygon wallacei kann einzeln oder paarweise gehalten werden. Die Art gilt als vergleichsweise friedlich, bei Platzknappheit sind jedoch Konfrontationen möglich. Ruhiges, zurückhaltendes Temperament. Garnelen sind ungeeignet – werden gefressen. Kleine Schnecken können gefressen werden, größere gepanzerte Schnecken werden oft toleriert. Zur Vergesellschaftung eignen sich robuste südamerikanische Fische der mittleren und oberen Wasserschichten. Kleine Fische werden als Beute betrachtet. Bodenbewohnende Arten sind ungeeignet.

Ernährung

Potamotrygon wallacei ist ein Fleischfresser. Geeignet sind Muscheln, Garnelen, kleine Fischstücke, sinkende Karnivoren-Pellets sowie gelegentlich lebende Nahrung. Jungtiere: Artemia, Mückenlarven, Tubifex. Zweimal täglich füttern, Futterreste konsequent entfernen.

Zucht

Potamotrygon wallacei ist lebendgebärend (matrotrophe Viviparie). Die Embryonen werden über Uterussekrete (Histotrophe) ernährt. Artspezifische Zuchtdaten liegen kaum vor; bei verwandten Arten Würfe von 1–6 Jungtieren nach 9–12 Wochen. Die Zucht gilt als schwierig und ist spezialisierten Haltern vorbehalten.

Zuchtwasser: 27 bis 28 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH

Natürlicher Lebensraum

Potamotrygon wallacei ist endemisch im Rio-Negro-Einzugsgebiet in Brasilien. Typische Habitate sind Schwarzwasserbereiche mit sandigem oder schlammigem Substrat, flache bis mäßig tiefe Uferzonen mit geringer Strömung und extrem weichem, saurem Wasser.

Geschlechtsunterschiede

Männchen tragen paarige Klaspern an den Bauchflossen – röhrenartige Fortsätze als Begattungsorgane, bei geschlechtsreifen Tieren deutlich sichtbar. Weibchen sind in der Regel etwas größer als Männchen.

Gut zu wissen

  • GIFTIGER SCHWANZSTACHEL – bei Stich sofort ärztliche Hilfe
  • Kleinste bekannte Potamotrygon-Art (ca. 31 cm Scheibenbreite)
  • Endemisch im Rio-Negro-Einzugsgebiet – Schwarzwasser-Spezialist
  • Lebendgebärend (matrotrophe Viviparie)
  • Bodenbezogener Lebensstil – permanenter Kontakt mit Substrat
  • Weichstes Wasser aller Potamotrygon-Arten bevorzugt
  • Garnelen ungeeignet, Schnecken riskant

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Cururu-Süßwasserrochen?

Potamotrygon wallacei benötigt Temperaturen von 24–28 °C, einen pH-Wert von 5,5–7 und eine Gesamthärte von 2–8 °dGH. Als Schwarzwasser-Spezialist bevorzugt er weiches, leicht saures Wasser.

Kann man den Cururu-Süßwasserrochen vergesellschaften?

Mit robusten südamerikanischen Fischen der mittleren und oberen Wasserschichten. Kleine Fische und Garnelen werden gefressen. Bodenbewohnende Arten sind ungeeignet.

Lässt sich der Cururu-Süßwasserrochen im Aquarium züchten?

Artspezifische Zuchtberichte liegen kaum vor. Die Art ist lebendgebärend (matrotrophe Viviparie). Die Zucht gilt als schwierig und ist spezialisierten Haltern vorbehalten.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Mindestens 180 cm Kantenlänge (ca. 720 Liter) für ein Einzeltier oder Paar. Die Bodenfläche ist entscheidender als das Volumen.

Hinweis zu den Daten

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  • Schwierigkeit: Schwierig

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