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Zierfische, Familie Pseudomugilidae

Schmetterlingsährenfisch Pseudomugil signifer

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Pseudomugil signifer, der Schmetterlingsährenfisch, wird bis zu 7 cm SL groß (nördliche Populationen; im Aquarium häufig gehaltene Südformen bleiben bei ca. 3,5 cm SL). Die Art ist ein schlanker Schwarmfisch aus der Familie Pseudomugilidae mit zarten, bei ausgewachsenen Männchen verlängerten Flossen, die ein schmetterlingsartiges Erscheinungsbild verleihen.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Schwarm
  • Friedlich
  • bis 7 cmEndgröße

  • 3-6 JahreLebenserwartung

  • 20-26 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 11-15 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Im Aquarium bewegen sich die Tiere in der oberen bis mittleren Wassersäule und zeigen reges Schwarmverhalten. Das Verhalten ist ruhig bis aktiv, mit sensiblem Reaktionsmuster auf Störungen. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit intensivierte Färbung und Balzverhalten. Die Art ist euryhalin und toleriert leicht brackiges Wasser. In der Natur kommt sie auch in Mangrovengewässern vor. Nördliche Populationen aus Queensland erreichen deutlich größere Abmessungen als südliche Populationen aus New South Wales; im Handel sind meist die kleineren Südformen erhältlich.

Haltung und Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 20-26 °C, pH 6,5-7,5, GH 11-15 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für einen Schwarm von 8-10 Tieren. Einrichtung: Offene Schwimmfläche in der Mitte, dichte Bepflanzung am Rand als Rückzugs- und Laichzone. Feinblättrige Pflanzen und Schwimmpflanzen als Laichsubstrat. Feiner Kies oder Sand. Strömung: Ruhig bis moderat. Gut gefiltertes Wasser mit regelmäßigen Teilwasserwechseln. Pseudomugil signifer ist eine unkomplizierte Schwarmart für bepflanzte Gesellschaftsbecken. Bei nördlichen Großformen entsprechend größere Becken einplanen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pseudomugil signifer ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist friedlich, Männchen können in der Balzphase kurzzeitig gegenüber Rivalen dominant auftreten, besonders bei nördlichen Großformen. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen werden meist toleriert. Geeignete Beifische: Friedliche Schwarmfische aus der Bioregion Australien/Ozeanien. Andere Pseudomugil-Arten und sanfte Regenbogenfische (Melanotaeniidae). Keine großen, aggressiven oder räuberischen Arten.

Ernährung

Pseudomugil signifer ist ein Allesfresser. In der Natur: Zooplankton, Phytoplankton und kleine Wirbellose. Im Aquarium: Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Daphnien, Moina, Mückenlarven), Frostfutter und hochwertige Flocken oder Granulate in kleinen Portionen. Abwechslungsreiches Futterangebot fördert Kondition und Färbung.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Freilaicher (Eierstreuer) mit haftenden Eiern. Die Zucht ist gut dokumentiert und als mittel einzustufen. Eier werden mit klebrigen Fäden an Pflanzen oder Substrat befestigt. Inkubation 10-21 Tage je nach Temperatur. Keine Brutpflege; Elterntiere fressen Eier und Larven. Ablaichen bei wärmeren Temperaturen bevorzugt. Weibchen setzen täglich einige wenige Eier ab. Erstfutter: frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Bewährt: Feinblättrige Pflanzen oder Laichmatten als Eiablagesubstrat. Laich regelmäßig entfernen.

Natürlicher Lebensraum

Pseudomugil signifer ist in Australien/Ozeanien beheimatet und kommt in Ostaustralien (Queensland bis New South Wales) vor. Die Art bewohnt kleinere Gewässer, Flussläufe und vegetationsreiche Randbereiche. Dank ihrer euryhalen Toleranz kommt sie auch in Mangrovenkreeks, Sümpfen und Salzmarschen vor. Vegetation spielt eine zentrale Rolle als Deckung und Laichplatz.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt. Männchen sind farblich intensiver, größer und besitzen verlängerte unpaare Flossen (Rücken- und Afterflosse). Bei nördlichen Populationen können die Flossenspitzen fadenförmig ausgezogen sein. Weibchen sind blasser und kompakter.

Gut zu wissen

  • Männchen mit verlängerten, farbintensiven Flossen und schmetterlingsartigem Erscheinungsbild
  • Freilaicher: haftende Eier an Pflanzen durch klebrige Fäden, Inkubation 10-21 Tage
  • Keine Brutpflege; Elterntiere fressen Eier und Jungfische
  • Euryhalin: toleriert leicht brackiges Wasser, in Natur in Mangrovengewässern
  • Nördliche Populationen deutlich größer als südliche
  • Schwarmfisch, Mindestgruppe 8-10 Tiere
  • Ausgeprägte Sprungneigung, eine Abdeckung ist erforderlich

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Schmetterlingsährenfisch?

Pseudomugil signifer benötigt Temperaturen von 20-26 °C, pH 6,5-7,5 und GH 11-15 dGH. Die Art ist euryhalin und toleriert auch leicht brackiges Wasser.

Kann man den Schmetterlingsährenfisch vergesellschaften?

Geeignet sind friedliche Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Andere Pseudomugil-Arten und sanfte Regenbogenfische passen gut. Keine großen oder aggressiven Arten.

Kann man den Schmetterlingsährenfisch im Aquarium züchten?

Die Zucht ist gut dokumentiert. Die Art ist ein Freilaicher, dessen klebrige Eier an Pflanzen haften. Inkubation 10-21 Tage. Adulte Tiere fressen Eier, daher Laich schützen. Erstfutter: Artemia-Nauplien.

Wie groß wird der Schmetterlingsährenfisch?

Die Maximalgröße beträgt 7 cm SL bei nördlichen Populationen aus Queensland. Im Aquarium häufig gehaltene Südformen bleiben bei ca. 3,5 cm SL. Beim Kauf auf die Herkunft achten.

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