
Welse
Tigerspatelwels
Pseudoplatystoma fasciatum
- Endgröße: bis 120 cm
- Aquarium: ab 10000 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7,6
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Pimelodidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Pseudoplatystoma tigrinum, der Echte Tigerspatelwels, erreicht bis zu 130 cm TL (im Aquarium typischerweise bis 105 cm) und ist einer der größten aquaristisch gehaltenen Süßwasserfische aus der Familie Pimelodidae. Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Er erreicht die 105 cm auch im Aquarium schnell, wird bis 17 kg schwer und braucht ein Becken von rund 10.000 Litern.

bis 130 cm TLEndgröße
über 20 JahreLebenserwartung
22-26 °CTemperatur
6-7,6pH-Wert
5-20 °dGHGesamthärte
ab 10000 lAquariengröße
Der Körperbau ist stromlinienförmig mit einer sehr breiten Maulpartie und markant kontrastreichem, gleichmäßig gestreiftem Muster, das die Art von dem eng verwandten Pseudoplatystoma fasciatum unterscheidet, dessen Muster unregelmäßiger ist. Juvenile Exemplare zeigen oft eine intensivere Kontrastzeichnung als adulte Tiere. Im Aquarium zeigt Pseudoplatystoma tigrinum typisches Bodenverhalten. Die Art hält sich überwiegend im unteren Bereich des Beckens auf und nutzt Verstecke. Das Verhalten ist zurückhaltend bis scheu gegenüber Menschenhand, bei Dämmerung und Nacht jedoch deutlich aktiver. Diese Art ist praktisch ausschließlich für öffentliche Aquarien oder Spezialanlagen geeignet. Der verbreitete Mythos, dass Fische nur so groß werden wie ihr Becken, ist falsch. Pseudoplatystoma tigrinum wächst unabhängig von der Beckengröße auf seine Maximalgröße heran. Die Abgabe ausgewachsener Tiere ist schwierig; wer diese Art kauft, geht eine jahrzehntelange Verpflichtung ein.
Für Heimaquarien ist der Echte Tigerspatelwels nicht geeignet. Ein ausgewachsenes Tier braucht ein Becken von rund 10.000 Litern, also die Größe einer Schauanlage. Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 22-26 °C, pH 6,0-7,6, GH 5-20 dGH. Beckengröße: Für ein ausgewachsenes Exemplar sind Becken in der Größenordnung von 360 x 240 x 120 cm (ca. 10.000 Liter) erforderlich. Jungtiere wachsen schnell und erreichen auch im Aquarium annähernd ihre Endgröße, ein kleineres Becken ist deshalb keine Lösung. Einrichtung: Weitläufige Freiflächen in Bodennähe kombiniert mit großen Versteckmöglichkeiten. Robuste Wurzeln, große Höhlen aus Stein oder hohle Wurzelstücke. Feines, sandiges Substrat. Feinere Pflanzenbestände sind aufgrund der Größe und Aktivität problematisch. Filterung: Leistungsfähige Filterung und regelmäßiger Wasserwechsel sind zwingend notwendig. Moderate Strömung. Gut schließende Abdeckung. Fütterung: Fleischbetont mit Fischfilets, Garnelen, Muscheln, Regenwürmern. Kein Säugetierfleisch (Fettleibigkeit). Adulte Tiere maximal einmal pro Woche füttern, Jungtiere jeden zweiten Tag.
Pseudoplatystoma tigrinum ist ein Einzelgänger. Gegenüber Artgenossen und anderen großen Pimelodiden verhält sich die Art territorial. Einzelhaltung ist die Regel. Mit ähnlich großen, robusten Arten anderer Familien ist die Art in der Regel friedlich, sofern diese nicht in die Schnauze passen. Garnelen sind vollständig ungeeignet. Auch Zierschnecken werden als Beute betrachtet. Geeignete Beifische: Ausschließlich sehr großwüchsige südamerikanische Arten (große Doradiden, kräftige Großcichliden), sofern Beckengröße und Struktur ausreichen. Andere große Pimelodiden nicht vergesellschaften. Alle Fische, die in die breite Maulpartie passen, werden gefressen.
Pseudoplatystoma tigrinum ist ein Fleischfresser. Die Ernährung besteht überwiegend aus anderen Fischen und größeren Wirbellosen. Im Aquarium: Gefrorene und aufgetaute Fischfilets, Garnelen, Muscheln, Regenwürmer und sinkende Fleischpellets. Lebendfutter erhöht das Risiko für Krankheitsübertragungen. Säugetierfleisch (Rind, Hühnchen) ist strikt zu vermeiden, da es langfristig zu Fettleibigkeit und Organschäden führt. Adulte Tiere nur einmal pro Woche füttern.
Fortpflanzungstyp: Freilaicher. Im Aquarium nicht dokumentiert. Die Art legt in der Natur weite Wanderungen zurück, um in geeigneten Regionen zu laichen. Diese Migrations- und Umgebungsfaktoren lassen sich in der Aquaristik nicht reproduzieren. Zuchterfolge im Aquarium existieren nicht.
Pseudoplatystoma tigrinum ist in Südamerika heimisch und besiedelt ein weites Spektrum an Süßwasserbiotopen. Die Art ist in großen Flusssystemen anzutreffen, von schnell fließenden Partien bis zu ruhigeren Bereichen. Als bodenorientierter Wels nutzt die Art Struktur und Substrat der Gewässer. Bestimmte Populationen unternehmen saisonale Wanderungen zu geeigneten Laichplätzen.
Eine sichere Geschlechtsbestimmung nach äußerlichen Merkmalen ist kaum möglich. Verlässliche äußerliche Merkmale zur Unterscheidung im Aquarium sind nicht dokumentiert. Eine Bestimmung gelingt häufig erst durch direkte Beobachtungen während der Fortpflanzungsphase.
Nicht im Heimaquarium. Er wächst auch im Aquarium schnell auf rund 105 cm heran und braucht dann ein Becken von rund 10.000 Litern. Öffentliche Aquarien nehmen zu groß gewordene Tiere in der Regel nicht ab.
Pseudoplatystoma tigrinum benötigt Temperaturen von 22-26 °C, pH 6,0-7,6 und GH 5-20 dGH.
Im Freiland bis zu 130 cm TL, im Aquarium typischerweise bis 105 cm. Einer der größten aquaristisch gehaltenen Süßwasserfische.
Für ein ausgewachsenes Exemplar sind Becken von ca. 360 x 240 x 120 cm (ca. 10000 Liter) erforderlich. Diese Anforderungen liegen im Bereich öffentlicher Schauaquarien.
Fleischfresser: Fischfilets, Garnelen, Muscheln, Regenwürmer und sinkende Fleischpellets. Kein Säugetierfleisch, keine Feeder-Fish. Adulte Tiere nur einmal wöchentlich füttern.
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