
Karpfenfische
Burma-Scherenschwanz
Rasbora sp. "Burmese Yellow Scissortail"
- Endgröße: 10 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Danionidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Rasbora kalochroma, der Schönflossenbärbling (englisch auch „Clown Rasbora“), ist ein mittelgroßer Bärbling aus der Familie Danionidae (früher Cyprinidae). Die Art erreicht eine Gesamtlänge von etwa 10 cm und gehört damit zu den größeren Vertretern der Gattung Rasbora – deutlich größer als die kleinen Nano-Rasboras wie Boraras oder Microdevario, mit denen sie häufig verwechselt wird.

10 cm TLEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
5-7pH-Wert
1-8 °dGHGesamthärte
ab 260 lAquariengröße
Der Körper zeigt eine charakteristische warme rosa-rote bis lachsfarbene Grundfärbung, die sich bei optimaler Wasserqualität und in Schwarzwasseraquarien voll entfaltet. Das unverwechselbare Merkmal der Art sind zwei (seltener drei) dunkle, runde Flecken auf den Flanken – ein kleinerer oberhalb der Brustflossen und ein größerer in der Körpermitte. Der Name „Schönflossenbärbling“ bezieht sich auf die zarten, durchscheinenden Flossen. Die Art stammt aus den alten Torfmoorwäldern und Schwarzwasserbächen Südostasiens – konkret von der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo. Dort bewohnt sie obligate Blackwater-Habitate mit extrem weichem, sauren Wasser und dichter Laubstreu am Boden. Rasbora kalochroma gilt als anspruchsvoll in der Haltung und ist nicht für Einsteiger geeignet: Die Art reagiert empfindlich auf unreife Becken und auf hohen Keimdruck während der Eingewöhnung.
Rasbora kalochroma benötigt eine Wassertemperatur von 23 bis 28 °C, einen pH-Wert von 4,0 bis 6,5 (optimal: 5,0 bis 6,0) und eine Gesamthärte zwischen 1 und 8 °dGH. Die Art ist ein obligater Schwarzwasserfisch und toleriert keine harten, alkalischen Wasserwerte – Standard-Leitungswasser aus kalkhaltigen Regionen ist ungeeignet, es wird Osmosewasser mit Schwarzwasser-Aufbereitung empfohlen. Beckengröße: Mindestens 120 cm Kantenlänge und 260 Liter sind für die notwendige Gruppe von 8 bis 12 Tieren erforderlich. Einrichtung: dichte Randbepflanzung (Cryptocoryne-Arten, Anubias, Javafarn), großflächige Laubstreu (Seemandelbaumblätter, Eichenblätter, Erlenzapfen), Torfbeutel im Filter oder Moorkienholz für Huminstoffeintrag, dunkler Bodengrund, gedämpfte Beleuchtung (Schwimmpflanzen als Beschattung), schwache Strömung. Die Eingewöhnung neuer Tiere ist besonders kritisch: Rasbora kalochroma gilt in der Eingewöhnungsphase als besonders anfällig für opportunistische Infektionen. Langsame Tropf-Eingewöhnung (1 bis 2 Stunden), Transfer in ein bereits eingefahrenes, stabiles Schwarzwasser-Aquarium und Huminstoff-Zugabe zur Unterstützung des Immunsystems sind essenziell. Bei Parasiten Malachitgrün-Formalin nach Herstellerangabe, starke Huminstoff-Aufbereitung oder vorsichtige Temperaturerhöhung verwenden.
Kupfer: Rasbora kalochroma reagiert empfindlich auf kupferbasierte Medikamente. In weichem, saurem Wasser sind Kupferionen besser bioverfügbar, die Spanne zwischen wirksamer und schädigender Dosis ist entsprechend klein; Kiemenschäden sind die typische Folge. Kupferpräparate deshalb nicht auf Verdacht einsetzen. Bei Verdacht auf Ich oder Samtkrankheit zuerst die Diagnose sichern; als Alternativen kommen je nach Befund Malachitgrün-Formalin-Präparate, Huminstoffe (Seemandelbaumblätter, Erlenzäpfchen) oder eine vorsichtige Temperaturführung in Betracht, dosiert nach Anleitung des jeweiligen Präparats.
Rasbora kalochroma ist ein ausgeprägter Schwarmfisch und muss zwingend in einer Gruppe von mindestens 8 bis 10 Tieren gehalten werden – optimal sind 12 oder mehr Exemplare. In kleineren Gruppen zeigt die Art chronisches Stressverhalten, verblasst farblich und bildet keinen stabilen Schwarm. In einer ausreichenden Gruppe ist sie deutlich aktiver, farbenprächtiger und zeigt das natürliche, entspannte Sozialverhalten. Wichtiger Hinweis zur Vergesellschaftung mit Garnelen: Aufgrund der Adultgröße von bis zu 10 cm ist Rasbora kalochroma NICHT garnelensicher. Jung- und kleinere adulte Zwerggarnelen (Neocaridina, kleinere Caridina) werden aktiv gejagt und gefressen. Nur sehr große adulte Garnelen in dicht bewachsenen Becken haben eine realistische Überlebenschance. Mit Schnecken gibt es keine Kompatibilitätsprobleme – die Art lässt Gastropoden in Ruhe. Geeignete Beckenpartner sind andere friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe mit Schwarzwasser-Präferenz: andere Rasbora-Arten (nicht Boraras wegen Konkurrenz), Prachtsalmler, südostasiatische Loricariiden, ruhige Schmerlen wie Pangio-Arten oder kleinere Botia. Ungeeignet sind aggressive, hyperaktive Arten, große Raubfische und Fische mit strikt anderen Wasserwerten (z. B. hartwasserliebende Lebendgebärende).
Rasbora kalochroma ist ein Allesfresser mit deutlicher Tendenz zur Mikropredation. In der natürlichen Umgebung nimmt die Art vorwiegend kleine Wirbellose, Insektenlarven und Zooplankton aus dem Wasser und von Laubsubstrat auf. Im Aquarium akzeptiert sie hochwertiges Kleingranulat und feines Flockenfutter als Basis, gedeiht aber deutlich besser und zeigt intensivere Färbung bei regelmäßigen Gaben von Lebend- und Frostfutter: Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien, weiße Mückenlarven, Moina. Wegen ihrer Schwarzwasser-Herkunft und der Empfindlichkeit gegenüber hoher Nitrat-Belastung sollte die Fütterung zurückhaltend sein – lieber etwas weniger als zu viel, und Futterreste konsequent absaugen. Was innerhalb von 2 bis 3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Rasbora kalochroma ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als schwierig und ist in der Aquaristik nur selten erfolgreich dokumentiert. Die Art gibt Eier nach kurzen Balzschwimmspielen frei unter feinfiedrigen Pflanzen (Javamoos, Feuermoos) oder in dichte Laubstreu ab; es gibt keine Vorbereitung eines Laichplatzes und keine Brutpflege. Zuchtbedingungen: Temperatur 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, sehr weiches Wasser (GH 1 bis 3 °dGH, idealerweise aus Osmosewasser mit Torf-Aufbereitung). Eine dichte Javamoos-Bank oder Laichrost ist essenziell, um die Eier vor den Elterntieren zu schützen – beide Geschlechter sind ausgeprägte Laichräuber. Die Inkubationszeit beträgt etwa 18 bis 48 Stunden. Die Elterntiere müssen unmittelbar nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt werden. Die Larven sind winzig und benötigen Infusorien und Pantoffeltierchen als Erstfutter, später feinstes Staub-Futter und erst nach etwa einer Woche Artemia-Nauplien.
Rasbora kalochroma ist in Südostasien beheimatet und kommt natürlicherweise auf der Malaiischen Halbinsel (Malaysia, Singapur), Sumatra und Borneo vor. Die Art bewohnt ausschließlich alte Torfmoorwald-Habitate und die daraus entstehenden Schwarzwasserbäche – sie ist obligat an diese spezifischen Bedingungen gebunden. Die typischen Wasserwerte der natürlichen Habitate sind extrem: Temperatur 25 bis 28 °C, pH-Werte von 4,0 bis 6,0 (in manchen Habitaten noch saurer), fast null Gesamthärte (GH unter 3 °dGH), sehr hohe Huminsäure-Konzentration und dadurch tiefe teefarbene Färbung des Wassers. Der Untergrund ist mit einer dicken Schicht abgesunkenen Laubes und Torfmaterials bedeckt, submerse Wurzeln und fein verzweigte Seitenarme der Bäche bilden die Struktur. Diese spezialisierten Habitate sind durch Abholzung für Palmöl-Plantagen stark bedroht – die wilden Populationen sind rückläufig, auch wenn die IUCN die Art derzeit als „Least Concern“ listet.
Männchen von Rasbora kalochroma sind schlanker gebaut und zeigen eine intensivere rosa-rote Grundfärbung, besonders während der Balz. Ihre Rücken- und Afterflossen sind etwas länger und spitzer ausgeformt. Weibchen haben einen rundlicheren, fülligeren Körperbau, der besonders während der Laichbereitschaft durch einen prallen Bauch auffällt. Ihre Färbung ist meist etwas matter und eher braun-rötlich als das leuchtende Rosa der Männchen. Außerhalb der Balzzeit ist die sichere Geschlechtsbestimmung allein am Körperbau zuverlässiger als an der Färbung.
Rasbora kalochroma benötigt eine Wassertemperatur von 23 bis 28 °C, einen pH-Wert von 5 bis 7 (optimal 5,0 bis 6,0) und eine sehr weiche Wasserhärte von 1 bis 8 °dGH. Die Art ist ein obligater Schwarzwasserfisch und benötigt Osmosewasser mit Huminstoff-Aufbereitung.
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 260 Liter Volumen sind für die notwendige Gruppe von 8 bis 12 Tieren erforderlich. Die Art sollte niemals in kleineren Gruppen oder kleineren Becken gehalten werden.
Ja, mit anderen friedlichen Schwarzwasser-Arten ähnlicher Größe. Wichtig: Aufgrund der Adultgröße von bis zu 10 cm ist die Art NICHT garnelensicher – Zwerggarnelen werden gejagt und gefressen. Schnecken sind verträglich. Aggressive oder hartwasserliebende Arten sind zu vermeiden.
Die Zucht gilt als schwierig. Rasbora kalochroma ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Eier werden unter feinfiedrigen Pflanzen abgelegt und müssen durch eine Javamoos-Bank oder einen Laichrost vor den Elterntieren geschützt werden. Zuchtwerte: 26 bis 28 °C, pH 5,0 bis 6,5, sehr weiches Wasser.
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