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Zierfische, Familie Gobiidae

Japanische Bachgrundel

Rhinogobius flumineus

Die Japanische Bachgrundel (Rhinogobius flumineus) erreicht eine Standardlänge von etwa 6 cm und gehört zur Familie der Gobiidae. Der Körper ist kompakt, leicht zylindrisch und zeigt eine sandbraune bis olivfarbene Grundfärbung mit unregelmäßigen dunklen Flecken und Streifen entlang der Flanken. Im Aquarium zeigt Rhinogobius flumineus ein bodengebundenes Verhalten mit kurzen, schnellen Sprints zwischen Verstecken.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Japanische Bachgrundel (Rhinogobius flumineus)
Quelle: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG
  • bis 7 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 15-25 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • 2-15 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Haltung und Pflege

Rhinogobius flumineus benötigt ein Strömungsbecken mit kühlem, sauerstoffreichem Wasser bei 15 bis 25 °C, pH 7,0 bis 8,0 und GH 2 bis 15 °dGH. Das Becken sollte mindestens 112 Liter bei 80 cm Kantenlänge umfassen. Als Bodengrund eignet sich grober Sand bis feiner Kies mit zahlreichen flachen Steinen, die als Reviermarkierungen und Laichplätze dienen. Eine starke Filterung mit hoher Strömungsleistung ist Pflicht, da die Art aus schnell fließenden Bächen stammt. Regelmäßige Wasserwechsel halten die Wasserqualität hoch. Eine Abdeckung ist empfehlenswert, da Grundeln gelegentlich springen.

Passt das Wasser bei dir?

Verhalten und Vergesellschaftung

Rhinogobius flumineus ist territorial und zeigt eine ausgeprägte hierarchische Sozialstruktur unter Männchen. Männchen sind gegenüber anderen Männchen hochaggressiv, besonders während der Fortpflanzungszeit von Juni bis August. Dieses ausgeprägte Revierverhalten erfordert eine Einrichtung mit vielen Rückzugsräumen und optischen Trennungen, damit rangniedrigere Tiere Ausweichmöglichkeiten finden. Das Temperament lässt sich als aktiv und gegenüber Artgenossen ruppig zusammenfassen; gegenüber anderen Arten sind die Tiere in der Regel friedlich, sofern diese keine direkte Konkurrenz um dasselbe Mikrohabitat darstellen. Während der Brutzeit steigt die Aggressivität der Männchen deutlich an. Empfohlen wird eine Haltung mit einem Männchen auf zwei bis mehrere Weibchen, um Konflikte zu reduzieren. Schnecken werden toleriert. Garnelen sind für adulte Tiere meist sicher; sehr kleine Junggarnelen können jedoch als Beute angesehen werden. Geeignete Beifische stammen aus derselben Bioregion (Ostasien) und halten sich überwiegend im Mittelwasser auf, ohne in den Bodenbereich der Grundeln einzudringen. Friedliche, robuste Schwarmfische mittelgroßer Größe sind geeignete Begleiter, solange sie mit kühleren Wassertemperaturen (ab ca. 15 °C) zurechtkommen. Arten, die dauerhaft wärmere Temperaturen benötigen, sind ungeeignet. Auf ausreichend Struktur und eine sinnvolle Besatzdichte ist zu achten.

Ernährung

Ernährungstyp: Fleischfresser (Karnivore). Die Art ernährt sich primär von kleinen Bodentieren und nimmt eine breite Palette an tierischer Kost an. Als Hauptfutter empfehlen sich lebende oder tiefgekühlte Kleintiere: Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven, Chironomiden-Larven (Rote Mückenlarven), Mysis sowie kleine Tubifex. Hochwertige, sinkende Pellets oder Tabs für Bodenfische können nach Eingewöhnung als Ergänzung akzeptiert werden, sollten jedoch nicht als alleinige Nahrungsgrundlage dienen. Pflanzliche Futterkomponenten sind nicht notwendig. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Kondition, Farbpracht und Zuchtbereitschaft.

Zucht

Rhinogobius flumineus ist ein Substratlaicher. Das Männchen reinigt die Unterseite eines flachen Steins und lockt ein laichbereites Weibchen an. Die Eier werden in einer einzelnen Schicht an die Steinunterseite geheftet und ausschließlich vom Männchen bewacht und befächelt. Die Larven schlüpfen nach etwa 7 bis 10 Tagen und benötigen als Erstfutter Infusorien oder feinste Artemia-Nauplien. In Japan durchlaufen einige Populationen eine amphidrome Larvalphase im Meer, was die Nachzucht im Aquarium erschweren kann.

Natürlicher Lebensraum

Rhinogobius flumineus ist in Japan endemisch, wo die Art in klaren, schnell fließenden Bächen und Flüssen mit kiesigem bis steinigem Untergrund vorkommt. Die natürlichen Habitate zeichnen sich durch kühle Temperaturen, hohe Sauerstoffsättigung und starke Strömung aus. Einige Populationen sind amphidrom und verbringen die Larvalphase im Meer.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind kräftiger gebaut und zeigen in Laichstimmung rötliche Wangen und intensivere Flossenfarben. Der Kopf ist breiter und die Kiemendeckel können einen metallischen Glanz aufweisen. Weibchen bleiben etwas kleiner, schlanker und zeigen eine dezenteren Färbung.

Gut zu wissen

  • Kühlwasserart aus Japan, benötigt Temperaturen von 15 bis 25 °C
  • Männchen entwickeln in Laichstimmung rötliche Wangen und Flossenränder
  • Substratlaicher: Männchen bewacht Gelege unter flachen Steinen
  • Rheophil, benötigt starke Strömung und hohen Sauerstoffgehalt
  • Kupfer-unempfindlich, aber empfindlich gegenüber hohen Temperaturen über 26 °C
  • Endemisch in Japan, dort in schnell fließenden Bächen und Flüssen verbreitet

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird Rhinogobius flumineus?

Rhinogobius flumineus erreicht eine Länge von etwa 6 cm.

Welche Wasserwerte braucht die Japanische Bachgrundel?

Die Art benötigt kühles Wasser mit 15 bis 25 °C, pH 7,0 bis 8,0 und einer Gesamthärte von 2 bis 15 °dGH.

Kann man Rhinogobius flumineus mit Garnelen halten?

Garnelen werden als Beute betrachtet. Nur größere Garnelen wie adulte Amano-Garnelen können bei ausreichend Verstecken koexistieren.

Wie züchtet man Rhinogobius flumineus?

Die Art ist ein Substratlaicher. Das Männchen bewacht die Eier unter flachen Steinen. Die Nachzucht kann schwierig sein, da einige Populationen eine amphidrome Larvalphase durchlaufen.

Was frisst Rhinogobius flumineus?

Als Fleischfresser bevorzugt die Art lebende und gefrorene Kleintiere wie Mückenlarven, Artemia und Cyclops. Trockenfutter wird oft verweigert.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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China-Makropode

Labyrinthfische

China-Makropode

Macropodus ocellatus

  • Endgröße: 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 10-22 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Ostasien, Wasserwerte passen

Messingbarbe

Barben

Messingbarbe

Barbodes semifasciolatus

  • Endgröße: bis 7,6 cm TL
  • Becken: ab 120 l
  • Temperatur: 16-24 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Ostasien, Wasserwerte passen

Feinpunktflossensauger

Flossensauger

Feinpunktflossensauger

Beaufortia kweichowensis

  • Endgröße: 7-8 cm TL
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 16-24 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Ostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Grundeln, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Sichuan-Bachgrundel

Grundeln

Sichuan-Bachgrundel

Rhinogobius szechuanensis

  • Endgröße: 5–7 cm SL
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 16-22 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, territorial

Rittergrundel

Grundeln

Rittergrundel

Stigmatogobius sadanundio

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, friedlich

Gelber, grundelartiger Fisch mit blau gesäumter Rückenflosse auf dunklem Kies

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Chlamydogobius eremius

  • Endgröße: bis 6 cm
  • Becken: ab 60 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, territorial

Neongrundel

Grundeln

Neongrundel

Stiphodon semoni

  • Endgröße: 5 cm (SL)
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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