Der Geschlechtsdimorphismus ist in der Laichzeit stark ausgeprägt. Männchen zeigen eine metallisch violette bis bläuliche Körperfärbung mit leuchtend roten Flossen und werden bis zu 7 cm groß. Weibchen bleiben mit 5 cm kleiner und sind schlichter gefärbt, entwickeln aber zur Laichzeit eine markante, lange Legeröhre (Ovipositor) zur Eiablage in Muscheln.
Rhodeus ocellatus benötigt ein Kaltwasserbecken mit mindestens 112 Litern bei 80 cm Kantenlänge. Die Wasserwerte sollten bei 10 bis 24 °C, pH 7,0 bis 7,5 und GH 10 bis 20 °dGH liegen. Als Bodengrund eignet sich Sand oder feiner Kies. Die Einrichtung sollte freie Schwimmflächen mit Randbepflanzung bieten. Für die Zucht sind lebende Süßwassermuscheln der Gattungen Anodonta oder Unio erforderlich, deren Pflege besondere Aufmerksamkeit erfordert (Filterung, Fütterung der Muscheln). Moderate Strömung und gute Wasserqualität sind wichtig.
Rhodeus ocellatus ist ein obligater Muschellaicher. Das Weibchen führt seine Legeröhre in die Atemöffnung einer Süßwassermuschel ein und platziert die Eier in der Kiemenhöhle. Das Männchen gibt sein Sperma in der Nähe der Muschel ab, das mit dem Atemwasserstrom aufgenommen wird und die Eier befruchtet. Die Eier entwickeln sich geschützt in der Muschel über 15 bis 30 Tage. Die Jungfische verlassen die Muschel als vollständig entwickelte Miniaturausgaben der Eltern. Ohne lebende Süßwassermuscheln ist keine Zucht möglich.
Rhodeus ocellatus stammt aus Ostasien und kommt natürlich in China, Japan, Korea und Taiwan vor. Die Art bewohnt stehende bis langsam fließende Gewässer wie Seen, Teiche, Kanäle und ruhige Flussabschnitte mit schlammigem oder sandigem Untergrund. Das Vorkommen ist an die Verfügbarkeit von Süßwassermuscheln gebunden.
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