Männchen entwickeln prominente Odontoden an Kopf, Wangen und teils an den Brustflossenstacheln, der Kopf wirkt breiter und ‚bärtig‘. Weibchen haben einen schlankeren, spitzeren Kopf, einen rundlicheren Bauch und keine Kopfborsten. Gravide Weibchen können eine leicht gelblich-grünliche Tönung aufweisen.
Die Wasserwerte für tropische Vertreter der Gattung liegen bei 24 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5 und GH 2 bis 15 °dGH. Subtropische Arten wie R. fallax benötigen deutlich kühleres Wasser (15 bis 25 °C). Das Becken sollte mindestens 160 Liter bei 100 cm Kantenlänge bieten. Feiner Sand als Bodengrund ist Pflicht, da die Tiere auf dem Substrat ruhen und sich an grobem Kies verletzen können. Höhlen aus Wurzeln, Tonröhren oder PVC-Rohren sind als Rückzugs- und Laichplätze unverzichtbar. Seemandelbaumblätter und Laubstreu bereichern das Becken und liefern Mikroorganismen. Moderate Filterung genügt, der Bodenbereich sollte ruhig bleiben.
Rineloricaria sind Höhlenbrüter mit ausschließlicher Brutpflege durch das Männchen. Das Männchen reinigt eine geeignete Höhle und lockt das Weibchen zur Eiablage. Nach der Befruchtung bewacht und befächelt es das Gelege allein. Die Eier schlüpfen nach 4 bis 5 Tagen, die Larven werden 2 bis 3 Tage später freischwimmend. Zucht-Wasserwerte: weiches, leicht saures Wasser mit pH 5,5 bis 6,5 und GH 2 bis 6 °dGH. Kühle Wasserwechsel können die Laichbereitschaft stimulieren. Die Jungfische benötigen Mikrowürmer, Artemia-Nauplien und weiche pflanzliche Kost.
Rineloricaria-Arten sind in Südamerika weit verbreitet, von Venezuela und Guyana bis Peru, Bolivien und Argentinien. Die für den Aquarienhandel relevanten Arten stammen überwiegend aus dem Amazonasbecken. Die Habitate sind tropische Waldbäche und Flussrandlagen mit sandigem oder schlammigem Substrat, dichtem Laubfall und Totholz. Das Wasser ist typischerweise weich, leicht sauer und nahrungsarm.
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