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Zierfische, Familie Rivulidae

Laimosemion tecminae

Laimosemion tecminae

Laimosemion tecminae (früher als Rivulus tecminae bekannt) ist ein kompakter Killifisch aus der Familie Rivulidae und wird bis zu 6,5 cm groß. Die Art stammt aus dem Orinoco-Einzugsgebiet in Venezuela. Männchen zeigen ein markanteres Flossenmuster und eine intensivere Färbung als Weibchen. Weibchen sind unscheinbarer gefärbt, aber oft dominanter im Sozialverhalten.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
Männchen von Rivulus tecminae mit rot-orangefarbenen Punktreihen
Männchen – Foto: Aquarium Glaser – Frank Schäfer
  • 6,5 cmEndgröße

  • 3 JahreLebenserwartung

  • 22-26 °CTemperatur

  • 5-6,5pH-Wert

  • 1-5 dGHGesamthärte

  • ab 112 lBeckengröße

Beschreibung

Im Aquarium hält sich Laimosemion tecminae bevorzugt in den oberen Wasserschichten auf und inspiziert aktiv die Wasseroberfläche und Vegetation. Innerartliche Aggressionen sind gut dokumentiert: Besonders Weibchen können in beengten Verhältnissen gegenüber Männchen extrem dominant auftreten. Die ausgeprägte Sprungfähigkeit ist ein zentrales Haltungsmerkmal. Laimosemion tecminae gilt als sprungfreudig und entkommt selbst durch kleinste Lücken im Aquariendeckel. Ein eng schließender, lückenloser Deckel ist daher Pflicht. Die Art ist kein Jahresfisch, zeigt aber eine deutlich verlängerte Ei-Inkubation von 3–4 Monaten.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, pH 5,0–6,5, GH 1–5 °dGH. Weiches, leicht saures Wasser ist artgerecht. Gefiltertes oder osmotisch aufbereitetes Wasser empfiehlt sich. Beckengröße: Mindestbeckenlänge 60 cm; 54–112 Liter je nach Besatzdichte. Das Becken sollte in Zonen aufgeteilt sein: dichte Vegetation und schwimmende Pflanzen für Verstecke und Laichsubstrat, offene Flächen für Futtersuche. Feiner Sand, Laub und Wurzeln als Bodenstruktur. Strömung: Mäßige Filterung ohne starke Strömung. Beleuchtung: Gedämpft mit schwimmenden Pflanzen für Schattenzonen. Sicherheit: Laimosemion tecminae ist ein ausgeprägter Springer. Jede Lücke im Deckel ist ein potenzieller Fluchtweg. Nur eng schließende Abdeckungen sind geeignet. Die Art ist für erfahrene Aquarianer. Stabile Wasserchemie, artgerechtes Lebend- und Frostfutter sowie eine sorgfältig geplante Gruppenstruktur mit ausreichend Verstecken sind Grundvoraussetzungen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Laimosemion tecminae lebt am besten in kleinen Gruppen mit einem Geschlechterverhältnis von einem bis zwei Männchen auf mehrere Weibchen. Ausreichend Verstecke und Sichtbarrieren sind entscheidend, um dominante Tiere vom dauerhaften Verfolgen untergeordneter Individuen abzuhalten. Das Temperament ist aufmerksam und territorial; soziale Spannungen eskalieren vor allem bei beengten Verhältnissen. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefährdet; adulte Garnelen werden meist geduldet. Kleine, friedliche Bodenbewohner sind in der Regel verträglich. Geeignete Beckenpartner stammen aus derselben Bioregion oder sind als kompatibel dokumentiert. Ruhige, nicht territorial konkurrierende Arten ähnlicher Größe eignen sich am besten. Arten mit überlappenden Revieransprüchen an die Wasseroberfläche sollten vermieden werden.

Ernährung

Ernährungstyp: Fleischfresser. Laimosemion tecminae benötigt protein- und vitaminreiches Futter. Im Aquarium empfiehlt sich Lebendfutter (Artemia-Nauplien, Cyclops, Mückenlarven) und hochwertiges Frostfutter. Trockenfutter kann ergänzend angeboten werden, reicht als alleinige Ernährung nicht aus. Mehrere kleine Fütterungen täglich entsprechen dem natürlichen Jagdverhalten.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Substratlaicher. Zuchtschwierigkeit: mittel. Laimosemion tecminae ist ein nicht-annueller Killifisch. Pro Laichakt werden 5–15 Eier zwischen Vegetation, Moos oder auf Laichmoppen abgelegt. Die Eier sollten nach dem Ablaichen entnommen werden, um Fraß zu vermeiden. Inkubation: Eier zunächst für ca. 2 Wochen in Wasser mit Fungizid aufbewahren, danach in feuchtem Kokostorf für weitere 2–3 Monate inkubieren. Die Jungen schlüpfen nach insgesamt ca. 3–4 Monaten und nehmen sofort frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien an. Geschlechtsreife wird nach ca. 4–5 Monaten erreicht.

Natürlicher Lebensraum

Laimosemion tecminae stammt aus dem Orinoco-Flussbecken in Venezuela. Die Art bewohnt offene Savannenbecken mit ruhigen Randzonen, dichter Vegetation und flachen Wasserflächen. Die Habitate bestehen aus feinem organischen Material, Laub und Pflanzenresten.

Geschlechtsunterschiede

Männchen zeigen ausgeprägtere Flossenzeichnungen und ein markanteres Farbmuster; sie sind in der Regel etwas kleiner als Weibchen. Weibchen sind unscheinbarer gefärbt, aber oft dominanter im Sozialverhalten. Die Unterscheidung ist anhand von Flossenform und Körperfärbung möglich.

Gut zu wissen

  • Sehr hohe Sprungfähigkeit, lückenloser Deckel ist Pflicht
  • Ausgeprägte innerartliche Aggression, bei Platzmangel auch tödlich
  • Nicht-annueller Killifisch mit verlängerter Ei-Inkubation (3–4 Monate)
  • Eier werden in Vegetation oder Substrat abgelegt
  • Lebensdauer im Aquarium bis ca. 3 Jahre
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen und Schnecken weitgehend sicher

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Laimosemion tecminae?

Laimosemion tecminae benötigt weiches, leicht saures Wasser mit einer Temperatur von 22–26 °C, einen pH-Wert von 5,0–6,5 und einer Gesamthärte von 1–5 °dGH.

Kann man den Laimosemion tecminae vergesellschaften?

Geeignet sind ruhige, nicht territorial konkurrierende Arten ähnlicher Größe aus derselben Bioregion. Arten mit überlappenden Revieransprüchen an die Wasseroberfläche sollten vermieden werden.

Wie züchtet man den Laimosemion tecminae?

Die Art ist ein nicht-annueller Killifisch mit verlängerter Inkubation von 3–4 Monaten. Eier werden in Moos oder Vegetation abgelegt und sollten entnommen werden. Die Jungen nehmen sofort Artemia-Nauplien an.

Was frisst der Laimosemion tecminae?

Die Art ist ein Fleischfresser und benötigt Lebendfutter wie Artemia, Cyclops und Mückenlarven sowie hochwertiges Frostfutter. Trockenfutter allein reicht nicht aus.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Tüpfelbuntbarsch

Buntbarsche

Tüpfelbuntbarsch

Laetacara curviceps

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Tigerpanzerwels

Panzerwelse

Tigerpanzerwels

Corydoras pastazensis

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Grüner Zwergnadelwels

Harnischwelse

Grüner Zwergnadelwels

Acestridium dichromum

  • Endgröße: 6 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 23-29 °C
  • pH-Wert: pH 5-6,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Javafarn

Rhizompflanzen

Javafarn

Microsorum pteropus ´Petite´

  • Wuchshöhe: 10-15 cm
  • Licht: wenig bis mittel
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Platz im Becken: Aufsitzerpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Javafarn

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Zahnkarpfen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Schwarzer Fächerfisch

Zahnkarpfen

Schwarzer Fächerfisch

Argolebias nigripinnis

  • Endgröße: bis 7 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 15-22 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Renova oscari (annualer Killifisch)

Zahnkarpfen

Renova oscari (annualer Killifisch)

Renova oscari

  • Endgröße: bis 6,5 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

Haremshaltung, friedlich

Rotflossen-Perlkilli

Zahnkarpfen

Rotflossen-Perlkilli

Nematolebias papilliferus

  • Endgröße: bis 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Haremshaltung, territorial

Floridakärpfling

Zahnkarpfen

Floridakärpfling

Jordanella floridae

  • Endgröße: 5–6 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 18-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, territorial

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