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Zierfische, Familie Bryconidae

Dorado Salminus brasiliensis

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Dorado (Salminus brasiliensis, früher Salminus maxillosus) ist ein großer Raubsalmler aus der Familie Bryconidae. Für Heimaquarien ist er nicht geeignet: Ein ausgewachsener Dorado ist ein sehr schneller Raubfisch und braucht als absolutes Minimum ein Becken von rund 9.100 Litern oder einen beheizten Innenteich.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Einzelgänger
  • Aggressiv
  • bis 100 cmEndgröße

  • 22-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 2-15 °dGHGesamthärte

  • ab 9100 lAquariengröße

Beschreibung

Er erreicht bis 100 cm Standardlänge (SL, ohne Schwanzflosse) und ein Höchstgewicht von 31,4 kg, die Gesamtlänge mit Schwanzflosse liegt noch darüber. Der Körper ist gestreckt und kräftig, das große Maul trägt ein starkes Gebiss. Alte Tiere werden am ganzen Körper golden, daher der Name nach portugiesisch dourado (der Goldene). Die Art ist potamodrom (wandert innerhalb der Flusssysteme) und ein begehrter Sport- und Speisefisch. Im Zoohandel tauchen gelegentlich Jungtiere auf. Ein ausgewachsener Dorado braucht aber ein Becken von mindestens rund 9.100 Litern, die lebenslange Haltung ist für nahezu alle Aquarianer nicht machbar.

Haltung und Pflege

Für Heimaquarien ist der Dorado nicht geeignet, auch nicht für erfahrene Aquarianer.

Wasserwerte: 22 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 2 bis 15 °dGH. Das ist keine Empfehlung für die Heimhaltung. Ein erwachsener Dorado ist ein sehr schneller, aktiver Raubfisch und braucht ein riesiges Becken oder einen beheizten Innenteich. Als absolutes Minimum gilt ein Becken ab 610 x 122 x 122 cm mit rund 9.100 Litern (Anfertigung). Die Einrichtung ist nebensächlich, nötig sind eine sehr große Filteranlage für die erheblichen Abfallmengen und eine deutliche Strömung. Wegen des kräftigen Gebisses brauchen schon Jungtiere große Becken. Eine stabile Abdeckung ist ratsam.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Salminus brasiliensis ist ein Raubfisch und frisst alles, was ins Maul passt. Damit bleiben kaum Arten, die sich auf Dauer mit ihm halten lassen. Jungtiere wurden zusammen mit großen Mitbewohnern wie Cichla-Arten (Augenbuntbarsche) und Arowanas gepflegt. Mit seinem kräftigen Gebiss kann der Dorado Mitbewohner ernsthaft verletzen. Im Aquarium wird der Dorado in der Regel einzeln gehalten, ob die Art Gruppen verträgt, ist nicht gesichert. Garnelen sind ungeeignet, sie gehören zu seiner Beute.

Ernährung

Salminus brasiliensis ist ein Fleischfresser, in der Natur ernährt er sich von Fischen und Krebstieren. Jungtiere nehmen im Aquarium Garnelen und Sandaale (Lancefish), erwachsene Tiere brauchen große Mengen ganzer Fische, zum Beispiel ganze Forellen. Mit Flockenfutter ist die Art auf Dauer nicht zu ernähren, aufgetauter Fisch gehört regelmäßig dazu.

Zucht

Im Heimaquarium nicht möglich und auch nicht in Betracht zu ziehen. In der Natur wandert der Dorado von Oktober bis Januar, gekoppelt an steigende Wasserstände und längere Tage, und folgt seiner Beute zu den Laichplätzen. Geschlechtsreif wird er bei etwa 38 cm Länge. In Brasilien wird die Art als Speisefisch in Aquakultur gehalten.

Natürlicher Lebensraum

Salminus brasiliensis stammt aus dem südlichen Südamerika: aus den Einzugsgebieten von Paraná, Paraguay und Uruguay, aus dem Einzugsgebiet der Laguna dos Patos in Südbrasilien sowie aus dem oberen Chaparé und Mamoré in Bolivien. Ein Vorkommen im übrigen Amazonasgebiet gilt als sehr zweifelhaft. Die Art lebt vor allem in Flüssen, kommt aber auch in Seen und Teichen vor. Auf ihren Wanderungen wird sie durch Staudämme und Wehre behindert und durch Gewässerverschmutzung belastet. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft sie als nicht gefährdet (Least Concern) ein.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Geschlechtsunterschiede sind nicht bekannt. Ein belegter Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen liegt nicht vor.

Gut zu wissen

  • Nicht für Heimaquarien: bis 100 cm SL (Standardlänge, ohne Schwanzflosse) und 31,4 kg, als absolutes Minimum gilt ein Becken von rund 9.100 Litern oder ein beheizter Innenteich. Jungtiere tauchen trotzdem im Zoohandel auf.
  • Name nach portugiesisch dourado (der Goldene), alte Tiere sind am ganzen Körper golden
  • Bis 100 cm Standardlänge (SL) und 31,4 kg
  • Kräftiges Gebiss, kann Mitbewohner verletzen
  • Potamodrom: wandert von Oktober bis Januar mit steigenden Wasserständen zu den Laichplätzen
  • Sport- und Speisefisch, in Brasilien in Aquakultur
  • Im Heimaquarium nicht zu halten und nicht zu züchten

Galerie

Häufige Fragen

Kann man den Dorado im Aquarium halten?

Nicht im Heimaquarium. Ein erwachsener Dorado braucht als absolutes Minimum ein Becken ab 610 x 122 x 122 cm mit rund 9.100 Litern (Anfertigung) oder einen beheizten Innenteich. Auch die im Zoohandel angebotenen Jungtiere brauchen später diese Größe.

Wie groß wird der Dorado?

Bis 100 cm Standardlänge (ohne Schwanzflosse), mit Schwanzflosse also über 100 cm, und bis 31,4 kg. Ein belegter Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen liegt nicht vor.

Welche Wasserwerte braucht der Dorado?

22 bis 28 °C, pH 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 2 bis 15 °dGH, dazu eine sehr große Filteranlage und deutliche Strömung.

Was frisst der Dorado?

Er ist ein Fleischfresser. Jungtiere nehmen Garnelen und Sandaale (Lancefish), erwachsene Tiere brauchen große Mengen ganzer Fische. Flockenfutter reicht auf Dauer nicht.

Kann man den Dorado züchten?

Im Heimaquarium nicht. In der Natur wandert die Art von Oktober bis Januar mit steigenden Wasserständen zu den Laichplätzen. In Brasilien wird sie als Speisefisch in Aquakultur gehalten.

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Fragen und Erfahrungen

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