
Buntbarsche
Dreifleck-Erdfresser
Satanoperca daemon
- Endgröße: bis 30 cm
- Aquarium: ab 900 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 4,5-6
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Teufelsangel (Satanoperca jurupari) ist ein schlanker südamerikanischer Buntbarsch aus der Unterfamilie Geophaginae mit einer Gesamtlänge von bis zu 25 cm. Die Grundfärbung ist gelblich bis blassgrün mit feiner irisdeszierender Schuppenzeichnung. Ein dunkles horizontales Längsband zieht vom Kiemendeckel bis zum Schwanzstiel. Das Gesicht zeigt dunkelbraune bis rötliche Streifen.

bis 25 cm TLEndgröße
10-15 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
5,5-7,5pH-Wert
1-10 °dGHGesamthärte
ab 750 lAquariengröße
Im Aquarium zeigt die Art ruhiges, bodenorientiertes Erdfresserverhalten: Sand wird aufgenommen, Nahrung durch die Kiemen gefiltert und das Material ausgestoßen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit überraschend friedlich für einen großen Buntbarsch. S. jurupari ist ein maternaler Maulbrüter – das Weibchen inkubiert die Eier allein im Maul. Das Männchen ist polygam.
Satanoperca jurupari benötigt ein Becken ab 210 cm Kantenlänge (ca. 750 Liter) mit Temperaturen von 24–28 °C, einem pH-Wert von 5,5–7,5 und einer Gesamthärte von 1–10 °dGH. Feiner, weicher Sand als Substrat ist Pflicht. Wurzelholz, Laubmulm und flache Steine als Strukturierung. Robuste Pflanzen in Töpfen (Anubias, Microsorum). Laubstreu (Seemandelbaumblätter, Buchenlaub) empfohlen. Leistungsfähige Filterung mit 4–5-fachem Beckenumsatz. Moderate bis schwache Strömung. Wöchentliche Wasserwechsel 25–30 %. Gedämpfte Beleuchtung bevorzugt.
Satanoperca jurupari ist eine gesellige Art, die in Gruppen ab 5–6 Tieren gehalten wird. Ruhig bis mäßig aktiv, zeigt soziale Strukturen und Rangordnungen. Während der Fortpflanzungszeit territorialer, sonst überraschend friedlich. Garnelen: Ungeeignet. Schnecken: Meist toleriert. Zur Vergesellschaftung eignen sich friedliche südamerikanische Arten mit Weichwasserbedarf: Salmler (Rote Neons, Altum-Skalare), Panzerwelse, kleinere geophagine Cichliden.
Satanoperca jurupari ist ein Allesfresser mit starker Neigung zu benthischer Kost. Lebendfutter: Artemia, Enchytraeen, Daphnien. Frostfutter: Mückenlarven, Cyclops. Sinkende Pellets und Granulate. Spirulina-Tabletten als Ergänzung. Mehrmals täglich in kleinen Portionen, sinkendes Futter bevorzugen.
Satanoperca jurupari ist ein maternaler Maulbrüter. Das Weibchen sammelt die befruchteten Eier sofort ins Maul und inkubiert sie ca. 10 Tage bei 28 °C. Das Männchen ist polygam und verlässt das Weibchen nach der Befruchtung. Zucht anspruchsvoll, aber gut dokumentiert. Separates Zuchtbecken empfohlen. Zuchttemperatur 27–28 °C, pH 6,0–6,5.
Satanoperca jurupari kommt im Amazonasbecken vor – von Peru, Ecuador und Kolumbien ostwärts bis zur Amazonasmündung in Brasilien, außerdem in Bolivien und Französisch-Guayana. Bevorzugt ruhige Seitenarme, Überschwemmungsgebiete und langsam fließende Abschnitte mit sandigem bis schlammigem Untergrund.
Männchen werden größer und kräftiger, zeigen ausgeprägtere Rücken- und Schwanzflossenspitzen sowie intensivere Färbung bei der Balz. Weibchen kompakter und farblich matter, während Maulbrut an gefülltem Kehlbereich erkennbar. Sichere Bestimmung erst bei geschlechtsreifen Tieren (ab ca. 2 Jahren).
Satanoperca jurupari benötigt Temperaturen von 24–28 °C, einen pH-Wert von 5,5–7,5 und eine Gesamthärte von 1–10 °dGH.
Ja, maternaler Maulbrüter. Das Weibchen inkubiert die Eier ca. 10 Tage allein im Maul. Das Männchen ist polygam.
Feiner, weicher Sand ist Pflicht – die Art nimmt Sand auf und filtert Nahrung durch die Kiemen. Ohne Sand kein artgerechtes Fressverhalten.
In Gruppen ab 5–6 Tieren. Gesellige Art mit sozialen Strukturen.
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