Schistura spilota
Beschreibung
Schistura spilota ist eine mittelgroße Bachschmerle aus der Familie Nemacheilidae mit einer Maximallänge von ca. 10 cm. Der Körper ist gestreckt und stromlinienförmig, angepasst an schnell fließende Gewässer. Das namensgebende Farbmuster zeigt 7–10 dunkle, rundliche Flecken entlang der Seitenlinie. Die Schwanzflosse ist rötlich gefärbt mit zwei vertikalen Reihen dunkler Punkte. An der Basis der Rückenflosse ein schwarzroter Fleck.
Im Aquarium zeigt die Art lebhaftes, bodenorientiertes Verhalten mit ausgeprägtem Territorialverhalten. Einzelne Exemplare beanspruchen Reviere am Boden. Männchen verändern ihre Färbung saisonbedingt: in der Laichzeit werden sie dunkler und die Wangenpartie tritt hervor.
HINWEIS: Für das allgemeine Gesellschaftsbecken nicht geeignet. Territorial und revierbildend gegenüber gleichgroßen Bodentieren. Starke Strömung Pflicht.
Besonderheiten
- 7–10 dunkle Rundflecken entlang der Seitenlinie (namensgebend)
- Rötliche Schwanzflosse mit zwei Punktreihen
- Territorial und revierbildend – viele Verstecke nötig
- Männchen mit Wangenvergrößerung und Farbwechsel zur Laichzeit
- Strömungsspezialist – starke Strömung und hoher Sauerstoff Pflicht
- Zucht im Aquarium nicht dokumentiert
Vergesellschaftungshinweise
Schistura spilota ist eine territorial agierende Art. Haltung in kleinen Gruppen mit vielen Versteckmöglichkeiten und klar gegliederter Bodenzone. Lebhaft und durchaus streitlustig gegenüber ähnlich kleinen oder langsamen Bodenfischen.
Garnelen: Kleine können gefressen werden, adulte meist toleriert. Schnecken: Toleriert.
Zur Vergesellschaftung eignen sich schnelle, stromliebende Schwarmfische aus Südostasien: Devario-, Barilius-Arten, robuste mittelgroße Barben. Langsame Bodenbewohner, Langflosser und Corydoras ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen besitzen eine markantere Kopfform mit vergrößerten Wangen (Suborbitalregion). Während der Fortpflanzungsphase deutliche Verdunkelung der Färbung. Weibchen fülliger im Rumpfbereich bei Laichreife.
Haltungstipps / Pflege
Schistura spilota benötigt ein Becken ab 120 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) mit Temperaturen von 20–26 °C, einem pH-Wert von 6,0–7,5 und einer Gesamthärte von 2–12 °dGH.
Grobes Substrat aus Sand, Kies und Kieseln. Größere Steine, Felsspalten und flache Steinplatten als Rückzugsorte. Zahlreiche Verstecke aus Steinen und Wurzeln. Pflanzen an ruhigeren Randbereichen möglich.
Kräftige, gerichtete Strömung. Filterleistung mindestens 4–5-faches Beckenvolumen/Stunde. Strömungspumpen empfohlen. Hohe Sauerstoffsättigung. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung. Gut sitzender Deckel.
Zucht und Fortpflanzung
Schistura spilota ist vermutlich ein Substratlaicher (gattungstypisch). Zucht im Heimaquarium nicht dokumentiert. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit Verdunkelung der Färbung und Wangenvergrößerung. Natürliche Laichzeiten fallen mit Monsun-Hochwassern zusammen.
Ernährung/Futterbedarf
Fleischbetonter Allesfresser. Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Daphnien. Sinkende Tabletten und Granulate nach Eingewöhnung. Pflanzliche Ergänzung möglich. Mehrere kleine Portionen täglich, sinkendes Futter.
Natürlicher Lebensraum
Schistura spilota stammt aus Zuflüssen des oberen Mae Nam Ping in Südostasien. Riffartige und fließende Abschnitte klarer, sauerstoffreicher Bäche mit steinigem bis kiesigem Substrat. Oft von Waldbestand überschattet. Saisonale Schwankungen durch Monsunzyklen.