Scleropages jardinii

Deutscher Name: Australischer Arowana

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Australien, Neuguinea
Farben:
bronze, grün, rot
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Scleropages jardinii
Gattung: Scleropages
Familie: Osteoglossidae

Beschreibung

Scleropages jardinii (Australischer Arowana, Nordsaratoga) ist ein großer Vertreter der Knochenzüngler (Osteoglossidae) mit massigem, seitlich abgeflachtem Körperbau. Die Grundfärbung ist bronzefarben bis dunkelgrün mit großen, stark metallisch glänzenden Schuppen, deren hintere Ränder mehrere rötliche bis rosafarbene Halbmondflecken aufweisen. Dieses Muster unterscheidet die Art von S. leichardti, der nur einen einzelnen roten Punkt pro Schuppe besitzt. Das Maul ist groß und nach oben gerichtet, an der Unterlippe befinden sich zwei kurze Barteln. Im Aquarium zeigt Scleropages jardinii ausgeprägtes Oberflächenverhalten als Lauerjäger von Insekten, Fröschen und kleineren Fischen. Im Freiland werden 90-100 cm TL dokumentiert, im Aquarium bleibt die Art meist kleiner. Die Art gilt als die aggressivste Arowana-Art unter Aquarienbedingungen. Scleropages jardinii ist ein paternaler Maulbrüter: das Männchen trägt und betreut Eier und Jungfische im Maul. Das Sprungrisiko ist extrem hoch. Eine schwere, lückenlos schließende Abdeckung ist notwendig.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: aggressiv
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Gilt als die aggressivste Arowana-Art unter Aquarienbedingungen
  • Paternaler Maulbrüter: Männchen trägt und betreut Eier und Jungfische im Maul
  • Extrem sprunggefährdet: schwere, beschwerte Abdeckung notwendig
  • Halbmond-Schuppenzeichnung als Unterscheidungsmerkmal zu S. leichardti
  • Lange Lebenserwartung (15-20 Jahre) und späte Geschlechtsreife (ca. 36 Monate)
  • Oberflächenjäger mit nach oben gerichtetem Maul
  • Empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität (Augen- und Kiemenprobleme)

Vergesellschaftungshinweise

Scleropages jardinii gilt als die aggressivste Arowana-Art unter Aquarienbedingungen. Adulte Tiere werden fast ausschließlich als Einzelgänger gehalten. Gegenüber großen, robusten Bodenfischen der unteren Wasserschichten kann das Tier toleranter sein. Garnelen jeder Größe sind Futter. Schnecken sind gefährdet. Geeignete Beifische: Ausschließlich große, robuste, bodenbewohnende Arten aus Australien/Ozeanien. Große Harnischwelse oder große Buntbarsche nur in sehr großen Becken. Keine kleinen Arten, keine oberflächenorientierten Fische.

Geschlechtsdimorphismus

Der Geschlechtsdimorphismus ist gering. Männchen können während der Maulbrut am vergrößerten Kehlsack erkannt werden. Außerhalb der Brutzeit ist die Geschlechtsbestimmung schwierig. Im Freiland bis 90-100 cm TL, im Aquarium meist kleiner.
Größe: bis 90-100 cm TL (Wild), im Aquarium kleiner

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 24-29 °C, pH 6,8-7,5, GH bis 15 dGH. Beckengröße: Mindestens 180 x 60 x 60 cm (ca. 700 Liter) als absolutes Minimum. Realistisch sind 800-1.000 Liter oder mehr. Länge und Breite des Beckens sind wichtiger als die Höhe. Einrichtung: Überhängende Schwimmpflanzen zur Abschattung, versunkene Wurzeln, größere Hölzer. Sand oder Bare-Bottom. Licht eher gedämpft. Strömung gering bis moderat. Abdeckung: Extrem sprunggefährdet. Schwerer, beschwerbarer oder geklemmter Deckel ist zwingend. Leichte Abdeckungen können aufgestoßen werden. Filterung: Leistungsfähige externe Filter. Gute Oberflächenbewegung für Sauerstoffaustausch.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,8-7,5
Temperatur:
24-29 °C
Beckengröße:
ab 700 Liter (180 cm), besser 800-1.000+

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Paternaler Maulbrüter. Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer. Das Männchen übernimmt die Brutpflege: Eier und Jungfische werden im Maul getragen. Jungfische verbleiben 4-5 Wochen in der Maulhöhle des Vaters. Laichauslöser: Temperaturanstieg auf ca. 30 °C (Regenzeitbedingungen). Gelege: 30-100 Eier. Geschlechtsreife: ca. 36 Monate. Zucht-pH: 6,5-7,0, Zucht-GH: bis 12 dGH. Nachzucht im Privataquarium kaum realisierbar.

Ernährung/Futterbedarf

Scleropages jardinii ist ein obligater Karnivore und Oberflächenjäger. Geeignet: lebende und gefrorene Insekten (Grillen, Schaben, Mehlwürmer), Regenwürmer, Garnelen, Fischfilet, Muschelfleisch, schwimmende Carnivore-Pellets. Kein Säugetierfleisch, keine unsauberen Futterfische. Jungtiere: mehrmals täglich, Adulte: einmal täglich. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 15-20 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Scleropages jardinii stammt aus Nord-Australien (Golf von Carpentaria) und dem zentral-südlichen Neuguinea. Die Art besiedelt ruhige bis langsam fließende Gewässer mit überhängender Vegetation, schwimmenden Pflanzen und versunkenen Wurzeln. Substrat: sandig oder schlammig. Laichverhalten saisonal durch steigende Temperaturen und Regenzeit ausgelöst.

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