
Harnischwelse
Sonnenwels
Scobinancistrus aureatus (L 14)
- Endgröße: bis 30 cm TL
- Aquarium: ab 540 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7,2
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Scobinancistrus sp. (L253) ist ein großwüchsiger Harnischwels aus der Familie Loricariidae, der bis zu 30 cm SL (ca. 35 cm Gesamtlänge) erreicht. Der Körper zeigt eine dunkle, nahezu schwarze Grundfärbung mit kontrastreichen gelblichen bis weißen Punkten in einem feinen Tupfenmuster. Die Flossensäume sind bei Jungtieren oft intensiv gelb-orange gefärbt und verblassen mit zunehmendem Alter zu einem blasseren Gelbton.

bis 35 cmEndgröße
15-20 JahreLebenserwartung
25-30 °CTemperatur
5,5-7,2pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 540 lAquariengröße
Ein markantes Gattungsmerkmal sind die wenigen (etwa 6-8), löffelförmigen Zähne in jeder Kieferhälfte, die zur Nahrungsaufnahme von Muscheln und Schnecken dienen. Die Kopfpartie ist breit mit kräftigem Haftmaul. Die Art ist nacht- bis dämmerungsaktiv und nutzt Felsstrukturen und Höhlen als Ruheplätze.
Scobinancistrus sp. (L253) benötigt ein Becken ab 180 x 50 x 60 cm (540 Liter) mit vielen stabilen Verstecken, Höhlen und Bereichen mit stärkerer Strömung. Die Wasserwerte sollten bei 25-30 °C, pH 5,5-7,2 und GH 2-12 °dGH liegen. Große Steinaufbauten, Felsspalten und röhrenförmige Welshöhlen bilden die Grundlage der Einrichtung. Sand oder feiner Kies eignen sich als Substrat. Eine Haltung in kleinen Gruppen ist möglich, sofern das Becken ausreichend Reviere mit Sichtschutz bietet; dafür ist eine deutlich größere Grundfläche nötig als bei Einzelhaltung. In zu kleinen Becken können die Tiere mit ihren kräftigen Zähnen schmerzhafte Verletzungen bei Artgenossen verursachen. Hohe Wasserqualität ist unverzichtbar: leistungsstarke Filterung, regelmäßige Wasserwechsel, gute Durchlüftung und sauerstoffreiches, klares Wasser entsprechen den Bedingungen der Klarwasserflüsse des Xingu-Einzugsgebiets. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden. Als Klarwasserbewohner benötigt die Art konstant hohe Wasserqualität – Nitrat sollte niedrig gehalten werden.
Territorial gegenüber Artgenossen, friedlich gegenüber Beifischen, ruhig, dämmerungs- und nachtaktiv. Haltung: Einzel- oder Kleingruppenhaltung. Verträglichkeit mit Wirbellosen: ungeeignet (Schneckenfresser). Scobinancistrus sp. (L253) ist gegenüber freischwimmenden Fischen überwiegend friedlich, kann gegenüber anderen Bodenbewohnern und insbesondere Artgenossen jedoch territorial werden. Geeignete Partner sind robuste, mittel- bis großwüchsige südamerikanische Fische wie größere Buntbarsche, Diskus oder Skalare, die warme und sauerstoffreiche Bedingungen tolerieren. Schnecken und Muscheln werden aktiv gefressen. Kleine Garnelen sind ebenfalls ungeeignet, da sie als Beute dienen.
Scobinancistrus sp. ist überwiegend karnivor mit einer starken Spezialisierung auf Weichtiere: Die gattungstypischen löffelförmigen Zähne dienen zum Aufbrechen und Fressen von Muscheln und Schnecken. Im Aquarium wird proteinreiche Nahrung bevorzugt: Muschelfleisch, ganze Garnelen, Stinte, rote Mückenlarven, Krill und hochwertige absinkende Fleischfresser-Tabs. Die Gattung nimmt gelegentlich auch Gemüse an, dabei aber zunächst die Schale und erst dann das Fruchtfleisch (z.B. Kürbis). Ein abwechslungsreicher Speiseplan aus Frost- und Lebendfutter kombiniert mit sinkenden Spezialtabletten wird empfohlen.
Scobinancistrus sp. (L253) ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht ist selten dokumentiert, wurde aber bereits erfolgreich durchgeführt. Das Männchen bewacht das Gelege in einer geeigneten Höhle. Zuchtwasser: pH 6,5, GH ca. 8 °dGH, Leitfähigkeit ca. 270 µS, Temperatur 30 °C. Auslöser: Simulation der Regenzeit durch großzügige Wasserwechsel mit weichem, kühlerem Wasser, Erhöhung der Strömung und Sauerstoffzufuhr, gefolgt von einer Temperaturerhöhung auf ca. 30 °C. Dunkelheit und absolute Ruhe fördern den Laichvorgang.
Zuchtwasser: 30 °C, pH 6,5, bis 8 °dGH
Scobinancistrus sp. (L253) stammt aus dem Rio Iriri, einem Zufluss des Rio Xingu im brasilianischen Bundesstaat Pará. Das Habitat sind strömungsreiche, felsige Flussabschnitte mit klarem, sauerstoffreichem Wasser. Der Bodengrund besteht aus Sand, Kies und Geröll mit großen Steinstrukturen, die zahlreiche Spalten und Höhlen bieten. Die Art zeigt saisonal variierende Aktivität in Abhängigkeit von Regen- und Trockenzeiten.
Männchen werden insgesamt größer als Weibchen und entwickeln ausgeprägte Odontoden, insbesondere an den Brustflossenstacheln. Die Kopfform der Männchen ist kantiger und breiter, während Weibchen ein eher dreieckiges Kopfprofil zeigen. Weibchen sind typischerweise fülliger in der Bauchpartie, besonders während der Reifezeit.
Scobinancistrus sp. (L253) benötigt 25-30 °C, pH 5,5-7,2 und GH 2-12 °dGH. Als Xingu-Klarwasserbewohner ist sauerstoffreiches, sauberes Wasser mit kräftiger Strömung besonders wichtig.
Gegenüber Freischwimmern ist die Art friedlich. Geeignete Partner sind große südamerikanische Buntbarsche, Diskus oder Skalare. Schnecken und Garnelen werden als Beute gefressen.
Die Zucht ist selten dokumentiert, aber möglich. L253 ist ein Höhlenbrüter. Als Auslöser dient die Simulation der Regenzeit mit kühlen Wasserwechseln und anschließender Temperaturerhöhung auf 30 °C.
Scobinancistrus sp. ist überwiegend karnivor und auf Weichtiere spezialisiert. Muschelfleisch, Garnelen, Krill und Mückenlarven bilden die Hauptnahrung. Die löffelförmigen Zähne dienen zum Aufbrechen von Schneckenschalen.
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