
Salmler
Piranha
Serrasalmus compressus
- Endgröße: bis 25 cm
- Aquarium: ab 250 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 5,8-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
Einzelgänger, aggressiv
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Zierfische, Familie Serrasalmidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Violettstreifen-Piranha (Serrasalmus geryi) ist ein hochrückiger Raubfisch aus der Familie der Serrasalmidae und erreicht eine Standardlänge von etwa 18 cm (Gesamtlänge bis 25 cm). Die Art ist nahezu ausschließlich im brasilianischen Tocantins-Becken und Araguaia-Becken endemisch, was sie zu einer Rarität im Aquarienhandel macht.

bis 25 cmEndgröße
über 10 JahreLebenserwartung
22-29 °CTemperatur
5,8-7,5pH-Wert
4-10 °dGHGesamthärte
ab 450 lAquariengröße
Sein markantes Erkennungsmerkmal ist ein violett-bläulicher Längsstreifen, der vom Unterkiefer über die Flanke bis zum Ansatz der Rückenflosse zieht. Der Körper ist seitlich stark komprimiert und silbrig-metallisch glänzend. Die Augen weisen eine intensive rötlich-orange Färbung auf, an der Afterflosse befindet sich ein schwarzer Rand. In der Natur ist Serrasalmus geryi vor allem als Flossenfresser (Lepidophage) bekannt, der anderen Fischen gezielt Flossen und Schuppen abbeißt. Im Aquarium ist die Art überraschend scheu und reagiert empfindlich auf laute Geräusche, schnelle Bewegungen und zu helles Licht.
Der Violettstreifen-Piranha benötigt Wassertemperaturen von 22 bis 29 °C (optimal 24 bis 27 °C), einen pH-Wert von 5,8 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 4 bis 10 °dGH. Das Becken sollte mindestens 120 cm Kantenlänge und 450 Liter fassen, ein größeres Becken ab 600 bis 700 Litern ist empfehlenswert. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand. Einige kräftige Wurzeln und Äste bieten Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten. Eine gute Strömung und intensive Sauerstoffversorgung sind wichtig. Die Beleuchtung sollte moderat bis gedimmt sein. Heizstäbe und empfindliche Technik sollten außerhalb des Beckens platziert oder durch Schutzgitter gesichert werden, da Piranhas gezielt Ausrüstung attackieren. Externe Filterung (Außenfilter) ist Pflicht. Regelmäßige Teilwasserwechsel (20 bis 30 % monatlich) sind zwingend nötig. Diese Art ist nur für erfahrene Spezialisten geeignet. Vor dem Kauf sind die lokalen Vorschriften zur Piranha-Haltung zu prüfen. Im Handel sehr selten, ausschließlich als Wildfänge aus Brasilien erhältlich.
Serrasalmus geryi wird ausschließlich einzeln gehalten. Die Art ist hochgradig aggressiv und unberechenbar gegenüber anderen Fischen und Artgenossen. Jede Form der Vergesellschaftung führt im Heimaquarium mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen oder Tod der Mitbewohner, da der Fisch gezielt Flossen und Schuppen abbeißt. Wirbellose jeder Art werden gefressen. Eine Vergesellschaftung ist grundsätzlich nicht möglich. Trotz seiner Aggressivität ist der Violettstreifen-Piranha im Aquarium ein scheuer Fisch. Das Becken sollte an einem ruhigen Standort ohne starken Publikumsverkehr stehen. Die Schwimmzone liegt hauptsächlich im mittleren Wasserbereich bis Freiwasser.
Serrasalmus geryi ist ein obligater Karnivore. Im Aquarium eignen sich Fischfilets (Seefisch wie Sprotte, Stint, Forelle), Tintenfisch, Muschelfleisch, Garnelen, Regenwürmer und Heimchen. Karpfenartige Fische (Goldfische) sollten wegen Thiaminase vermieden werden, ebenso Säugetier- oder Geflügelfleisch. Adulte Tiere werden 2- bis 3-mal pro Woche gefüttert. Jungtiere nehmen Mückenlarven, Artemia und fein gehackte Garnelen an.
Die Zucht von Serrasalmus geryi im Aquarium gilt als sehr schwierig und wurde bisher kaum dokumentiert. In der Natur ist die Art ein saisonaler Freilaicher. Das Brutpaar gräbt eine flache Grube im Substrat, in die die Eier abgelegt werden. Es gibt keine Brutpflege. Um Laichbereitschaft zu stimulieren, kann die Simulation von Trocken- und Regenzeit versucht werden: Wasserstand absenken und Fütterung reduzieren, gefolgt von Wasserstanderhöhung und intensiver Fütterung mit Frischwasserzugabe. Keine zuverlässig reproduzierbare Zuchtmethode ist dokumentiert.
Serrasalmus geryi ist im Tocantins- und Araguaia-Becken in Brasilien endemisch. Die Art bewohnt strömungsreiche Flussabschnitte mit typischerweise leicht saurem bis neutralem Wasser. Das Verbreitungsgebiet ist sehr begrenzt, die Art ist im Handel selten.
Ein externes Geschlechtsmerkmal existiert nicht. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden.
Der Violettstreifen-Piranha benötigt Temperaturen von 22 bis 29 °C, einen pH-Wert von 5,8 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 4 bis 10 °dGH. Weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser ist optimal.
Nein, eine Vergesellschaftung ist nicht möglich. Die Art ist ein hochspezialisierter Flossenfresser und wird ausschließlich einzeln gehalten. Jeder Mitbewohner wird früher oder später verletzt oder getötet.
Die Zucht gilt als sehr schwierig und wurde kaum dokumentiert. In der Natur ist die Art ein saisonaler Freilaicher. Eine Simulation von Trocken- und Regenzeit könnte die Laichbereitschaft stimulieren, aber keine zuverlässige Methode ist bekannt.
Das Mindestbecken sollte 120 cm Kantenlänge und 450 Liter fassen. Ein größeres Becken ab 600 bis 700 Litern ist empfehlenswert und reduziert Stress erheblich. Externe Filterung ist Pflicht.
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