
Labyrinthfische
Schokoladengurami
Sphaerichthys osphromenoides
- Endgröße: bis 6 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 5-6,5
- Wasserhärte: weich
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
Probleme lösen
Sammlungen
Beliebte Steckbriefe
Passend im Ratgeber
Steckbriefe mit Haltungsdaten, Wasserwerten und Bildern.
Zur FishothekDie vier Level
Selbst züchten
Über uns
Mitmachen
Gut zu wissen
Zierfische, Familie Osphronemidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Rote Schokoladengurami (Sphaerichthys vaillanti) wird etwa 6 bis 7 cm groß und ist ein Schwarzwasserspezialist aus dem Einzugsgebiet des Kapuas-Flusses in Westkalimantan auf Borneo. Die Art zeigt einen seltenen umgekehrten Geschlechtsdimorphismus: Weibchen sind die farbenprächtigen Tiere mit abwechselnden rot-orangen und dunkelgrünen Vertikalstreifen, während Männchen schlicht bräunlich bis grau gemustert sind.

bis 7 cmEndgröße
4-7 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
4-6pH-Wert
1-4 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Als Labyrinthfisch der Familie Osphronemidae besitzt er ein Labyrinthorgan zur atmosphärischen Sauerstoffaufnahme. Im Verhalten zeigt sich die Art als sehr friedlicher, aber sensibler Bewohner des oberen und mittleren Wasserbereichs. Die Tiere bewegen sich langsam und vorsichtig – Hektik, grelles Licht und lebhafte Mitbewohner führen schnell zum Rückzug. Die Art steht auf der IUCN-Roten Liste als stark gefährdet (EN).
Sphaerichthys vaillanti ist ein kompromissloser Schwarzwasser-Spezialist. Empfohlene Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 4–6, GH 1–4 dGH. Osmosewasser mit Torfextrakt ist nahezu notwendig. Leitungswasser aus kalkreichem Einzugsgebiet ist ungeeignet. Ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) wird für eine Gruppe von 6 Tieren empfohlen. Die Einrichtung sollte im Schwarzwasser-Biotopstil gehalten sein: dichter Bewuchs mit Javafarn und Moosen, treibende Pflanzen zur Abdunklung, Wurzeln, Totholz und eine Schicht Laubstreu aus Seemandelbaumblättern. Schwache Strömung und gedämpftes Licht sind Pflicht. Feiner Sand als Bodengrund ist empfehlenswert. Als Labyrinthfisch muss der Zugang zur Wasseroberfläche jederzeit frei sein. Eine dicht schließende Abdeckung hält die Luft über dem Wasser warm und feucht. Empfindlich gegenüber Kupfer – bei Erkrankungen kupferfreie Behandlungsmethoden wählen. Wildfänge sind besonders empfindlich gegenüber Wasserwechseln und Medikamenten. Bei Transport und Eingewöhnung auf langsamen Temperatur- und pH-Ausgleich achten.
Sphaerichthys vaillanti ist ein ruhiger, schüchterner Fisch, der offene Wasserbereiche meidet und sich bei Störungen sofort versteckt. Innerhalb einer Gruppe bilden sich stabile Hierarchien, daher ist eine Mindestgruppe von 6 Tieren empfohlen. Als Gesellschaft eignen sich nur kleine, friedliche Arten, die dieselben Schwarzwasserbedingungen tolerieren: kleine Rasboras (Boraras, Trigonostigma), Zwergschmerlen (Pangio) oder kleinere Labyrinthfische aus ähnlichen Habitaten. Corydoras sind als Mitbewohner ungeeignet – sie stammen aus Südamerika und benötigen andere Wasserwerte. Artbecken sind für Zucht und Wohlbefinden grundsätzlich vorzuziehen. Schnecken sind unproblematisch; Garnelen-Nachwuchs kann gefressen werden.
Sphaerichthys vaillanti ist ein Mikroprädator (Jäger kleiner Futtertiere) und benötigt überwiegend tierisches Futter. Trockenfutter wird anfangs häufig verweigert, besonders von Wildfängen, mit der Zeit aber oft angenommen. Geeignete Futtertiere: Daphnien, Artemia-Nauplien, Grindalwürmer, Mikrowürmer, weiße Mückenlarven und kleine Bachflohkrebse. Frostfutter wie Cyclops und kleine Mückenlarven wird meist gut angenommen. Regelmäßige Fütterung mit Lebend- oder Frostfutter ist für Kondition und Zuchtbereitschaft unerlässlich.
Sphaerichthys vaillanti ist ein paternaler Maulbrüter – das Männchen brütet. Das Weibchen initiiert die Balz und treibt das Männchen an. Nach dem Ablaichen auf dem Substrat nimmt das Männchen die Eier ins Maul. Die Maulbrutzeit dauert 7 bis 20 Tage, danach werden 10–40 freischwimmende Jungfische entlassen. Für die Zucht ist ein Artbecken mit sehr stabilen Schwarzwasserbedingungen erforderlich: pH 4,5–5,5, Temperatur 26–28 °C. Das brütende Männchen darf nicht gestört werden und nimmt während der Brutzeit keine Nahrung auf. Bei gleichbleibend guter Wasserqualität und abwechslungsreichem Futter gilt die Zucht als machbar, Erfahrung mit Schwarzwasserhaltung ist dabei hilfreich.
Zuchtwasser: 26 bis 28 °C, pH 4,5 bis 5,5
Sphaerichthys vaillanti ist endemisch im Einzugsgebiet des Kapuas-Flusses in Westkalimantan auf Borneo (Indonesien). Die natürlichen Habitate sind Schwarzwasser- und langsam fließende, stark bewachsene Kleingewässer mit dichtem Laubaufschlag, Wurzeln und geringer Strömung. Das Wasser ist dunkel, humushaltig und extrem weich. Die Art steht auf der IUCN-Roten Liste als stark gefährdet (EN) – Lebensraumzerstörung ist die Hauptbedrohung.
Der Geschlechtsdimorphismus ist umgekehrt: Weibchen sind deutlich farbenprächtiger und zeigen während der Balz abwechselnd rote und grüne Vertikalstreifen. Männchen sind schlicht bräunlich bis grau gemustert, besitzen aber eine dehnbare Kehlhaut für das Maulbrüten, durch die ihr Unterkiefer leicht gerundet wirkt. Weibchen haben dagegen einen geraden Unterkiefer und einen spitzeren Kopf.
Empfohlen werden Temperatur 24–28 °C, pH 4–6 und GH 1–4 dGH. Osmosewasser mit Torfextrakt ist nahezu notwendig. Die Art verzeiht Wasserwertfehler nicht.
Nur kleine Schwarzwasser-Arten kommen infrage: Boraras, Trigonostigma, Pangio-Schmerlen oder andere kleine Labyrinthfische. Corydoras und afrikanische Buntbarsche sind ungeeignet. Ein Artbecken ist für Zucht und Wohlbefinden ideal.
Das Männchen trägt die befruchteten Eier 7 bis 20 Tage im Maul (paternaler Maulbrüter, das heißt das Männchen brütet). Für die Zucht ist ein Artbecken mit stabilen Schwarzwasserbedingungen (pH 4,5–5,5, 26–28 °C) erforderlich. Bei gleichbleibend guter Wasserqualität und abwechslungsreichem Futter gilt die Zucht als machbar.
Als Mikroprädator (Jäger kleiner Futtertiere) braucht er täglich kleines Lebend- oder Frostfutter: Daphnien, Artemia, Mückenlarven, Grindalwürmer und Cyclops. Trockenfutter wird anfangs häufig verweigert, besonders von Wildfängen, mit der Zeit aber oft angenommen.
Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser Formular für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.
In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.
Mitreden können angemeldete Mitglieder. Anmelden oder kostenlos registrieren.
Newsletter
Neue Beiträge, Podcastfolgen, Steckbriefe und Termine in einer E-Mail. Jederzeit abbestellbar.





















