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Wirbellose, Schnecken, Gattung Stenomelania

Langnasenschnecke

Stenomelania cf. torulosa

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Langnasenschnecke (Stenomelania cf. torulosa) stammt aus Südostasien, wo sie in langsam fließenden Flüssen und Bächen mit sandigem oder schlammigem Grund lebt. Das stark verlängerte, turmförmige Gehäuse erreicht 5 bis 7 cm Länge und ist damit deutlich größer als bei der ähnlichen Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata).

  • Schwierigkeit: Anfängerfreundlich
  • Wasser: mittelhart
Langnasenschnecke (Stenomelania cf. torulosa)
Bild: Enrico Richter
  • 5 – 7 cmEndgröße

  • 3-5 JahreLebenserwartung

  • 22-28 °CTemperatur

  • 7-8pH-Wert

  • ab 40 lAquariengröße

Beschreibung

Die Gehäusespitze ist oft natürlich abgenutzt – das ist kein Zeichen schlechter Haltung, da die oberen Windungen leer sind. Die Schnecke gräbt sich gerne in sandiges Substrat ein und lockert dabei den Boden auf, was Faulstellen verhindert. Die nachtaktive Art frisst Algen, Biofilm, Detritus und Futterreste. Gesunde Pflanzen werden nicht gefressen, aber schwach wurzelnde Pflanzen können beim Graben entwurzelt werden. Kupfer ist tödlich. Sandiger Bodengrund ist empfehlenswert. Lebenserwartung: 3 – 5 Jahre.

Aussehen

Stark verlängertes, schlankes, turmförmiges Gehäuse mit spitzer Spitze. Farbe hellbraun bis dunkelbraun, teils mit feinen Spiralrillen. Gehäusespitze oft natürlich abgenutzt. Auffälliger langer Rüssel (Proboscis) zur Nahrungssuche. 5 – 7 cm.

Haltung

Stabile Wasserwerte sind wichtig, da pH und Temperatur den Organismus stark beeinflussen. Eine angepasste Futterwahl unterstützt das Wachstum, weil Algen und Detritus im Speiseplan stehen. Das Aquarium benötigt einen abwechslungsreichen Bodengrund mit ausreichenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Haltung mit anderen Arten ist in der Regel unproblematisch, wenn genug Platz vorhanden ist. Erkrankungen treten selten auf, jedoch sollte Stress stets vermieden werden. Fortpflanzung gelingt nur bei optimalen Bedingungen, wobei die Aufzucht der Jungtiere besondere Sorgfalt verlangt. Stenomelania cf. torulosa zeigt einen moderaten Pflegeaufwand und erfordert gezielte Maßnahmen.

Vergesellschaftung

Friedlich mit allen Fischen, Garnelen und Schnecken. Nicht mit Raubschnecken oder Krebsen halten. Schwach wurzelnde Pflanzen können beim Graben entwurzelt werden.

Ernährung

Allesfresser und Bodensanierer: frisst Algen, Biofilm, Detritus, abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste im und auf dem Substrat. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen. Kalzium im Wasser oder über Futter ist für die Gehäusestabilität wichtig.

Zucht und Verhalten

Stenomelania ist getrenntgeschlechtlich und lebendgebärend – sie entlässt Veliger-Larven, die im Süßwasser nicht überleben, da sie Brackwasser zur Entwicklung brauchen. Eine Vermehrung im Aquarium ist daher nicht möglich.

Gut zu wissen

  • Turmförmiges Gehäuse bis 7 cm – deutlich größer als Turmdeckelschnecken
  • Gräbt sich in den Boden ein und beugt Faulstellen im Substrat vor
  • Vermehrt sich nicht im Süßwasser – Larven brauchen Brackwasser
  • Getrenntgeschlechtlich und lebendgebärend (Veliger-Larven)
  • Gehäusespitze oft natürlich abgenutzt – kein Zeichen schlechter Haltung
  • Nachtaktiv – tagsüber im Bodengrund verborgen
  • Empfindlich gegenüber Kupfer und Pestiziden
  • Sandiger Bodengrund empfohlen für natürliches Grabverhalten
  • Überwiegend nachtaktiv – tagsüber meist im Bodengrund vergraben. Kommt nachts oder bei Fütterung hervor. Friedlich gegenüber allen Mitbewohnern. Gräbt sich bis 10 cm tief in den Boden und lockert dabei das Substrat auf, was Faulstellen verhindert.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Langnasenschnecke?

22 bis 28 °C, pH 7,0 bis 8,0.

Wie groß muss das Aquarium sein?

Ab 40 Liter mit sandigem Boden

Wie verhält sich die Langnasenschnecke?

Überwiegend nachtaktiv – tagsüber meist im Bodengrund vergraben. Kommt nachts oder bei Fütterung hervor. Friedlich gegenüber allen Mitbewohnern.

Was frisst die Langnasenschnecke?

Allesfresser und Bodensanierer: frisst Algen, Biofilm, Detritus, abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste im und auf dem Substrat. Gesunde Pflanzen werden nicht angefressen.

Kann man die Langnasenschnecke vergesellschaften?

Friedlich mit allen Fischen, Garnelen und Schnecken. Nicht mit Raubschnecken oder Krebsen halten. Schwach wurzelnde Pflanzen können beim Graben entwurzelt werden.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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