
Grundeln
Neongrundel
Stiphodon semoni
- Endgröße: 5 cm (SL)
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 22-26 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Schwierig
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Gobiidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Orangeflossen-Grundel (Stiphodon maculidorsalis) erreicht etwa 5,5 cm Standardlänge und gehört zu den sogenannten Neon-Grundeln aus der Unterfamilie Sicydiinae. Die 2013 erstmals wissenschaftlich beschriebene Art stammt aus West-Sumatra und zählt zu den spezialisiertesten Süßwassergrundeln der Aquaristik.

bis 5,5 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
20-28 °CTemperatur
6,5-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Männchen tragen eine leuchtend orangefarbene erste Rückenflosse mit verlängerten Flossenstrahlen als markantestes Merkmal. Dazu kommt ein blaues Auge, das bei keiner anderen Stiphodon-Art aus Sumatra vorkommt und als diagnostisches Artmerkmal gilt. Schwarze Flecken auf Kopf und Rücken sowie breite schwarze Bänder an zweiter Rückenflosse und Schwanzflosse vervollständigen das Bild. Weibchen sind schlichter, zeigen aber ebenfalls eine orange getönte erste Rückenflosse, was innerhalb der Gattung selten ist. Dazu kommen die namensgebenden Rückenflecken und dunkle Querbänder an den Flanken. Stiphodon maculidorsalis ist ein bodenbewohnender Aufwuchsfresser, der kontinuierlich Steinoberflächen nach Biofilm und Diatomeen abweidet. Die Art benötigt starke Strömung mit einem Wasserumsatz von mindestens 10-15 mal pro Stunde als Grundbedingung.
Die Orangeflossen-Grundel benötigt 20-28 °C (optimal 23-26 °C), einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 2-12 °dGH. Der wichtigste Haltungsaspekt ist die Strömung: Das Becken muss einen Wasserumsatz von mindestens 10-15 mal pro Stunde aufweisen. Zusätzliche Strömungspumpen oder leistungsstarke Außenfilter mit gerichtetem Auslauf sind erforderlich. Ohne starke Strömung und hohe Sauerstoffsättigung verlieren die Tiere Kondition und Färbung. Die Mindestbeckengröße liegt bei 80 cm Kantenlänge und 112 Litern. Ein langes, flussähnlich gestaltetes Becken eignet sich besser als ein Würfel. Viele glatte bis leicht raue Steine, flache Platten und Felsformationen bilden Strömungszonen und Ruheplätze. Starke Beleuchtung fördert das Wachstum von Algen und Biofilm als Hauptnahrungsquelle. Ein neues, unreifes Becken ohne Aufwuchs ist für diese Art nicht geeignet. Stiphodon maculidorsalis reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität. Ammoniak und Nitrit müssen bei 0 mg/l liegen, Nitrat unter 30 mg/l. Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % sind empfohlen. Eine eng anliegende Abdeckung ist Pflicht, da Stiphodon-Grundeln senkrechte Glasscheiben erklettern und aus offenen Becken entkommen können.
Stiphodon maculidorsalis ist friedlich und tagaktiv. Männchen etablieren kleine Reviere und zeigen gegenüber Artgenossen Imponierverhalten mit ausgestreckten Flossen, jedoch ohne ernsthafte Verletzungen. In Gruppen zeigen die Tiere natürlicheres Verhalten und intensivere Färbung. Geeignete Mitbewohner sind andere rheophile Arten: Hillstream-Schmerlen (Pseudogastromyzon, Sewellia), andere Stiphodon-Arten und kleine ostasiatische Schwarmfische wie Rasboras. Ungeeignet sind langsame, großräumige oder aggressive Arten sowie Fische, die sauerstoffreiches Strömungswasser nicht vertragen. Adulte Garnelen werden toleriert, Junggarnelen können gefressen werden.
Stiphodon maculidorsalis ist ein hochspezialisierter Aufwuchsfresser. In der Natur ernährt sich die Art von Biofilm, Diatomeen, Algen und Mikroorganismen auf Steinoberflächen in Stromschnellen. Im Aquarium muss daher ein dauerhafter Bewuchs auf Steinen und anderen harten Flächen vorhanden sein. Ergänzend nimmt die Art Spirulina-Tabs, pflanzliche Sinktabletten und Aufwuchs-Wafers an. Gelegentlich wird auch feines Frostfutter wie Cyclops in kleinen Mengen akzeptiert. Proteinreiche Fütterung sollte minimal bleiben, da zu viel Protein bei Stiphodon zu Verdauungsproblemen führt. Futter sollte bodennah und nahe an Steinoberflächen angeboten werden.
Eine Nachzucht im Aquarium ist nicht möglich. Keine Stiphodon-Art wurde bisher in Gefangenschaft erfolgreich vermehrt. Der Grund liegt in der amphidromen Entwicklung: Die Larven schlüpfen im Süßwasser, driften ins Meer und durchlaufen dort eine marine Entwicklungsphase, bevor sie als Jungfische in Flüsse zurückwandern. Diese Bedingungen lassen sich im Aquarium nicht nachstellen. Im Becken kann Balzverhalten beobachtet werden, bei dem Männchen mit ausgebreiteten Flossen vor Weibchen imponieren. Eine Aufzucht der Brut gelingt jedoch nicht. Alle im Handel erhältlichen Tiere stammen aus Wildfängen in West-Sumatra.
Stiphodon maculidorsalis ist in West-Sumatra, Indonesien, endemisch. Nachweise stammen aus den Provinzen Bengkulu, West-Sumatra und Aceh. Die Art bewohnt kurze Küstenflüsse und Bergbäche mit schneller Strömung, klarem, sauerstoffreichem Wasser und felsigem Substrat. Diese Habitate liegen häufig oberhalb von Wasserfällen oder Stromschnellen, die als natürliche Barrieren wirken. Als amphidrome Art verbringen die Larven nach dem Schlüpfen eine Entwicklungsphase im Meer, bevor die Jungfische als Postlarven in Süßwasserflüsse zurückwandern. Das Wasser in den Herkunftsgebieten ist weich bis mittelhart, gut durchlüftet und nährstoffarm.
Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich ausgeprägt. Männchen besitzen eine leuchtend orange erste Rückenflosse mit verlängerten Strahlen, ein blaues Auge, schwarze Flecken dorsal auf Kopf und Körper sowie schwarze Bänder an zweiter Rückenflosse und Schwanzflosse. Weibchen sind matter gefärbt mit orange getönter, aber weniger intensiver erster Rückenflosse ohne verlängerte Strahlen. Sie zeigen Flecken auf Kopf und Rücken sowie dunkle Querbänder seitlich. Das blaue Auge und die Brustflossenzeichnung fehlen den Weibchen.
Stiphodon maculidorsalis benötigt 20-28 °C (optimal 23-26 °C), pH 6,5-7,5 und GH 2-12 °dGH. Noch wichtiger als die Wasserwerte ist eine starke Strömung mit 10-15x Beckenvolumen Umsatz pro Stunde und hohe Sauerstoffsättigung.
Geeignet sind andere rheophile Arten wie Hillstream-Schmerlen, andere Stiphodon-Arten und kleine Rasboras. Ungeeignet sind langsame, große oder aggressive Fische. Adulte Garnelen werden toleriert.
Nein, eine Nachzucht im Aquarium ist nicht möglich. Die Art ist amphidrom: Die Larven benötigen eine marine Entwicklungsphase im Meer. Alle Tiere im Handel sind Wildfänge aus West-Sumatra.
Die Art ist ein spezialisierter Aufwuchsfresser und ernährt sich von Biofilm, Diatomeen und Algen auf Steinoberflächen. Ein reifes Becken mit bewachsenen Steinen ist Voraussetzung. Ergänzend werden Spirulina-Tabs und pflanzliche Wafers akzeptiert.
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