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Zierfische, Familie Oxudercidae

Regenbogen-Neongrundel Stiphodon ornatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Regenbogen-Neongrundel (Stiphodon ornatus) wird etwa 5–6,5 cm groß und ist eine kleine, bodenorientierte Grundel aus küstennahen Bergbächen West-Sumatras. Männchen zeigen intensive Orange-, Rot- und Brauntöne mit olivfarbenen bis dunklen Partien; die Flossen sind oft orange-rot mit dunklen Strahlen und weißlich-blauem Randsaum. Weibchen sind schlichter gefärbt mit zwei dunklen Längsstreifen auf heller Grundfarbe.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • 5-6,5 cmEndgröße

  • 2-4 JahreLebenserwartung

  • 20-28 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 2-12 °dGHGesamthärte

  • ab 112 lAquariengröße

Beschreibung

Die Art kann ihre Färbung blitzschnell anpassen – ein wichtiges Element des Sozialverhaltens. Die Tiere halten sich ausschließlich auf Steinen, Kies und festen Untergründen auf, wo sie mit ihren Flossen sicher haften und auch in starker Strömung aktiv Aufwuchs abweiden. Alle im Handel erhältlichen Tiere sind Wildfänge, da eine Nachzucht aufgrund des amphidhromen Lebenszyklus nicht möglich ist.

Haltung und Pflege

Stiphodon ornatus benötigt ein gut eingefahrenes Becken mit etabliertem Biofilm-Bewuchs auf Steinen und Kies. Neue oder sterile Becken sind ungeeignet – die Tiere verhungern ohne Aufwuchs. Ab 80 cm Kantenlänge und 112 Liter für eine kleine Gruppe. Starke Strömung ist obligatorisch: Die Art stammt aus küstennahen Bergbächen und braucht klares, sauerstoffreiches, bewegtes Wasser. Eine Strömungspumpe ist Pflicht. Bodengrund aus grobem Kies und runden Steinen, die Aufwuchsfläche bieten. Feiner Sand ist als Hauptsubstrat ungeeignet. Empfohlene Wasserwerte: Temperatur 20–28 °C, pH 6,5–7,5, GH 2–12 dGH. Regelmäßige Wasserwechsel und gute Filterung sind wichtig. Eine Abdeckung wird empfohlen.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Die Regenbogen-Neongrundel ist grundsätzlich friedlich. Männchen sind leicht territorial gegenüber Artgenossen, vor allem bei der Balz. Eine Gruppe mit einem Männchen und zwei oder mehr Weibchen wird empfohlen. In größeren Becken können mehrere Männchen mit räumlicher Trennung durch Steine gehalten werden. Geeignete Mitbewohner sind kleine, friedliche Arten, die klares, sauerstoffreiches Strömungswasser tolerieren: kleine Rasboras wie Boraras oder Trigonostigma, Bergbachschmerlen wie Gastromyzon oder Sewellia und andere strömungsliebende Grundeln. Nicht geeignet sind Arten, die keine starke Strömung vertragen. Corydoras sind ungeeignet – sie brauchen ruhiges Wasser und weiches Substrat.

Ernährung

Die Regenbogen-Neongrundel ist ein Aufwuchsfresser (Limnivor). Natürlicher Biofilm und Algenaufwuchs auf Steinen bilden die Hauptnahrung. Ergänzend können Spirulina-Tabletten und pflanzliche Flocken angeboten werden. Gelegentlich wird Frostfutter wie Artemia oder Mückenlarven angenommen, aber tierisches Futter sollte maximal 20–30 % der Gesamtnahrung ausmachen. Eine rein fleischliche Fütterung führt zu Mangelernährung.

Zucht

Eine Nachzucht im Heimaquarium ist praktisch unmöglich. Zwar wurden gelegentlich Balzverhalten und Laichakte beobachtet, jedoch hat bisher niemand Stiphodon-Larven in Gefangenschaft erfolgreich aufgezogen. Der Grund liegt im amphidhromen Lebenszyklus: Die frisch geschlüpften Larven werden im natürlichen Habitat ins Meer gespült und entwickeln sich dort, bevor sie als Jungfische in Süßwasserbäche aufsteigen.

Natürlicher Lebensraum

Stiphodon ornatus bewohnt küstennahe Bergbäche auf West-Sumatra und in Aceh (Indonesien). Die natürlichen Habitate liegen oft oberhalb von Wasserfällen oder Katarakten – kurze, steile Küstenbäche mit starker Strömung, klarem Wasser und felsigem Untergrund. IUCN-Status: Data Deficient.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist stark ausgeprägt. Männchen zeigen intensive Orange-, Rot- und Brauntöne mit lebhaften Flossenfarben. Weibchen sind deutlich schlichter: helle Grundfärbung mit zwei dunklen Längsstreifen. Männchen können ihre Färbung stimmungsabhängig schnell verändern.

Gut zu wissen

  • Aufwuchsfresser (Limnivor) – Biofilm und Algenaufwuchs sind die Hauptnahrung
  • Rheophil – starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser sind Pflicht
  • Amphidromer Lebenszyklus – Zucht im Aquarium nicht möglich
  • Alle Tiere im Handel sind Wildfänge
  • Schnelle Farbwechsel – Männchen passen Färbung blitzschnell an Stimmung und Situation an
  • Ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus – Weibchen schlicht, Männchen farbenprächtig
  • IUCN-Status: Data Deficient – Erhaltungszustand unbekannt

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Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Regenbogen-Neongrundel?

Empfohlen werden Temperatur 20–28 °C, pH 6,5–7,5 und GH 2–12 dGH. Starke Strömung und sauerstoffreiches Wasser sind Pflicht – die Art stammt aus Bergbächen.

Was frisst die Regenbogen-Neongrundel?

Als Aufwuchsfresser (Limnivor) ernährt sie sich hauptsächlich von Biofilm und Algenaufwuchs auf Steinen. Spirulina-Tabletten ergänzen die Nahrung. Tierisches Futter maximal 20–30 % der Gesamtnahrung.

Kann man die Regenbogen-Neongrundel züchten?

Nein, eine Nachzucht im Aquarium ist nicht möglich. Die Art hat einen amphidromen Lebenszyklus – die Larven entwickeln sich im Meerwasser. Alle Tiere im Handel sind Wildfänge.

Welche Fische passen zur Regenbogen-Neongrundel?

Strömungsliebende Arten wie Bergbachschmerlen (Gastromyzon, Sewellia), kleine Rasboras und andere Stiphodon-Grundeln. Corydoras sind ungeeignet, da sie ruhiges Wasser bevorzugen.

Hinweis zu den Daten

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Fragen und Erfahrungen

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Neongrundel

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  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

Papuligobius uniporus

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Papuligobius uniporus

Papuligobius uniporus

  • Endgröße: 6,5 cm
  • Aquarium: ab 112 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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  • Aquarium: ab 60 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Einfach

Paarweise halten, territorial

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