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Zierfische, Familie Botiidae

Rotflossen-Tigerschmerle

Syncrossus berdmorei

Die Rotflossen-Tigerschmerle (Syncrossus berdmorei) wird etwa 20 bis 25 cm groß und gehört zur Familie der Prachtschmerlen (Botiidae). Der Körper ist langgestreckt und muskulös. Die Grundfärbung ist gelblich bis rötlich-braun mit dunklen vertikalen Streifen und Reihen ovaler Flecken. Die Flossen sind rot bis orangefarben.

  • Schwierigkeit: Schwierig
  • Gruppenhaltung
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Rotflossen-Tigerschmerle (Syncrossus berdmorei)
Bild: Ingo Seidel
  • 20-25 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 21-26 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 5-12 dGHGesamthärte

  • ab 450 lBeckengröße

Beschreibung

Im Kopfbereich befinden sich subokuläre Stacheln, die beim Umsetzen Verletzungen verursachen können. Im Aquarium zeigt Syncrossus berdmorei ein hochaktives, selbstbewusstes Auftreten. Die Art patrouilliert den Bodengrund, erkundet Spalten und Verstecke und zeigt deutliche Rangordnungen im Sozialverband. Die Rotflossen-Tigerschmerle ist kein dekorativer Stillhalter, sondern ein kräftiger Bodenbewohner mit deutlichem Charakter. Schnecken werden aktiv erbeutet und dienen als natürliche Schneckenkontrolle.

Haltung und Pflege

Syncrossus berdmorei benötigt eine Wassertemperatur von 21-26 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 5-12 dGH. Das Aquarium sollte mindestens 150 cm Kantenlänge und 450 Liter fassen. Die Einrichtung muss zahlreiche Verstecke, Höhlen und Spalten bieten. Steine, Wurzeln und Röhren sind als Revierstrukturen nötig. Der Bodengrund sollte feiner Sand oder abgerundeter Kies sein, damit sich die Tiere beim Gründeln nicht die empfindlichen Barteln verletzen. Die Art gräbt und erkundet den Boden intensiv. Syncrossus berdmorei benötigt sauerstoffreiches, sauberes Wasser. Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % sind obligatorisch. Die Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität und Nitratanstieg. Ein dicht schließender Deckel ist Pflicht, da die Art springt. Wichtig: Botiidae sind empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten. Bei Erkrankungen kupferfreie Alternativen verwenden. Die Rotflossen-Tigerschmerle ist ein anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer mit großen, gut strukturierten Becken und stabiler Wasserqualität.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Syncrossus berdmorei muss in einer Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren gehalten werden. In kleineren Gruppen oder bei Einzelhaltung richten sich die Aggressionen konzentriert auf einzelne Tiere und führen zu chronischem Stress und Verletzungen. In einer ausreichend großen Gruppe bildet sich eine natürliche Hierarchie. Das Temperament ist territorial und kann gegenüber kleinen oder langsamen Mitbewohnern forsch sein. Für die Vergesellschaftung eignen sich robuste, mittelgroße bis große Arten aus Südostasien: größere Bärblinge (Devario, Barbus), andere Botiiden ähnlicher Größe und kräftige, schnell schwimmende Fische. Kleine, langsam schwimmende oder langflossige Arten wie Kampffische, Guppys oder Fadenfische sind ungeeignet. Corydoras und Otocinclus sind keine guten Mitbewohner. Schnecken werden aktiv erbeutet.

Ernährung

Syncrossus berdmorei ist ein Allesfresser mit karnivorem Schwerpunkt. Im Aquarium eignen sich sinkendes Granulat und Wels-Pellets als Grundfutter. Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Mysis und Krill sowie Garnelen und Muscheln werden gerne angenommen. Pflanzliche Kost (Gurke, Spinat, Zucchini) sollte ergänzend angeboten werden. Schnecken werden aktiv erbeutet und wirken als natürliche Schneckenkontrolle.

Zucht

Für Syncrossus berdmorei liegen keine dokumentierten Zuchterfolge im Aquarium vor. In der Natur handelt es sich vermutlich um einen saisonal wandernden Laicher. Die Zucht unter Heimaquaristik-Bedingungen gilt als nicht möglich.

Natürlicher Lebensraum

Syncrossus berdmorei stammt aus Südostasien und bewohnt strömungsreiche Gewässer in Myanmar und Thailand. Das Habitat ist geprägt von felsigem und steinigem Untergrund mit zahlreichen Spalten und Höhlen. Die Art lebt in klaren, sauerstoffreichen Fließgewässern. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.

Geschlechtsunterschiede

Über sichere geschlechtsspezifische Unterschiede bei Syncrossus berdmorei gibt es keine belastbaren aquaristischen Informationen. Konkrete Merkmale zur Unterscheidung von Männchen und Weibchen sind nicht dokumentiert.

Gut zu wissen

  • Subokuläre Stacheln: beim Umsetzen Handschuhe tragen, nicht mit Netz fangen, sondern mit einer Fangglocke oder einem großen Kunststoffgefäß umsetzen
  • Springer: Deckel ist Pflicht, kein offenes Becken
  • Natürliche Schneckenkontrolle: erbeutet Schnecken aktiv
  • Anfällig für Auszehrungskrankheiten (Skinny Disease): Körpergewicht regelmäßig beobachten
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten
  • Nur in gut eingefahrenen Aquarien (mindestens drei Monate) einsetzen
  • Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % obligatorisch
  • Aufrichtbarer Dorn unter dem Auge: beim Fangen kein engmaschiges Netz verwenden, die Tiere verhaken sich darin und verletzen sich

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Rotflossen-Tigerschmerle?

Syncrossus berdmorei benötigt eine Temperatur von 21-26 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 5-12 dGH. Sauerstoffreiches, sauberes Wasser und wöchentliche Wasserwechsel sind Pflicht.

Kann man die Rotflossen-Tigerschmerle vergesellschaften?

Mit robusten, mittelgroßen bis großen südostasiatischen Arten wie Bärblingen und anderen Botiiden. Kleine, langsame oder langflossige Arten sind ungeeignet. Schnecken werden erbeutet.

Kann man die Rotflossen-Tigerschmerle im Aquarium züchten?

Zuchterfolge im Aquarium sind nicht dokumentiert. Die Art ist vermutlich ein saisonal wandernder Laicher.

Was frisst die Rotflossen-Tigerschmerle?

Syncrossus berdmorei ist ein Allesfresser mit karnivorem Schwerpunkt, der sinkendes Granulat, Frostfutter und Schnecken frisst. Pflanzliche Kost ergänzend anbieten.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Zwerg-Schlangenkopffisch

Schlangenköpfe

Zwerg-Schlangenkopffisch

Channa gachua

  • Endgröße: bis 28 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 18-28 °C
  • pH-Wert: pH 5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Rotköpfige Süßwassernadel

Süßwassernadeln

Rotköpfige Süßwassernadel

Microphis leiaspis

  • Endgröße: 19 cm (SL)
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 22-27 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Betta siamorientalis

Labyrinthfische

Betta siamorientalis

Betta siamorientalis

  • Endgröße: bis 33 cm
  • Becken: ab 54 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Schmerlen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Tigerschmerle

Schmerlen

Tigerschmerle

Syncrossus helodes

  • Endgröße: 30 cm (SL)
  • Becken: ab 900 l
  • Temperatur: 24-30 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, territorial

Rotflossenschmerle

Schmerlen

Rotflossenschmerle

Yasuhikotakia modesta

  • Endgröße: 25 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Netzschmerle

Schmerlen

Netzschmerle

Botia almorhae

  • Endgröße: bis 15,5 cm SL
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 19-27,5 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

Rüsselschmerle

Schmerlen

Rüsselschmerle

Acantopsis dialuzona

  • Endgröße: 25 cm
  • Becken: ab 250 l
  • Temperatur: 20-25 °C
  • pH-Wert: pH 6-8
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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