
Schmerlen
Tigerschmerle
Syncrossus sp. Laos
- Endgröße: 15-30 cm
- Aquarium: ab 900 l
- Temperatur: 22-28 °C
- pH-Wert: pH 6,5-7,5
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
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Zierfische, Familie Botiidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Die Tigerschmerle (Syncrossus helodes) wird bis zu 30 cm Standardlänge groß und ist damit die größte Art der Tigerschmerlen-Gruppe innerhalb der Familie Botiidae. Die Grundfarbe ist grünlich-braun mit 10-12 vertikalen, leicht nach hinten geneigten, gelblichen Querstreifen. Unterhalb der Seitenlinie zeigen sich unregelmäßige dunkle, ovale Flecken.

30 cm (SL)Endgröße
5-8 JahreLebenserwartung
24-30 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 900 lAquariengröße
Die Rückenflosse trägt keine schwarze Markierung, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber der verwandten S. hymenophysa darstellt. Wie alle Botiidae besitzt die Tigerschmerle bewegliche, scharfe Suborbital-Stacheln unterhalb der Augen, die bei Stress ausgefahren werden. Beim Fang sollte immer ein Behälter statt Netz verwendet werden, da sich die Stacheln in Keschern verhaken. Im Handel werden Syncrossus helodes und S. hymenophysa häufig verwechselt. Die Art stammt aus den Flusssystemen des Mekong, Chao Phraya und Mae Khlong in Südostasien. Sie ist eine der anspruchsvollsten Schmerlenarten und benötigt sehr große Aquarien mit starker Strömung.
Die Tigerschmerle benötigt 24-30 °C, einen pH-Wert von 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 2-12 °dGH. Weiches bis mäßig hartes Wasser ist ideal. Die Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität und Nitratansammlungen. Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % sind Pflicht. Für eine artgerechte Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren sind mindestens 200 cm Kantenlänge und 900-1.000 Liter erforderlich. Der BMEL-Mindestwert von 400 Litern ist für adulte Tigerschmerlen in einer Gruppe nicht ausreichend und führt zu erhöhter Aggressivität. Kräftige Strömung mit 4-5 mal Beckenvolumen pro Stunde und hoher Sauerstoffgehalt sind nötig. Der Bodengrund muss feiner, runder Sand ohne scharfe Kanten sein, da die Tiere intensiv wühlen und sich an grobem Kies die Barteln beschädigen. Reichlich Höhlen, Wurzeln und Rohre bieten jedem Tier einen eigenen Rückzugsort. Robuste Pflanzen wie Anubias und Microsorum eignen sich, zarte Pflanzen werden angefressen. Gedämpfte Beleuchtung wird bevorzugt. Das Becken muss lückenlos abgedeckt sein. Tigerschmerlen sind aktive Springer und entkommen durch kleinste Öffnungen. Als Botiidae ist die Art extrem kupferempfindlich. Kupferhaltige Medikamente sind tödlich.
Die Tigerschmerle ist eine der aktivsten und durchsetzungsfähigsten Schmerlenarten. Sie ist tages- und nachtaktiv und erkundet neugierig jeden Winkel des Beckens. Gruppenhaltung von mindestens sechs bis acht Tieren ist Pflicht, besser 8-15. In zu kleinen Gruppen verfolgen dominante Tiere die Unterlegenen bis zum Tod. In größeren Gruppen bildet sich eine stabile Hierarchie und die Aggressionen verteilen sich. Gelegentliche Rangkämpfe sind auch in großen Gruppen normal. Die Art ist nicht für Gesellschaftsbecken mit ruhigen oder kleinen Fischen geeignet. Kleinere Fische werden dauerhaft gestresst, langflossige Arten (Bettas, Guppys, viele Buntbarsche) aktiv gebissen. Geeignete Mitbewohner sind robuste, schnell schwimmende asiatische Karpfenfische wie Devario, große Rasbora und Barbonymus sowie andere kräftige Schmerlen. Panzerwelse sind als Bodenfische ungeeignet und werden bedrängt. Garnelen werden gefressen, Schnecken systematisch vertilgt.
Die Tigerschmerle ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für tierische Kost. Sinkendes Qualitätstrockenfutter in Form von Granulat und Wafers bildet die Basis. Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Mysis und Krill sind wichtige Ergänzungen. Pflanzliche Beilagen wie Gurke, Zucchini und blanchierter Spinat runden die Ernährung ab. Schnecken werden aktiv gejagt und geknackt. Die Art frisst gierig und konkurrenzstark.
Eine Nachzucht von Syncrossus helodes im Aquarium ist nicht möglich. In der Natur ist die Art vermutlich ein saisonaler Wanderlaicher, der zum Ablaichen in überflutete Gebiete migriert. Dieses Verhalten lässt sich im Aquarium nicht nachstellen. Kommerziell erhältliche Nachzuchten stammen aus Teichanlagen in Südostasien und werden dort mit Hormonunterstützung vermehrt.
Syncrossus helodes stammt aus dem Mekong-, Chao-Phraya- und Mae-Khlong-System in Thailand, Laos, Kambodscha und Südvietnam. Vorkommen von der nördlichen Halbinsel Malaysia sind ebenfalls gemeldet. Die Art bewohnt sauerstoffreiche, gut durchströmte Gewässer mit sandigem oder kiesigem Substrat. In der Trockenzeit hält sie sich in tieferen Flussabschnitten auf, in der Regenzeit wandert sie in überflutete Bereiche ein.
Der Geschlechtsdimorphismus ist bei Syncrossus helodes nur schwach ausgeprägt. Adulte Weibchen wirken etwas fülliger im Bauchbereich, besonders zur Laichzeit. Äußerlich zuverlässige Geschlechtsmerkmale wie Flossenform oder Färbung sind nicht bekannt.
Syncrossus helodes benötigt 24-30 °C, pH 6,0-7,5 und GH 2-12 °dGH. Kräftige Strömung, hoher Sauerstoffgehalt und sauberes Wasser mit niedrigen Nitratwerten sind entscheidend. Wöchentliche Wasserwechsel von 30-50 % sind Pflicht.
Für eine artgerechte Gruppe von mindestens sechs bis acht Tieren sind 200 cm Kantenlänge und 900-1.000 Liter nötig. Kleinere Becken führen zu erhöhter Aggressivität. Der BMEL-Mindestwert von 400 Litern reicht für adulte Tiere in der Gruppe nicht aus.
Nein, eine Nachzucht im Aquarium ist nicht möglich. In der Natur wandert die Art zum Laichen in überflutete Gebiete. Kommerziell erhältliche Nachzuchten stammen aus Teichanlagen in Südostasien mit Hormonunterstützung.
Mindestens 5 Tiere, besser 8-15. In zu kleinen Gruppen verfolgen dominante Tiere die Unterlegenen dauerhaft und können sie töten. In größeren Gruppen bildet sich eine stabile Hierarchie und die Aggressionen verteilen sich gleichmäßiger.
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