Synodontis batensoda
Beschreibung
Der Rückenschwimmende Fiederbartwels (Synodontis batensoda) wird etwa 28,6 cm (SL) groß und gehört zur Familie der Fiederbartwelse (Mochokidae). Der Körper ist kräftig und langgestreckt. Die Färbung reicht von silbrig-grün über blaugrau bis in dunklere Bereiche, wobei der Bauch dunkler erscheint als die Flanken. Diese Gegenschattierung passt zu seiner Schwimmweise mit dem Bauch nach oben. Die Flossen sind durch dunkle Punkte oder Querreihen gezeichnet.
Im Aquarium zeigt Synodontis batensoda das namensgebende Rückenschwimmen noch ausgeprägter als die bekanntere Art S. nigriventris. Er verbringt den Großteil seiner aktiven Zeit invertiert, ruht aber auch in normaler Position auf dem Boden. Die Art ist nachtaktiv und nutzt Unterstände, Wurzeln und Höhlen als Ruheplätze. Beim Herausnehmen erzeugt er gut hörbare Geräusche durch Reiben des Brustflossenstachels am Schultergürtel.
Die Art wurde früher in der monotypischen Gattung Brachysynodontis geführt und ist im Handel selten. Wildfänge aus Nigeria und dem Nilgebiet tauchen gelegentlich auf.
Besonderheiten
- Rückenschwimmen: verbringt den Großteil der aktiven Zeit mit dem Bauch nach oben
- Gegenschattierung: Bauchseite dunkler als Flanken, angepasst an die invertierte Schwimmweise
- Venomöse Stacheln an Brust- und Rückenflossen: beim Fangen Vorsicht, Plastikbehälter statt Netze
- Squeaker Catfish: erzeugt bei Stress hörbare Geräusche
- Im Handel selten, Wildfänge aus Westafrika
- Nacht- und dämmerungsaktiv
Vergesellschaftungshinweise
Jungtiere von Synodontis batensoda sind gesellig und profitieren von einer Gruppe ab drei bis fünf Tieren. Adulte Tiere werden zunehmend einzelgängerischer, vertragen sich aber in der Regel gut mit Artgenossen in ausreichend großen Becken.
Das Temperament ist gegenüber anderen Fischarten friedlich, auch gegenüber kleineren Arten. Aggressivere Synodontis-Arten können S. batensoda bedrängen.
Für die Vergesellschaftung eignen sich große, robuste Fische aus westafrikanischen oder nilotischen Habitaten: größere Buntbarsche (Hemichromis, Sarotherodon), große Barben und Polypterus. Ostafrikanische Rift-See-Buntbarsche sind wasserchemisch ungeeignet. Garnelen und Schnecken werden als Futter betrachtet.
Geschlechtsdimorphismus
Über sichere geschlechtsspezifische Unterschiede bei Synodontis batensoda gibt es keine belastbaren aquaristischen Informationen. Konkrete Merkmale zur Unterscheidung von Männchen und Weibchen sind nicht dokumentiert.
Haltungstipps / Pflege
Synodontis batensoda benötigt eine Wassertemperatur von 24-28 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 7-18 dGH. Das Aquarium sollte mindestens 200 cm Kantenlänge und 1000 Liter fassen.
Die Einrichtung sollte zahlreiche große Höhlen, Wurzeln und Überhänge bieten. Die Art benötigt geräumige Verstecke, die ihrer Körpergröße entsprechen. Der Bodengrund kann Sand oder feiner Kies sein. Die Beleuchtung sollte gedämpft sein oder durch Schwimmpflanzen abgeschirmt werden.
Die Filterung sollte leistungsstark sein und das Wasser sauber und gut durchströmt halten. Regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht.
Synodontis batensoda ist ein anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer mit sehr großen Becken und Erfahrung mit großen afrikanischen Welsen.
Zucht und Fortpflanzung
Für Synodontis batensoda liegen keine dokumentierten Zuchterfolge im Aquarium vor. In der Natur zeigt die Art ausgeprägtes Paarbindungsverhalten während der Laichzeit. Die Zucht unter Heimaquaristik-Bedingungen gilt als nicht möglich.
Ernährung/Futterbedarf
Synodontis batensoda ist ein Allesfresser mit Tendenz zur tierischen Kost. In der Natur frisst er Plankton, Algen, Detritus, Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse und Weichtiere.
Im Aquarium eignen sich Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Krill, Regenwürmer und absinkende Tabletten und Pellets. Pflanzliche Kost wie Zucchini, Gurke und Spirulina-Tabletten wird gelegentlich angenommen. Große, fleischige Brocken werden bevorzugt.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Synodontis batensoda stammt aus Westafrika und dem Nilgebiet. Die Art kommt im Niger-, Volta- und Tschad-Becken sowie im Nilsystem vor.
Das Habitat ist geprägt von langsam fließenden bis stehenden Gewässern mit reicher Struktur aus Wurzeln, Treibholz und Ufervegetation. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.