
Welse
Zwerg-Fiederbartwels
Synodontis lucipinnis
- Endgröße: 8-10 cm
- Aquarium: ab 200 l
- Temperatur: 23-27 °C
- pH-Wert: pH 7,5-9
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Mochokidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Rückenschwimmende Kongowels (Synodontis nigriventris) erreicht etwa 10 cm Gesamtlänge und ist einer der bekanntesten Vertreter der Familie Mochokidae. Sein Alleinstellungsmerkmal unter allen Aquarienfischen ist das dauerhafte Schwimmen in Rückenlage: Bis zu 90 % seiner Zeit verbringt er in dieser umgekehrten Position.

10 cm (TL)Endgröße
bis 17 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
6-7,5pH-Wert
5-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Diese Verhaltensweise ist keine Krankheit, sondern eine evolutionäre Anpassung an die Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche. Bauch und Rücken tragen dieselbe Musterung, der Rücken ist nicht heller. Weil auch der Bauch gemustert ist, bleibt der Wels beim Rückenschwimmen von oben betrachtet unauffällig. Die Grundfärbung ist olivbraun bis graubraun mit unregelmäßigen dunklen Flecken. Wie alle Synodontis besitzt er drei Paar gefiederte Barteln und kräftige, aufstellbare Flossenstacheln an Rücken- und Brustflossen. Die Art stammt aus dem Kongobecken in Zentralafrika und ist dämmerungs- und nachtaktiv. In gut eingerichteten Becken mit Schwimmpflanzen und Verstecken zeigen sich die Tiere auch tagsüber regelmäßig.
Synodontis nigriventris benötigt 24-28 °C, einen pH-Wert von 6,0-7,5 und eine Gesamthärte von 5-12 °dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser wird für eine artgerechte Haltung empfohlen. Diese Art hat nichts mit den ostafrikanischen Riftseebewohnern gemein und benötigt kein hartes, alkalisches Wasser. Für eine Gruppe von mindestens fünf Tieren sind 80 cm Kantenlänge und 112 Liter erforderlich. Das Becken sollte gedämpft beleuchtet sein, da helles Dauerlicht die scheuen Welse dauerhaft in Verstecke treibt. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht natürlich und werden als Ruheplatz an der Oberfläche genutzt. Großblättrige Pflanzen wie Anubias und Echinodorus, dazu Treibholz, Wurzeln, Tonröhren und Kokosnussschalen bieten Verstecke. Feiner Sand als Bodengrund schützt die empfindlichen Barteln. Die Strömung sollte moderat sein. Beim Fang ist Vorsicht geboten: Die aufstellbaren Flossenstacheln verhaken sich leicht in Keschern und können Verletzungen verursachen. Immer mit einem Behälter umsetzen.
Synodontis nigriventris ist einer der friedlichsten Welse und ein geselliger Schwarmfisch. In Gruppen von mindestens fünf Tieren werden die Tiere deutlich aktiver und sichtbarer. Einzeln oder in zu kleinen Gruppen gehaltene Exemplare bleiben dauerhaft scheu und verstecken sich. Die Art kommuniziert durch Knackgeräusche (Stridulation der Flossenstacheln), was normales Sozialverhalten darstellt. Geeignete Mitbewohner sind afrikanische Salmler wie Phenacogrammus interruptus und Arnoldiichthys spilopterus, westafrikanische Zwergbuntbarsche wie Pelvicachromis pulcher und Nanochromis, kleine Mormyriden sowie andere friedliche Bodenbewohner ähnlicher Größe. Nicht geeignet sind aggressive Großfische und räuberische Arten, die kleine Welse als Beute betrachten könnten.
Synodontis nigriventris ist ein unkomplizierter Allesfresser. Sinkendes Granulat und Welstabletten bilden die Basis. Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien und Tubifex sind wichtige Ergänzungen. Pflanzliche Beikost wie Zucchini, Erbsen und Gurke rundet die Ernährung ab. Eine Besonderheit: Da die Tiere in Rückenlage fressen, nehmen sie gerne Flockenfutter oder schwimmendes Futter direkt von der Wasseroberfläche auf. Die Fütterung sollte abends erfolgen, da die Art dämmerungs- und nachtaktiv ist.
Die Nachzucht im Aquarium ist möglich, aber selten und anspruchsvoll. Synodontis nigriventris laicht an dunklen, geschützten Stellen wie Höhlen oder unter Wurzeln. Pro Gelege werden bis zu 450 Eier abgelegt. Die Larven schlüpfen nach etwa einer Woche. Die Jungfische schwimmen zunächst aufrecht; der Wechsel zur typischen Rückenlage erfolgt nach 7-8 Wochen. Erstfutter sind Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Leichte Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser und eine Simulation der Regenzeit können die Laichbereitschaft fördern. Detaillierte Zuchtprotokolle sind in der Literatur selten.
Synodontis nigriventris stammt aus dem zentralafrikanischen Kongobecken. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und Kamerun. Die Art bewohnt ruhige, dicht bewachsene Uferzonen von Flüssen und Sümpfen des Kongo-Regenwaldes, darunter der Pool Malebo, das Kasai-Einzugsgebiet und das Ubangi-System. Das Wasser ist dort typischerweise weich, leicht sauer bis neutral und enthält viel organisches Material wie Laub und Treibholz.
Weibchen werden zur Laichzeit deutlich rundlicher und fülliger. Sie sind etwas größer als die schlankeren, dunkleren Männchen. Außerhalb der Laichzeit ist die Unterscheidung schwierig.
Synodontis nigriventris benötigt 24-28 °C, pH 6,0-7,5 und GH 5-12 °dGH. Weiches bis mittelhartes Wasser ist optimal. Die Art stammt aus dem Kongobecken und benötigt kein hartes, alkalisches Wasser.
Ja. Synodontis nigriventris schwimmt dauerhaft in Rückenlage. Bis zu 90 % seiner Zeit verbringt er in dieser Position. Das ist keine Krankheit, sondern eine evolutionäre Anpassung. Nur wenn der Fisch zusätzlich torkelt oder keuchend an der Oberfläche bleibt, besteht Handlungsbedarf.
Mindestens fünf Tiere. In Gruppen zeigen sich die Tiere aktiver und sichtbarer. Einzeln oder in zu kleinen Gruppen gehaltene Exemplare bleiben dauerhaft scheu und verstecken sich.
Geeignet sind afrikanische Salmler wie Kongosalmler, westafrikanische Zwergbuntbarsche wie Pelvicachromis pulcher, kleine Mormyriden und andere friedliche Bodenbewohner.
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