Synodontis njassae

Deutscher Name: Njassa-Fiederbartwels

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Malawi, Tansania, Zentralafrika
Farben:
grau, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Synodontis njassae
Gattung: Synodontis
Familie: Mochokidae

Beschreibung

Der Njassa-Fiederbartwels (Synodontis njassae) erreicht im Aquarium etwa 19-20 cm Gesamtlänge und ist ein mittelgroßer Vertreter der Fiederbartwelse aus dem Malawisee. Der Körperbau ist gedrungen mit dreieckigem Querschnitt, kräftigem Knochenschild am Kopf und einer aufrechten Rückenflosse mit hartem, gezähntem ersten Strahl. Die Grundfärbung reicht von silbergrau bis blassbraun; über den gesamten Körper verteilen sich unregelmäßige schwarze Punkte. Es existieren zwei unterscheidbare Morphen: eine großgefleckte und eine kleingefleckte Variante. Wie alle Synodontis besitzt S. njassae an der Basis der Brustflossenstacheln ein Stridulationsorgan, mit dem der Fisch hörbare Quietschgeräusche erzeugt. Die Flossenstacheln sind giftig und können beim Fang schmerzhafte Verletzungen verursachen. Die Art ist streng nacht- und dämmerungsaktiv und zieht sich tagsüber in Felsenhöhlen und Spalten zurück. Im Malawisee wird sie auch in pelagischen Zonen bis 230 m Tiefe nachgewiesen.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Zwei unterscheidbare Morphen: großgefleckt und kleingefleckt
  • Stridulationsorgan an den Brustflossen: erzeugt hörbare Quietschgeräusche
  • Giftige Flossenstacheln: beim Fang Schutzhandschuhe und Behälter statt Kescher verwenden
  • Malawisee-Endemit: benötigt hartes, alkalisches Wasser (GH 20-30 °dGH)
  • Streng nachtaktiv: tagsüber kaum zu beobachten
  • Tiefentoleranz bis 230 m im Malawisee
  • Kein Brutparasit (im Gegensatz zu einigen Tanganjika-Synodontis)
  • Überwiegend Wildfänge im Handel

Vergesellschaftungshinweise

Synodontis njassae ist gegenüber Artgenossen verträglich und wird in der Natur nachts in großen Gruppen beobachtet. Im Aquarium zeigt die Art kein nennenswertes Aggressionsverhalten gegenüber Artgenossen, gegenüber anderen Synodontis-Arten kann es jedoch zu Rangkämpfen kommen. Für eine artgerechte Haltung sollten mindestens fünf Tiere gehalten werden. Geeignete Mitbewohner sind robuste Malawi-Buntbarsche wie Mbunas, Peacocks und Haplochrominen sowie andere Rift-See-Arten mit vergleichbaren Wasserwertanforderungen. Nicht geeignet sind Weichwasserarten aus Südamerika wie Corydoras, Apistogramma oder Paracheirodon, da die Wasserchemie unvereinbar ist. Kleine, delikate Arten werden als Beute betrachtet. Garnelen sind gefährdet, Schnecken werden weitgehend toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Ausgewachsene Weibchen sind zur Laichzeit deutlich fülliger und runder im Bauchbereich. Männchen entwickeln eine höhere, spitzer zulaufende Rückenflosse. Eine sichere Bestimmung über die Genitalpapillen ist möglich, erfordert jedoch Erfahrung.
Größe: ca. 19-20 cm (TL)

Haltungstipps / Pflege

Der Njassa-Fiederbartwels benötigt als Malawisee-Endemit hartes, alkalisches Wasser: 23-28 °C, pH 7,5-8,5 und GH 20-30 °dGH. Diese Werte sind strikt einzuhalten. Weiches oder saures Wasser ist für diese Art nicht geeignet. Kalkgestein, Muschelkies oder Malawi-Salze helfen, die Wasserhärte aufrechtzuerhalten. Für eine Gruppe von mindestens fünf Tieren sind 150 cm Kantenlänge und 400 Liter erforderlich. Das Becken wird als Malawi-Biotop mit Felsaufbauten, Höhlen und Spalten eingerichtet, die als Tagesrückzug zwingend nötig sind. Feiner Sand eignet sich als Bodengrund. Harte, alkalisch-tolerante Pflanzen wie Vallisnerien und Anubias sind optional, ein reines Felsbiotop ist ebenfalls geeignet. Leistungsstarke Filterung und gute Sauerstoffversorgung sind wichtig. Die Art ist streng nachtaktiv. Tagsüber ist kaum Aktivität zu beobachten. Nachtbeobachtung oder Rotlicht ermöglichen Einblicke in das natürliche Verhalten.
Wasserhärte:
hart bis sehr hart
pH-Wert
7,5-8,5
Temperatur:
23-28 °C
Beckengröße:
ab 150 cm, 400 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Eine Nachzucht von Synodontis njassae im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. In der Natur ist die Art ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Laichzeit fällt in die Monate Oktober bis Dezember. Weibchen laichen ab etwa 11 cm Körperlänge und produzieren durchschnittlich 1.341 Eier. Brutparasitismus wie bei einigen Tanganjika-Synodontis ist bei dieser Art nicht bekannt. Da keine Aquariumszuchterfolge dokumentiert sind, fehlen verlässliche Angaben zu Laichauslösung und Aufzucht der Jungfische. Im Handel wird S. njassae überwiegend als Wildfang angeboten.

Ernährung/Futterbedarf

Synodontis njassae ist ein Allesfresser. In der Natur ernährt er sich hauptsächlich von Zooplankton und Insektenlarven, ergänzt durch Algen und Detritus. Im Aquarium nimmt er sinkendes Granulat und Welstabletten, Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Krill und Mysis sowie pflanzliche Ergänzungen wie Spirulina-Tabletten, Gurke und Zucchini. Die Fütterung muss abends oder nach Abschalten des Lichts erfolgen, da die Art streng nachtaktiv ist und tagsüber kaum Nahrung aufnimmt. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8-12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Synodontis njassae ist endemisch im Malawisee (Lake Nyasa) und seinen Zuflüssen. Das Verbreitungsgebiet umfasst Malawi, Mosambik und Tansania. Die Art bewohnt felsige Uferbereiche und ist auch in pelagischen Zonen bis 230 m Tiefe nachgewiesen. Der Malawisee zeichnet sich durch konstant hartes, alkalisches Wasser mit GH 20-30 °dGH, pH 7,5-8,8 und stabilen Temperaturen von 23-28 °C aus.

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dies ist leider völlig falsch…Synodontis njassae sind einzelgänger die sich nur zur paarungszeit in größeren gruppen antreffen lassen. Daher ist die Gruppenhaltung unter 1500ltr unsagbar. Einen WF kann man gut in 600-1000ltr halten aber dann bitte alleine. Sonst gibt es unruhe im becken und keinerlei freude weder beim halter noch beim Tier

Danke für deinen Hinweis, Kevin.
Wir haben sofort den Beitrag editiert und den Verfasser kontaktiert.

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