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Zierfische, Familie Mochokidae

Rundfleck-Fiederbartwels Synodontis notatus

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Der Rundfleck-Fiederbartwels (Synodontis notatus) wird bis zu 28 cm groß und gehört zur Familie der Fiederbartwelse (Mochokidae). Sein kräftiger Körper ist graubraun bis olivfarben gefärbt, die Bauchseite weißlich bis cremeweiß. Das namensgebende Erkennungsmerkmal sind die markanten schwarzen Flecken auf den Flanken, deren Anzahl regional zwischen einem und drei variiert.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
  • 28 cmEndgröße

  • 15-20 JahreLebenserwartung

  • 22-25 °CTemperatur

  • 6,5-7,5pH-Wert

  • 8-18 °dGHGesamthärte

  • ab 450 lAquariengröße

Beschreibung

Der Kiemendeckel zeigt häufig einen goldenen Schimmer. Besonders interessant ist die für Synodontis-Arten ungewöhnliche Tagesaktivität: Synodontis notatus ist tagsüber häufiger zu beobachten als die meisten Gattungsverwandten. Wie alle Mochokidae besitzt er harte, gezackte Strahlen in Rücken- und Brustflossen, die bei Beunruhigung hörbar quietschen (Stridulation). Die Art schwimmt vorwiegend in der mittleren und unteren Wasserschicht und nutzt Verstecke intensiv.

Haltung und Pflege

Das Becken sollte mindestens 450 Liter bei einer Kantenlänge von 120 cm fassen. Feiner Sand als Substrat ist ideal, optional mit Laubschicht (Kongobiotop). Höhlen aus Steinen oder Tonröhren, Wurzeln und Treibholz sind als Verstecke essenziell. Schwimmpflanzen zur Lichtdämpfung sind erwünscht. Die Strömung sollte mäßig sein mit ruhigen Rückzugsbereichen. Wasserwerte: 22-25 °C, pH 6,5-7,5, GH 8-18 dGH. Kräftige Filterung und regelmäßige Wasserwechsel (20-30 % wöchentlich) sind wichtig, da die Art empfindlich gegenüber Nitriten reagiert. Eine Abdeckung wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen. Synodontis notatus ist eine langlebige Art mit ca. 15-20 Jahren Lebenserwartung. Die Haltung erfordert ein geräumiges, gut strukturiertes Becken, Einzelhaltung gegenüber Artgenossen und weiches bis mittelhartiges Wasser.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Synodontis notatus ist gegenüber robusten, ausreichend großen Beifischen gut verträglich. Gegenüber Artgenossen und nahe verwandten Synodontis-Arten wird die Art jedoch mit zunehmendem Alter hochgradig territorial und aggressiv. Einzelhaltung ist daher empfohlen. Gegenüber deutlich kleineren Fischen besteht Fressrisiko. Geeignete Mitbewohner sind robuste Arten aus dem Kongobecken: große Kongotetras (Phenacogrammus interruptus), Ctenopoma-Arten, mittlere bis große Buntbarsche aus dem Kongobecken sowie größere Barben und Salmler. Keine Fische unter ca. 5-6 cm, keine kleinen Garnelen.

Ernährung

Synodontis notatus ist ein Allesfresser und in der Fütterung unkompliziert. Empfohlen werden hochwertige Welstabs und sinkende Pellets (Proteinanteil mindestens 40 %), Frostfutter wie Mückenlarven, Tubifex und Artemia, sowie pflanzliche Kost wie überbrühte Erbsen oder Zucchini. Lebendfutter wird gerne angenommen und löst Jagdverhalten aus. Achtung: Synodontis notatus frisst kleine Fische, die ins Maul passen.

Zucht

Im Aquarium bisher nicht reproduziert. Synodontis notatus ist ein Freilaicher (Eier werden verstreut, keine Brutpflege). Allgemeine Synodontis-Zuchtprinzipien deuten auf weiche, leicht saure Wasserwerte (pH 6,0-6,8, GH unter 8 dGH, Temperatur 24-26 °C) und Auslösereize durch Simulierung der Regenzeit hin. Konkrete Angaben zu Laichmengen, Eiablageplätzen oder Inkubationszeiten fehlen für diese Art vollständig.

Natürlicher Lebensraum

Synodontis notatus stammt ausschließlich aus dem Kongobecken in West- und Zentralafrika. Das natürliche Habitat besteht aus Flusssystemen mit weichem bis mittelhartem Wasser, Felsstrukturen, Treibholz und Wurzeln. Das Kongobecken ist eines der artenreichsten Flusssysteme der Welt.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist äußerlich kaum erkennbar. Die scharfen Flossenspitzen erfordern besondere Vorsicht beim Handling.

Gut zu wissen

  • Graubraun/oliv mit charakteristischen schwarzen Flankenflecken (1-3)
  • Goldschimmer auf dem Kiemendeckel
  • Für Synodontis ungewöhnlich tagaktiv
  • Territorialist gegenüber Artgenossen – Einzelhaltung empfohlen
  • Frisst kleine Fische
  • Harte, gezackte Rücken- und Brustflossenstrahlen – Vorsicht beim Handling
  • Kann bei Beunruhigung hörbar quietschen (Stridulation)
  • Kongobecken-Art: weiches bis mittelhartiges Wasser
  • Kupferempfindlich: Schuppenlose Welse nehmen Kupfer besonders rasch über die Haut auf – kupferhaltige Medikamente und Dünger sind zu vermeiden.

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Rundfleck-Fiederbartwels?

Synodontis notatus benötigt Temperaturen von 22-25 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 8-18 dGH. Weiches bis mittelhartiges Wasser aus dem Kongobiotop-Kontext ist ideal. Sehr hartes, alkalisches Wasser (wie für Riftsee-Cichliden) ist nicht geeignet.

Kann man den Rundfleck-Fiederbartwels vergesellschaften?

Gegenüber Artgenossen wird Synodontis notatus territorial und aggressiv, Einzelhaltung ist empfohlen. Mit robusten, ähnlich großen Fischen aus dem Kongobecken (Kongotetras, Ctenopoma, mittlere Buntbarsche) klappt die Vergesellschaftung gut. Keine Fische unter 5-6 cm einsetzen, da Fressrisiko besteht.

Kann man den Rundfleck-Fiederbartwels züchten?

Im Aquarium ist die Art bisher nicht nachgezüchtet worden. Synodontis notatus ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Zuchtversuche scheitern vermutlich an fehlenden Regenzeit-Auslösern und unbekannten Laichbedingungen.

Was frisst der Rundfleck-Fiederbartwels?

Als Allesfresser nimmt Synodontis notatus sinkende Welstabs, Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex, Artemia), Lebendfutter und pflanzliche Kost an. Die Art ist in der Fütterung unkompliziert, frisst aber auch kleine Fische, die ins Maul passen.

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Fragen und Erfahrungen

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