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Zierfische, Familie Cichlidae

Marienbuntbarsch

Pelmatolapia mariae

Der Marienbuntbarsch (Pelmatolapia mariae, früher Tilapia mariae) ist ein großwüchsiger westafrikanischer Buntbarsch, der bis zu 39 cm Gesamtlänge erreicht. Der kräftige, hochrückige Körper zeigt eine gelblich-grüne bis olivfarbene Grundfärbung mit fünf bis neun dunklen vertikalen Bändern oder ovalen Flecken auf den Flanken. Augenpartie und Stirn können rötlich gefärbt sein; Flossen zeigen oft Rot- und Grüntöne.

  • Schwierigkeit: Mittelschwer
  • Paarweise
  • Territorial
Marienbuntbarsch (Pelmatolapia mariae)
Foto: aqua-global – Dr. Jander & Co. OHG
  • bis 39 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 20-25 °CTemperatur

  • 6-8pH-Wert

  • 5-19 dGHGesamthärte

  • ab 1080 lBeckengröße

Beschreibung

Farbmuster und Ausprägung variieren stark zwischen Populationen. Im Aquarium fällt der Marienbuntbarsch durch sein aktives Schwimmverhalten auf und hält sich bevorzugt im mittleren bis unteren Bereich auf. Adulte Tiere entwickeln ein selbstbewusstes Auftreten mit deutlicher Revierprägung. Die Art bildet Paare mit intensivem Revierverhalten und verteidigt Bruträume konsequent. Beide Eltern beteiligen sich gemeinsam an der Brutpflege. Pelmatolapia mariae ist zudem euryhalin und toleriert leicht brackiges Wasser. In Australien, Hongkong, Russland und den USA hat sich die Art als invasive Spezies etabliert.

Haltung und Pflege

Der Marienbuntbarsch benötigt Wasser mit 20-25 °C, pH 6-8 und GH 5-19 °dGH. In der Praxis empfiehlt sich ein GH-Wert von 8-15 °dGH als stabiler Haltungsbereich. Das Becken sollte mindestens 160 cm Kantenlänge und 1.080 Liter fassen. Ausreichende Fläche ist wichtiger als hohe Wasserhöhe, da viel Revier- und Bodenaktivität stattfindet. Die Einrichtung braucht mehrere Revierbereiche mit stabilen Steinaufbauten, Höhlen, Wurzelstrukturen und flachen Steinen als Laichsubstrat. Sand oder feiner Kies ermöglicht das natürliche Grabeverhalten. Robuste Pflanzen sind geeigneter als zarte Arten, die oft entwurzelt werden. Gleichmäßige Strömung und leistungsfähige Filterung sind notwendig. Das Sprungrisiko ist gering, ein Deckel wird dennoch empfohlen. Pelmatolapia mariae ist für Aquarianer mit Erfahrung eine lohnende Art. Die Anforderungen an Beckengröße und Strukturierung sind zu beachten. Bei Garnelen und kleinen Wirbellosen ist Vorsicht geboten.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Pelmatolapia mariae ist paarbildend und stark revierbildend. Im Hobby werden die Tiere am häufigsten als Einzelpaare gehalten. In sehr großen, gut strukturierten Becken ist eine Gruppe mit mehreren Reviereinheiten möglich. Das Temperament ist generell territorial und gegenüber Artgenossen sowie ähnlich aussehenden Fischarten aggressiv. Während der Brutpflege verteidigen beide Eltern ihr Revier vehement. Garnelen sind ungeeignet, da sie als Nahrung angesehen werden. Kleinschnecken sind riskant; größere Schnecken werden eher toleriert. Geeignete Beifische sind andere westafrikanische Arten wie Pelvicachromis spp., passende afrikanische Salmler sowie Synodontis-Arten aus Westafrika.

Ernährung

Der Marienbuntbarsch ist überwiegend herbivor. Die natürliche Nahrung besteht vorwiegend aus Algen, Wasserpflanzen und Aufwuchs; daneben werden Insektenlarven und Kleinkrebstiere aufgenommen. Im Aquarium eignen sich Cichlidenpellets als Basis, Algen- und Spirulina-Tabletten sowie Gemüse wie Zucchini, Salat oder Erbsen. Proteinreiche Ergänzungen durch Mückenlarven, Artemia oder Cyclops sind besonders zur Konditionierung vor der Zucht sinnvoll.

Zucht

Der Zuchtstatus ist gut dokumentiert; die Art wurde vielfach im Aquarium nachgezüchtet. Die Zuchtschwierigkeit ist einfach. Pelmatolapia mariae ist ein offener Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege. Die Eltern legen Eier auf festen Substraten wie Steinen oder Platten ab und betreuen Gelege und Jungfische gemeinsam. Zuchtwasserwerte: Temperatur 25-28 °C, pH 6-8. Eine spezifische Zucht-GH ist nicht belegt; der allgemeine Haltungsbereich gilt sinngemäß. Reichhaltige Konditionierung mit Grünfutter sowie Lebend- und Frostfutter stimuliert die Laichbereitschaft. Die Art produziert 600 bis 3.300 Eier pro Gelege. Die Eier schlüpfen nach 1-3 Tagen; die Larven werden nach weiteren 6-8 Tagen freischwimmend. Beide Eltern führen die Jungfische bis zu einer Größe von ca. 2,5-3,0 cm. Sexuelle Reife wird bei 10-15 cm erreicht. Als Erstfutter eignen sich Artemia-Nauplien und feines Staubfutter.

Zuchtwasser: 25 bis 28 °C, pH 6 bis 8

Natürlicher Lebensraum

Pelmatolapia mariae stammt aus Westafrika und besiedelt Küstengewässer sowie untere Flussläufe von der Elfenbeinküste bis nach Kamerun. Die Art bewohnt stehende oder langsam fließende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Grund. Typisch sind ausgedehnte Randvegetationen, Wurzelstrukturen und felsige Bereiche. Die Strömung ist meist still bis mäßig. Regen- und Trockenzeiten beeinflussen Wasserstand und Nahrungsverfügbarkeit.

Geschlechtsunterschiede

Männchen erreichen größere Körpermaße, entwickeln häufig eine länger ausgezogene Rückenflosse und zeigen im Alter oft eine steilere, hervortretende Stirnpartie. Weibchen bleiben kompakter und sind fülliger im Bauchbereich, was bei brutfähigen Weibchen noch ausgeprägter erscheint.

Gut zu wissen

  • Offener Substratlaicher mit biparentaler Brutpflege
  • Stark revierbildend und territorial, besonders während der Brutzeit
  • Intensive Elternpflege: beide Eltern betreuen Gelege und Brut gemeinsam
  • Euryhalin: toleriert leicht brackiges Wasser
  • In Australien, Hongkong, Russland und den USA als invasive Art etabliert
  • Garnelen ungeeignet; Schnecken riskant
  • Niedriges Sprungrisiko, dennoch Deckel empfohlen

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Marienbuntbarsch?

Pelmatolapia mariae benötigt 20-25 °C, pH 6-8 und GH 5-19 °dGH. Die Art ist anpassungsfähig und toleriert sogar leicht brackiges Wasser. In der Praxis ist ein GH von 8-15 °dGH ein guter Zielbereich.

Kann man den Marienbuntbarsch vergesellschaften?

Geeignete Partner sind westafrikanische Arten wie Pelvicachromis, afrikanische Salmler und Synodontis-Welse. Garnelen sind nicht möglich, da sie als Futter betrachtet werden.

Wie züchtet man den Marienbuntbarsch?

Pelmatolapia mariae ist ein offener Substratlaicher mit einfacher Zucht. Bei 25-28 °C legen die Tiere 600 bis 3.300 Eier auf festen Substraten ab. Beide Eltern betreuen die Brut gemeinsam und führen die Jungfische über mehrere Wochen.

Wie groß wird der Marienbuntbarsch?

Pelmatolapia mariae erreicht im Aquarium ca. 32-36 cm, das dokumentierte Maximum liegt bei 39 cm Gesamtlänge. Aufgrund dieser Größe ist ein Becken ab 1.080 Litern und 160 cm Kantenlänge Pflicht.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Cross-River-Kugelfisch

Kugelfische

Cross-River-Kugelfisch

Tetraodon pustulatus

  • Endgröße: bis 40 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Flösselaal

Flösselhechte

Flösselaal

Erpetoichthys calabaricus

  • Endgröße: bis 40 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Elefantenrüsselfisch

Elefantenfische

Elefantenrüsselfisch

Gnathonemus petersii

  • Endgröße: bis 35 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 23-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Aus Westafrika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Buntbarsche, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Tanganjika-Beulenkopf

Buntbarsche

Tanganjika-Beulenkopf

Cyphotilapia frontosa

  • Endgröße: 33–35 cm
  • Becken: ab 1100 l
  • Temperatur: 23-27 °C
  • pH-Wert: pH 8-9
  • Wasserhärte: mittel bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Texas-Buntbarsch

Buntbarsche

Texas-Buntbarsch

Herichthys cyanoguttatus

  • Endgröße: bis 38 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 7-8
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, aggressiv

Pfauenaugenbuntbarsch

Buntbarsche

Pfauenaugenbuntbarsch

Astronotus ocellatus

  • Endgröße: bis 45 cm
  • Becken: ab 1080 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Paarweise halten, territorial

Xingu-Kammbuntbarsch

Buntbarsche

Xingu-Kammbuntbarsch

Cichla melaniae

  • Endgröße: 36 cm TL
  • Becken: ab 1100 l
  • Temperatur: 28-32 °C
  • pH-Wert: pH 6-6,5
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Schwierig

In der Gruppe halten, friedlich

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