Vittina coromandeliana
Beschreibung
Die Zebra-Rennschnecke (Vittina coromandeliana, früher Neritina coromandeliana) stammt aus Südostasien, vor allem aus Indonesien und den Philippinen. In der Natur lebt sie in schnell fließenden Bächen, Flüssen und Brackmangrovenzonen auf harten Untergruneden wie Steinen und Holz. Sie wird 2,5 bis 3 cm groß und trägt ein ovales, dickwandiges Gehäuse mit der namensgebenden Zebrazeichnung: gelbe bis goldbraune Grundfarbe mit schwarzen Längsstreifen. Vittina coromandeliana gehört zu den besten Algenfressern im Aquarium. Sie grast gründlich Aufwuchsalgen, Kieselalgen und Biofilm von Scheiben, Steinen und Dekor ab, ohne gesunde Pflanzen anzufressen. Hartes, alkalisches Wasser ist für den Schalenaufbau nötig. Kupfer ist tödlich. Rennschnecken sind bekannte Ausbrecher – das Becken muss abgedeckt sein. Die Lebenserwartung liegt bei 3 bis 5 Jahren.
Besonderheiten
- Einer der besten Algenfresser im Aquarium
- Vermehrt sich NICHT im Süßwasser – Larven brauchen Salzwasser
- Legt weiße Eikapseln auf harten Oberflächen (nur optisch störend)
- Bekannter Ausbrecher – Becken MUSS abgedeckt sein
- Hartes, alkalisches Wasser für Schalengesundheit nötig
- Kupferempfindlich – keine kupferhaltigen Medikamente verwenden
- 100 % Wildfänge – Nachzucht praktisch unmöglich
- Völlig friedlich. Grast unaufhörlich Oberflächen ab – tags und nachts aktiv. Bekannter Ausbrecher: klettert über die Wasseroberfläche hinaus und kann das Becken verlassen. Abdeckung zwingend nötig. Bei schlechter Wasserqualität oder Futtermangel erhöhte Fluchtneigung.
Vergesellschaftungshinweise
Völlig friedlich. Ideal für Gemeinschaftsbecken. Nicht mit Raubschnecken (Clea helena), Krebsen oder Kugelfischen.
Erscheinungsbild
Ovales, dickwandiges Gehäuse mit gelb-goldbrauner Grundfarbe und schwarzen Längsstreifen (Zebramuster). Operculum hell mit oft orangem Rand. Weichkörper dunkel mit grauem Fuss. 2,5 – 3 cm. Kein äußerer Geschlechtsunterschied.
Zucht und Fortpflanzung
Die Art ist getrenntgeschlechtlich und legt harte, weiße Eikapseln auf festen Oberflächen ab. Im Süßwasser schlüpfen daraus keine Jungschnecken – die Larven brauchen Salzwasser zur Entwicklung. Nachzucht im Aquarium ist praktisch unmöglich, daher werden alle Tiere im Handel als Wildfänge importiert.
Ernährung/Futterbedarf
Spezialisierter Algenfresser. Grast Aufwuchsalgen, Kieselalgen, Punktalgen und Biofilm von Scheiben, Steinen, Holz und Dekor ab. Einer der effektivsten Algenfresser unter den Schnecken. Frisst keine gesunden Pflanzen. Bei wenig Algenwuchs mit Spirulina-Tabs oder überbrühtem Gemüse zufüttern. Calcium nötig für dickwandige Schale. Sie frisst ausschließlich Aufwuchs und lässt sich nicht dauerhaft auf Ersatzfutter umstellen. Das Becken muss deshalb gut eingefahren sein und sichtbaren Algen- und Biofilmbewuchs tragen. In frisch eingerichteten oder sehr sauber gehaltenen Aquarien hungern die Tiere langsam, ohne dass man ihnen etwas ansieht.