
Zahnkarpfen
Zwergschwertträger
Xiphophorus pygmaeus
- Endgröße: bis 4 cm
- Aquarium: ab 54 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 7-8
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, friedlich
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Zierfische, Familie Poeciliidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Meyers Platy (Xiphophorus meyeri) ist ein zierlicher Lebendgebärer aus der Familie Poeciliidae und wird nur etwa 3-4 cm groß. Die Art ist in der Natur ausgestorben (IUCN: Extinct in the Wild, EW) und überlebt ausschließlich in Aquarienhaltung und Erhaltungszuchtprogrammen.

bis 4 cmEndgröße
3 JahreLebenserwartung
23-28 °CTemperatur
7-7,5pH-Wert
10-17 °dGHGesamthärte
ab 54 lAquariengröße
Die Körperfärbung ist variabel und reicht von goldenen und gelblichen Tönen über silbergrau bis zu grünlich schimmernden und teils bläulich-türkis wirkenden Partien. Typisch sind zwei schwarze Streifen auf dem Hinterkörper, die sich stellenweise in Flecken auflösen. Xiphophorus meyeri stammt aus dem Río Salado System in Coahuila, Mexiko, wo die Art an die Quellen La Cascada und El Socavon gebunden war. Männchen besitzen ein Gonopodium und ein kurzes Schwert an der Schwanzflosse, das deutlich kleiner ausfällt als bei klassischen Schwertträgern. Im Verhalten zeigt sich die Art friedlich, lebhaft und gesellig, mit Vorliebe für die oberen bis mittleren Wasserschichten.
Meyers Platy benötigt ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge mit mindestens 54 Litern. Die Wassertemperatur sollte bei 23-28 °C liegen, der pH-Wert bei 7,0-7,5 und die Gesamthärte bei 10-17 °dGH. Stabile Werte sind besonders wichtig, da kleine Lebendgebärende empfindlicher auf Schwankungen reagieren als oft vermutet. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein mit Rückzugsmöglichkeiten im Hintergrund und freiem Schwimmraum vorne. Feine Pflanzen und Schwimmpflanzen helfen, die Weibchen zu entlasten. Feiner Sand oder feiner Kies als Bodengrund. Moderate Strömung und gedämpfte Filterung, da die Art aus ruhigeren Gewässern stammt. Sprungrisiko mittel – Abdeckung empfohlen. Xiphophorus meyeri ist in der Natur ausgestorben und überlebt nur in Aquarienhaltung. Die Pflege erfordert stabile Wasserwerte, gute Beckenstruktur und ein bewusstes Zuchtmanagement. Wer diese Art pflegt, leistet einen direkten Beitrag zur Arterhaltung.
Xiphophorus meyeri sollte in einer Gruppe gepflegt werden, am besten mit deutlichem Weibchenüberschuss (1:2 bis 1:3), da Männchen die Weibchen intensiv verfolgen können. Männchen imponieren untereinander, ohne dass bei guter Beckenstruktur dauerhafte Schäden entstehen. Die Art ist für eine gemischte Haltung mit ruhigen, nicht zu dominanten Partnern geeignet, sofern die Wasseransprüche passen. Gut geeignet sind andere mittelamerikanische Friedfische und robuste Welse. Schnecken sind unproblematisch, bei Garnelen können Jungtiere gefressen werden.
Xiphophorus meyeri ist ein Allesfresser mit Neigung zu fleischlicher Kost. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops und Mückenlarven werden sehr gern angenommen und unterstützen Kondition und Farbentwicklung. Ergänzend sollte gutes Flockenfutter und spirulinahaltiges Trockenfutter gereicht werden. Mehrere kleine Fütterungen pro Tag sind sinnvoller als eine große Gabe.
Xiphophorus meyeri ist lebendgebärend, die Zucht gilt jedoch als schwierig. Als Trigger wird eine kühle Überwinterung bei 16-20 °C über einige Monate beschrieben, die die Zucht zunächst stoppt. Anschließend regt die Erwärmung auf 22-26 °C die Fortpflanzung an. Für die Zucht werden 22-26 °C, pH 7,2-8 und GH bis 20 °dGH empfohlen. Die Geschlechtsreife wird mit etwa 4 Monaten erreicht. Pro Wurf kommen 5-15 Jungfische nach ca. 30 Tagen Tragzeit zur Welt. Alttiere können dem Nachwuchs nachstellen, dichte Bepflanzung bietet Schutz. Als Erstfutter eignen sich Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und feines Staubfutter. Reichliches Lebendfutter wirkt konditionierend. Hinweis: Da die Art in der Natur ausgestorben ist (EW), hat die sorgfältige Erhaltungszucht mit genetisch dokumentierten Linien höchste Priorität.
Zuchtwasser: 22 bis 26 °C, pH 7,2 bis 8, bis 20 °dGH
Xiphophorus meyeri stammt aus dem Río Salado System in Coahuila, Mexiko, und war an die Quellen La Cascada und El Socavon gebunden. Das Habitat bestand aus Klarwasserquellen und verbundenen Bächen mit leicht basischem, mittelhartem Wasser. Der Untergrund war Sand oder feiner Kies, dazu kamen dichte Ufervegetation und strukturreiche Randbereiche. Die Art ist in der Natur ausgestorben.
Männchen bleiben mit ca. 3 cm kleiner und besitzen ein Gonopodium sowie ein kurzes Schwert an der Schwanzflosse. Weibchen werden bis ca. 4 cm größer, wirken fülliger und runder, besonders im Bauchbereich. Die Unterscheidung ist für die wichtige Gruppenplanung mit Weibchenüberschuss hilfreich.
Xiphophorus meyeri benötigt 20-26 °C, pH 7-8 und GH 10-17 °dGH. Stabile Werte sind besonders wichtig. Eine kühle Überwinterung bei 16-20 °C kann die Lebenserwartung erhöhen und die Zucht anregen.
Ja, Xiphophorus meyeri ist laut IUCN in der Natur ausgestorben (Extinct in the Wild, EW). Die Art überlebt ausschließlich in Aquarienhaltung und Erhaltungszuchtprogrammen. Jede sorgfältige Haltung trägt zum Arterhalt bei.
Die Zucht gilt als schwierig. Eine kühle Überwinterung bei 16-20 °C über einige Monate und anschließende Erwärmung auf 22-26 °C regen die Fortpflanzung an. Pro Wurf kommen 5-15 Jungfische nach ca. 30 Tagen zur Welt.
Mindestens 54 Liter bei 60 cm Kantenlänge. Eine dicht bepflanzte Einrichtung mit Weibchenüberschuss und Rückzugsmöglichkeiten ist für das Wohlbefinden der Art wichtig.
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