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Zierfische, Familie Botiidae

Mausschmerle

Yasuhikotakia morleti

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Die Mausschmerle (Yasuhikotakia morleti, Syn. Botia morleti) wird bis zu 10 cm groß und ist eine lebhafte Schmerle mit gedrungenem, leicht seitlich abgeflachtem Körper. Ein schwarzer Längsstreifen verläuft über den Rücken vom Kopf bis zur Schwanzwurzel und hat der Art ihren englischen Namen „Skunk Loach“ eingebracht.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Gruppenhaltung
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
Mausschmerle (Yasuhikotakia morleti)
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • 10 cmEndgröße

  • 8-10 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6-7,5pH-Wert

  • 5-12 dGHGesamthärte

  • ab 240 lBeckengröße

Beschreibung

Die Grundfärbung reicht von cremefarben bis hellbraun; die Schwanzflosse ist blassgelb und kann kleine schwarze Punkte tragen. Jungtiere zeigen zusätzlich dunkle Vertikalbänder an den Flanken, die sich mit zunehmendem Alter zurückbilden. Im Aquarium zeigt die Art lebhafte, teils ruppige Interaktionen und starke Aktivität vor allem in der Dämmerung und Nacht.

Haltung und Pflege

Yasuhikotakia morleti benötigt ein ausreichend großes Becken mit feinem Sand und vielen stabilen Verstecken (Wurzeln, Höhlen, Steinaufbauten). Die Wasserwerte sollten bei 24-28 °C, pH 6-7,5 und GH 5-12 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 120 cm Kantenlänge und 240 Liter. Die Art ist ein bekannter Springer, eine eng anliegende, lückenlose Abdeckung ist notwendig. Mäßige bis leichte Strömung, leistungsfähige Filterung (4-5-facher Beckeninhalt pro Stunde). Harte oder scharfkantige Dekorationen vermeiden. Wöchentliche Teilwasserwechsel von 30-50 %. Kupfer-empfindlich: Medikamente und Pflanzendünger mit Kupfergehalt vermeiden. Die Mausschmerle ist eine anspruchsvolle Schmerle für erfahrene Aquarianer. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 8-10 Jahren.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Yasuhikotakia morleti gilt als kämpferischer als manche Gattungsverwandte. Die Art neigt dazu, Flossen anzuknabbern und Mitbewohner zu belästigen, besonders bei Haltung in zu kleinen Gruppen. In größeren Gruppen ab sechs bis acht Tieren ist die Aggressivität durch innerartliche Hierarchiefindung besser verteilt. Ausschließlich für größere, strukturreiche Gesellschaftsbecken mit robusten Mitbewohnern geeignet. Aktive, wehrhafte Arten wie Devario, größere Rasboras, Barilius und andere Botiidae sind passende Partner. Schleierschwänzige Formen, langsam schwimmende Arten und sehr kleine Fische sind strikt ungeeignet. Zwerggarnelen sind gefährdet.

Ernährung

Yasuhikotakia morleti ist ein Allesfresser. Hochwertiges Sinkgranulat und Futtertabs bilden die Basis. Ergänzend sollten Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Daphnien) und gelegentlich pflanzliche Ergänzungen angeboten werden. Die Art frisst auch Schnecken und kleine Wirbellose. Die Fütterung abends ist für scheue Tiere empfehlenswert.

Zucht

Die Zucht im Aquarium ist durch Privathalter nicht möglich. Kommerziell erfolgt die Vermehrung teilweise durch Hormoninduktion. Yasuhikotakia morleti ist ein saisonaler Migrationslaicher. Jungtiere wandern im unteren Mekong-Becken von November bis Dezember von Zuflüssen und Überschwemmungsgebieten in die Hauptflusskanäle. Geschlechtsreife Tiere laichen zu Beginn der Regenzeit in überfluteten Zonen ab. Lebenserwartung im Aquarium: 8 bis 10 Jahre, bei optimaler Pflege mehr.

Natürlicher Lebensraum

Yasuhikotakia morleti kommt im Mekong-System (Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam), im Chao-Phraya-Becken und weiteren Entwässerungen Südostasiens vor. Die Art besiedelt sowohl stehende als auch fließende Gewässer und sucht Rückzugsorte zwischen Steinen und unter versunkenen Baumwurzeln. Saisonale Wanderungen in Zuflüsse und überflutete Bereiche sind Teil des Lebenszyklus.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen sind bei Geschlechtsreife deutlich fülliger und wachsen etwas größer als Männchen. Weitere eindeutige äußere Geschlechtsmerkmale sind nicht bekannt.

Gut zu wissen

  • Durchgehender schwarzer Rückenstreifen als zuverlässiges Erkennungsmerkmal
  • Tendenz zu Flossennagen und Belästigung, nur mit robusten Mitbewohnern
  • Nachtaktiv, tagsüber Rückzug in Höhlen und unter Steine
  • Sprungrisiko vorhanden, Abdeckung ist Pflicht
  • Suborbitalstacheln: Plastikbehälter statt Netz beim Fang verwenden
  • Gibt Klickgeräusche ab (typisch für Botiidae)
  • Kupfer ist für diese Art tödlich, kupferhaltige Medikamente vermeiden

Galerie

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht die Mausschmerle?

Yasuhikotakia morleti benötigt Temperaturen von 24 bis 28 °C, einen pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von 5 bis 12 °dGH. Sauberes, gut gefiltertes Wasser ist wichtig.

Kann man die Mausschmerle vergesellschaften?

Die Art neigt zu Flossennagen und eignet sich nur für große Becken mit robusten Beifischen. Geeignet sind Devario, größere Rasboras und andere Botiidae. Schleierschwänzige Arten und Zwerggarnelen sind ungeeignet.

Kann man die Mausschmerle im Aquarium züchten?

Die Zucht ist im Aquarium nicht möglich. Die Art ist ein saisonaler Migrationslaicher, der in der Natur weite Wanderungen unternimmt. Kommerziell wird sie teilweise durch Hormoninduktion vermehrt.

Wie groß muss das Aquarium für die Mausschmerle sein?

Für eine Gruppe von sechs bis acht Tieren sind mindestens 240 Liter und 120 cm Beckenlänge nötig. Sandbodengrund ist Pflicht, und jedes Tier benötigt sein eigenes Versteck.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Dicklippiger Fadenfisch

Labyrinthfische

Dicklippiger Fadenfisch

Trichogaster labiosa "Orange"/"Sunset", "Rubin Red"

  • Endgröße: 8-9 cm
  • Becken: ab 160 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Einfach

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Mosaikfadenfisch

Labyrinthfische

Mosaikfadenfisch

Trichopodus leerii

  • Endgröße: bis 12 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Rübezahl-Glaswels

Glaswelse

Rübezahl-Glaswels

Ompok pinnatus

  • Endgröße: 8-10 cm TL
  • Becken: ab 100 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südostasien, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Schmerlen, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Jaguar-Prachtschmerle

Schmerlen

Jaguar-Prachtschmerle

Yasuhikotakia splendida

  • Endgröße: 10 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 20-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Bänder-Prachtschmerle

Schmerlen

Bänder-Prachtschmerle

Sinibotia pulchra

  • Endgröße: 10 cm
  • Becken: ab 200 l
  • Temperatur: 20-25,5 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-8
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Streifenschmerle

Schmerlen

Streifenschmerle

Botia striata

  • Endgröße: 8–9 cm
  • Becken: ab 250 l
  • Temperatur: 21-26 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Schwarzstreifen-Prachtschmerle (Ambastaia nigrolineata)

Schmerlen

Schwarzstreifen-Prachtschmerle

Ambastaia nigrolineata

  • Endgröße: 8 cm
  • Becken: ab 112 l
  • Temperatur: 18-24 °C
  • pH-Wert: pH 7-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Schwierig

Schwarmfisch, friedlich

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