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Parosphromenus phoenicurus

Projekt geschlossen

Art

Langgam-Prachtgurami (Schindler & Linke 2012)

Zuchtgrund

Weil klein bleibende Labyrinthfische im Allgemeinen und Prachtguramis im Besonderen sehr spannende Pfleglinge sind, ich deshalb seit gut einem Jahr Mitglied der IGL und des Parosphromenus Project (http://parosphromenus-project.org/de) bin und zuletzt schon sehr gute Erfahrungen mit der Nachzucht von P. nagyi gemacht habe. - Außer Prachtguramis halte ich derzeit 2.2 (?) Sphaerichthys selatanensis, 1.3.x Betta tussyae und - allerdings im großen Wohnzimmbecken - X.X.6 Apistogrammoides pucallpaensis, X.X.10 Corydoras panda 2.2 Copella arnoldi.

Zuchttiere

5.3 (?)

Zuchtaufbau

Da sich das bei P. nagyi bewährt hat, sehe ich ein Hälterungsbecken sowie ein bis zwei Zuchtbecken vor. Das Hälterungsbecken wurde am 11.10. befüllt und wartet jetzt auf die Neuankömmlinge. Meine Hälterungs- wie Zuchtbecken enthalten lediglich eine Schicht Buchenlaub und dichte Bestände geeigneter Aquarien-Moose. Das mag allzu sprattanisch erscheinen, hat sich aber sowohl bei kleinen Laub-Bettas als auch Prachtgurmais bisher sehr bewährt. Als (Laich)Höhlen werden - im nicht direkt einsehbaren Hintergrund - mittels Saugnäpfen schwarze Filmdöschen verteilt (Bild folgt). Das war es dann aber auch schon an "Inneneinrichtung".

Wasserwerte

Beim Einsetzen der Tiere am 25.10.2014: pH: 5,4, LF: 30µS (elekronisch gemessen mit HI 9811-5 pH/EC/TDS/°C-Handmessgerät). Temperatur: 22°C GH, KH: nicht bestimmmt

Futter

eigene Daueransätze: Micro (meist als Erstfutter), Grindal / Aufzucht aus Eiern: Artemia-Nauplien (nur für Jungfische) / ganzjährige Fangmöglichkeit sowie Vorratshaltung auf Balkon: Cyclops, kleinere Wasserasseln, Daphien, weiße Mückenlarven / im Sommerhalbjahr: schwarze Mückenlarven / jährlich ab Ende September: kleinere Eintagsfliegenlarven

Futtertierzucht

- siehe unter: Futter -

Weitere Beschreibungen

Datum:14.10.2014
Der in Frage kommende Einzelhändler bestellt leider erst in meheren Wochen wieder Tiere bei Aquraium Dietzenbach. Da ich eigentlich n icht so lange warten möchte, wird jetzt nach einer Alternative gesucht...
Datum:25.Oktober 2014
Die Tiere sind da! - Nach dann doch recht langer Wartezeit konnte ich meine P. phoenicurus gestern Nachmittag pünktlich zum "Eingewohnungswochenende" in Empfang nehmen. - Nach tröpfchenweiser Umjstellung vom "Versandwasser" (pH 7,2; LF ca. 450 Mikrosiemens) auf die hiesigen Verhältnisse (pH 5,4; LF 30) gab es heute das erste, frisch aus dem Regenwasserfass im Garten beschaffte Lebendfutter (aktuell schwimmen da vor allem Daphnien und Eintagsfliegenlarven verschiedenster Größe.) - Wieviele Fische ich nun tatsächlich erhalten habe, muss ich aber erst noch herausfinden: Habe beim Umsetzen nicht dran gedacht, zu zählen - und das lässt sich im stark verkrauteten Becken auch nicht so leicht nachholen.
Datum:02.November 2014
Die Tiere (wohl tatsächlich 3.3) sehen mittlerweile super aus, zeigen sich aktiv und hungrig und sind nicht wirklich scheu. Balzverhalten konnte ich zwar noch nicht beobachten, aber angesichts der Färbung vor allem des größten Männchens ist das wohl nur eine Frage der Zeit. Und mit einem Laichansatz bei den Weibchen sollte es bei dem gerade vorhandenen Tümpelfutter (vor allem kleine Eintagsfliegenlarven) auch nicht scheitern.
Datum:27. November 2014
Kein Update in dem Sinne, aber: Nachdem andernorts schon Nachwuchs erzielt wird, werde ich spätestens am Wochenende mal zwei Tiere separieren. Könnte mit vorstellen, dass es sich dann deutlich leichter balzt.
Datum:19. Dezember 2014
Ich hatte mir das eigentlich etwas anders vorgestellt, aber ich komme einfach nicht dazu, die Tiere ausgiebig zu beobachten und hier entsprechend zu berichten. In Anbetracht dessen, dass Aquarium Dietzenbach die Tiere kostenlos zur Verfügung gestellt hat, tut es mir ehrlich leid, hier ein so lückenhaftes Tagebuch anzubieten! - Mal sehen, was die kommenden Urlaubstage hier bringen...
Datum:10. März 2015
Dies vorab: Alle Tiere leben noch, sind ordentlich gewachsen und allem Anschein nach wohlauf. Nachdem ich heute den Entschluss gefasst hatte, 1.1 Tiere zu separieren, habe ich wieder mal einen genaueren Blick in das dunkle, verkarautete Becken geworfen - und ein Männchen entdeckt, dass ein in an der Decke einer schwarzen Filmdose untergebrachtes (kleines) Gelege bewachte. Ob es es sich dabei nun um das erste Gelege meiner Tiere handelt, ist offen. Ich habe mich dann jedenfalls entschieden, a) das besagte Männchen mit einem meiner Weibchen in ein eigenes 10-Liter-Becken umzusetzen, und b) dem pflegenden Tier das Gelege zu entziehen. Die Filmdose befindet sich seitdem in einem separaten transparenten Behälter, der im Aquqrium der 1.1 Alttiere schwimmt.
Datum:11. März 2015
Von dem ohnehin nur kleinen Gelege (anfänglich ca. 10 Eier) haben sich etwa 50% als nicht befruchtet herausgestellt. Die andere Hälfte klebt jetzt mit kleinem Schwänzchen verteilt in der Filmdose. Mal sehen, wie es hier weitergeht. Ich hoffe jedenfalls, diese Larven sind genau so stabil, wie die meiner P. nagyi.
Datum:24. März 2015
Nachdem es mit dem ersten Gelege nichts geworden ist, habe ich gestern ein zweites, jetzt aber noch kleineres entdeckt und wieder separiert. Heute waren alle Larven geschlüpft. Allerdings scheinen mehrere Larven nicht lebensfähig zun sein. - Es zeigt sich jedenfalls, dass sich zumindest bei mir die Nachzucht von Wildfang-Paros deutlich schwieriger gestaltet, als ich es von Tieren aus stabilen Zuchtstämmen kenne. Zum Glück steht mir seit dem Wochenende aber endlich wieder auch Tümpelfutter in Hülle und Fülle zur Verfügung. Damit wird die Ernährung der Alttiere wieder erheblich reichhaltiger - was sich auch positiv auf die Laichwilligkeit der Zuchttiere, auf Gelegegröße und auch die "Fitness" der Larven auswirken sollte.
Datum:09. Mai 2015
Ich hätte nicht nachsehen sollen: Kurz vor einer einwöchigen Dienstreise war noch mal ein Wasserwechsel in allen Becken fällig. Und wenn man schon dabei ist, schaut man ja auch mal genauer nach, ob die Tiere, die man sonst nie zu sehen bekommt, überhaupt noch da sind... Und siehe da: Bei den separaten 1.1 P. phoenicorus wird gebrütet. - Jetzt stellt sich die Frage, wie mit den schon zappelnden Larven umzugehen ist, wenn ich doch die nächsten sechs Tage gar nicht da bin. Beim Männchen bleiben sie jeenfalls nicht. Vielmehr wandert die Filmdose in ein mit Wasser aus dem Zuchtbecken und frischem RO-Wasser befülltes Kleinstbecken (1Liter), das in einem 25-L-Aufzuchtbecken mit drei Lagen Nachwuchs von Copella arnoldi schwimmt. Letztere werden von meiner "Urlaubsvertretung" versorgt, die den Auftrag hat, den Paros, sobald diese frei schwimmen, zumindest ein bisschen Staubfutter anzubieten. Hoffentlich klappt das...
Datum:17. Mai 2015
Zurück von der Dienstreise - und erleichtert: Die Larven leben noch und nehmen jetzt auch Mikrowürmchen. Esrt mal das Wasser in dem Kleinstgefäß auffrischen...
Datum:28. Mai 2015
Sieht weiterhin gut aus: Die Larven wachsen dank gut gefüllten Bäuchen zusehends. Überlege jetzt, ob ich die Tiere demnächst in das ja viel größere und verkrautete Aufzuchtbecken zu den C. arnoldi setze. Sobald ich dort die größten Jungfische entnehme, sollte das passen. Die Wasserverhältnisse sind ohnehin sehr ähnlich (Außer in den eigentlichen Zuchtbecken fülle ich nach Altwasserentnahmen überall mit RO-Wasser auf.) Darüber hinaus gibt es jetzt endlich auch Mückenlarven - wenngleich aufgrund der Trockenheit im hiesigen Auwald und den doch noch kühlen Nächten nicht ausreichend viele für alle adulten Tiere. Ich hoffe, das wird noch. - Jedenfalls kann ich jetzt meinen Zuchtpaaren auch wieder diesen Leckerbissen anbieten: Das hat noch immer Früchte getragen. - Und die Jungtieren bekommen das ein oder andere Eischiffchen in die Becken: frischer kann Lebendfutter dann wirklich nicht sein.

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6 Kommentare

  1. Konntest du bereits ein wenig mehr Zeit dafür gewinnen? Bin sehr gespannt.

    • Mit Fotos ist das bei mir so eine Sache: Ich sehe meine (bisherigen) Paros teilweise wochenlang nicht, füttere quasi auf Verdacht. (Und habe mir jetzt auch abgewöhnt, deswegen in Unruhe zu verfallen.) So was Spannendes wie eine Paro-Balz habe ich trotz mehrere erfolgreicher Nachzuchten jedenfalls noch nie gesehen. –
      Es sollte mich jedenfalls wundern, wenn das mit diesen tollen Wildfang-Paros anders läuft. Ich bin sogar der Meinung, dass man diese Fische in einem ihren Ansprüchen entsprechend eingerichteten Becken – inkl. “Schwarzwasser” – so gut wie gar nicht vor die Linse bekommen kann. – Ansonsten scheitert es bei mir einfach an Zeit und Muße, mich dem Thema Aquarienfotographie zu widmen – so gern ich auch mal aussagekräftiges Bildmaterial meiner Tiere hätte. Kurz gesagt: Erwarte(t) diesbezüglich bitte nicht zu viel von mir! 🙂

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