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3.75/54

Parospromenus linkei 3.75/5 (4)

Parospromenus linkei
Projekt geschlossen

Art

Zuchtgrund

Die Parosphromenus linkei waren meine ersten Parosphromenus. Diese halte ich nun seit Juni 2014. Im Oktober 2013 habe ich eine Gruppe Spaerichtys selatanensis in meinem langen Fensterbecken aufgenommen. Nach guten Infos über die Haltungsbedingungen aus meinem Aquaristikladen habe ich mich weiter über Schwarzwasserfische/Schwarzwasserbereitung informiert. Dadurch bin ich im Internet auf das Parosphromenus Projekt gestoßen. Dieses hat mich, was die Konzeption und die praktischen Hinweise zur Haltung dieser schönen Fische angeht, fasziniert. Bald wollte ich meine eigenen Prachtguramis halten und fragte bei der Distribution des Projektes nach. Auf der Rückfahrt von unserem Pfingsurlaub konnte ich dann zwei Männchen und zwei Weibchen in Hamburg am Bahnhof, beim Umsteigen, in Empfang nehmen.

Zuchttiere

Ursprünglich zwei Männchen und zwei Weibchen, inzwischen tummeln sich im Zuchtbecken (60x30x30cm) vier Männchen und vier Weibchen.

Zuchtaufbau

Inzwischen ein Zuchtbecken: 60x30x30 und ein "Aufwachsbecken" 60x40x30. Filterung: HMF, im Aufwachsbecken vorne ein Sprudelstein zur Sauerstoffversorgung. Moorkienwurzel, Schwimmpflanzen, Javamoos, Ton- und Kunststoffhöhlen. Wasserzubereitung mit kleiner Osmose Anlage und Schwarztorfgranulat, Buchenblättern, Seemandelblatt, Erlenzäpfchen

Wasserwerte

Temperatur: 26°C, nach Wasserwechsel kurzfristig 24°C pH zwischen 4,2 und 5,5 KH >1, elektrischer Leitwert: 20 - 35 Durch die Blätter, den Torf (der Torf in meinen Wassergefäßen reicht sehr sehr lange! also kein großer Torfverbrauch) wird das Wasser teefarben. Die im Wasser enthaltenen Humin- und Fulvinstoffe schützen den Fischorganismus vor dem sauren Wasser. Das saure, weiche Wasser hat die wichtige Bedeutung, die Bakterienzahl (die Keimzahl) niedrig zu halten. Manche Schwarzwasserfische überleben in neutralem (um pH7) oder gar basischen Wasser (über pH 7, gar pH 8). Hier ist der "Keimdruck" die Bakterienanzahl im Wasser viel höher als in saurem/stark saurem Wasser. Aber es wird aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Nachwuchs geben, da die Eier und die Larven den Keimdruck nicht aushalten. Ich mache einmal die Woche 50% Wasserwechsel, auch wegen der im Becken schlüpfenden Jungfische (mehr Fütterung, siehe unten).

Futter

Meine Parospromenus linkei, auch die Nachzuchttiere, fressen nur lebendes, zappelndes Futter. Ich habe beobachtet, das Flockenfutter und Frostfutter, wenn überhaupt beachtet und ins Mäulchen genommen, wieder ausgespuckt wird. Außerdem belastet das abgesunkene Fertigfutter und vergammelnde Frostfutter das Wasser. (der Leitwert steigt, d.h. es sind zuviele Stoffe (Salze wie Nitrat, Nitrit etc.) im Wasser. Auch bei Lebensfutter sollte man aufpassen, nicht zu viel zu füttern. Artemia Nauplien z.B. sterben nach einer Weile im Süßwasser ab. Andererseits benötigen noch versteckte, im Becken geschlüpfte Fischlarven genügend Futter. Nach meiner Erfahrung geeignetes Lebensfutter: Nauplien, Mikrowürmchen, Moina, schwarze Mückenlarven aus dem Gartentümpel, fertig aus dem Kühlregal, direkt nach Lieferung abgeholt: lebende weiße Mückenlarven, marine Copepoden, nur bedingt: Wasserflöhe

Futtertierzucht

Artemia Nauplien als Grundnahrungsmittel (mengenmäßig gut kalkulierbar) Mikrowürmchen (einfach und ausdauernd) Moina (sehr empfindlich, Zuchtansatz muss öfters nachgekauft werden) der beste Hormonschub zur Fruchtbarkeit: schwarze Mückenlarven aus dem Gartentümpel oder zwei mit vergammelten Brennesselblättern versetzten Wasserbottichen auf dem Balkon.

Weitere Beschreibungen

Datum:29.12.2014
Nachdem ich mit zwei Paaren begonnen habe, sind inzwischen vier Paare im Zuchtbecken. Das Aufzuchtbecken bevölkern inzwischen über 30 junge P. linkeis. Da die P. linkeis soweit ich informiert bin, recht tolerant in den Haltungsbedingungen sind (aber bitte unter pH 7 bleiben und Leitwert unter 100!), sind sie meinem Eindruck nach durchaus für Anfänger geeignet. Vielleicht, das werde ich noch probieren, sind sie auch für ein Gesellschaftsbecken mit sanften Mitbewohnern geeignet. Darüber werde ich dann noch berichten. Wenn die Nahrung und die Wasserwerte stimmen, funktioniert wohl auch die Nachzucht relativ unproblematisch, die P. linkeis sind wohl die Spezies, die am erfolgreichsten im Parosphromenus Projekt nachgezogen wird.
Datum:6.5.2015
Inzwischen läuft seit fast einem halben Jahr das Gesellschaftsbeckenprojekt. Habe ein 40x60x40 Becken neu aufgebaut, Grund: nachdem ich mich über meine Linkei Nachwuchs so gefreut hatte, und mal wieder die Erfahrung machte, dass es davon eigentlich gerade schon genug gibt, und ich sie abgeben sollte um es mit einer selteneren Paro Art zu versuchen ;-) reifte der Entschluss. Bewohner: 11 P.linkei, 8 Zwergborraras, 10 Zwergpanzerwelse, 1 Spaerichtys osphromenoides aus einem missglückten Gesellschaftsexperiment, und einem Paar Betta coccina. Bis auf ein Linkei Weibchen keinerlei Ausfälle. Wasserwerte: Humin- und Fulvinstoffe, LW 40 (soll noch etwas runter), pH 5,8 , temp.25*C, UV Klärer. Verhalten: Alle Fische zeigen sich besonders beim Füttern regelmäßig und munter, friedlich artübergreifend. Innerartlich bei den Paros Imponieren. Der Spaerichtys osphromenoides zieht, wenn es Futter gibt ( ausschließlich Lebendfutter) würdevoll seine Kreise.
Datum:6.5.2015
P.s.: Die Linkeis sind einfach herrlich. Im Artbecken lassen Sie sich auch bei Temperaturabsenkung auf 24 *C nicht vom Paaren abbringen. Laufend erscheinen wieder kleine entzückende Linkei Babies .... Zum Glück gibt es diesen Sommer beim international Prachtguramitreffen in Hamburg die Möglichkeit, welche abzugeben ...

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4 Kommentare

  1. Übrigens: habe einen Parosp h romenus Rechtschreibfehler in meiner Projektbeschreibung korrigiert. An den Fehler im vorletzten Update komme ich nicht ran, da die Updates wohl nicht nachträglich bearbeitet werden können!

  2. Hallo André, danke für den Hinweis mit dem H werde es korrigieren!
    Ebenso die Entwicklung updaten ;-).
    Inzwischen läuft das angesprochene Gesellschaftsbecken super. Der eine Spaerichtys osphromenoides zieht würdevoll seine Kreise und scheint sich ungemobbt von Artgenossen wohl zu fühlen (seit gut einem Jahr).

    Meinen Spaerichtys selatanensis geht es seit über eineinhalb Jahren gut. Sie ziehen gemächlich mit kurzzeitigem Gezänk ihre Bahnen in ihrem 100x25x25cm Becken. Fortpflanzung hat noch nicht geklappt, bin mir auch nicht sicher, was Männchen und Weibchen sind um ein Zuchtpaar anzusetzen … der Besatz von ursprünglich 8 (eins ist im Schreck wohl mal durch das letzte “Loch” in der Abdeckung entsprungen :-(. ) jetzt 7 ist wohl auch zu groß um Ruhe zum Maulbrüten zu finden…. Nachdem ich bei ursprünglich 3 Tieren ein Mobbibngopfer zu beklagen hatte, bekam ich von meinem Aquaristikhändler 6 weitere Tiere dazubestellt ….
    Wohl wichtig bei beiden Becken ist, dass die Spaerichtys, da aus gleichen Gebieten wie die Paros, das Wasser ebenfalls keimarm (sauer, human- und fulvinstoffhaltig, LW niedriger als 50, evtl UV Klärer (habe ich sowohl am Gesellschaftsbecken wie am O.selatanensisbecken) brauchen … Temperatur 25 – 27*C ….

  3. André Peukert

    Hallo,

    toller Bericht und tolle Tiere. Welche Erfahrungen hast du mit den Schokoladenguramis gemacht?
    Wie ist die allgemeine Haltbarkeit der Fische? Auf der ILG Seite steht ja das sie auch mit großen Bemühungen nicht dauerhaft haltbar wären. Wie lange pflegst du sie bereits erfolgreich? Ich überlege nämlich auch mal ein Haltungs- und Zuchtversuch.

    In deinem Projektnamen ist übrigens ein Schreibfehler, du hast bei Parosphromenus das “h” vergessen.
    Viele Grüße
    André

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